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Böse Transfer-Überraschung: Werder freute sich zu früh

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Böse Transfer-Überraschung: Werder freute sich zu früh

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Werder: Böse Transfer-Überraschung

Der von Bremen nach Heidenheim verliehene Eren Dinkci wechselt zum SC Freiburg - obwohl er bei Werder eigentlich „fest eingeplant“ war. Der SVW verliert damit zwei in Bremen geborene Eigengewächse innerhalb von zwei Tagen.
Der SC Freiburg fügt Borussia Mönchengladbach eine der höchsten Saisonniederlagen zu. Das Team von Christian Streich spielt die Fohlen teilweise her.
SPORT1
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von SPORT1

Offensivspieler Eren Dinkci trägt ab der kommenden Saison das Trikot des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg.

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Der SC bestätigte am Donnerstagmittag nach Vorabberichten der Badischen Zeitung und der Bild: Der 22-Jährige, der bis zum Saisonende von Werder Bremen an Aufsteiger 1. FC Heidenheim ausgeliehen ist, hat bei den Breisgauern unterschrieben.

„Die Freiburger Verantwortlichen sind schon relativ früh auf mich zugekommen und haben mir von Anfang an ein gutes Gefühl gegeben. Da war mir schon klar, dass ich diesen Weg einschlagen möchte“, sagte Dinkci: „Ich glaube, ich habe gerade einen Flow und den möchte ich gerne nach Freiburg mitnehmen. Ich habe hier mit Werder schon gespielt und da ging es gut ab im Stadion. Auf diese Atmosphäre freue ich mich sehr.“

Für Werder ist der Abgang von Dinkci derweil der zweite ungewollte Verlust eines in Bremen geborenen und hochveranlagten Eigengewächses innerhalb weniger Tage.

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Eren Dinkci trumpft bei Heidenheim auf

Der in Heidenheim überraschend stark auftrumpfende Dinkci, der eigentlich bis Juni 2025 bei Werder unter Vertrag steht, soll aufgrund einer Ausstiegsklausel für rund fünf Millionen Euro zu haben gewesen sein. In der laufenden Spielzeit hat der Deutsch-Türke - dreimaliger U20-Nationalspieler für das DFB-Team - bereits acht Tore erzielt und vier Treffer vorbereitet.

Eren Dinkci geht künftig offenbar für Freiburg auf Torejagd
Eren Dinkci geht künftig offenbar für Freiburg auf Torejagd

Bei Werder hatte Dinkci 50 Pflichtspiele bestritten, war dort aber nicht über die Rolle als Ergänzungsspieler hinausgekommen - Werder verlieh den 1,88-Meter-Mann, um ihm die Möglichkeit zu geben, mehr Spielpraxis zu sammeln.

Dinkci verließ die Heimat Bremen nicht ohne Groll: „Es klingt immer so böse, aber es ist einfach so: Hier in Heidenheim ist die Wertschätzung irgendwie höher als bei Werder“, sagte er im Februar bei Radio Bremen.

Sein Aufblühen in Heidenheim hat nun neue Begehrlichkeiten geweckt. Sein Marktwert wird inzwischen als höher eingeschätzt als die fünf Millionen Euro, die Werder nun einstreicht.

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Werder verliert zwei Eigengewächse in zwei Tagen

„Wir bedauern es sehr, dass sich Eren gegen Werder Bremen entschieden hat“, kommentiert Profifußball-Leiter Clemens Fritz Dinkcis Verlust: „Wir haben Eren in den Gesprächen aufgezeigt, welche Rolle wir für ihn in der nächsten Saison vorgesehen haben und haben ihm auch wirtschaftlich ein gutes Angebot unterbreitet. Leider ist seine Entscheidung gegen uns ausgefallen.“

Werder-Sportchef Frank Baumann hatte die Bremer Fans bereits vor einigen Tagen auf einen möglichen Verlust Dinkcis eingestimmt. „Eren liegt ein konkretes Angebot von uns vor. Wir würden seinen Vertrag sehr gerne verlängern. Es gibt aber eben auch Konkurrenz, und man muss ehrlich sagen: Ganz einfach wird es für uns nicht. Es kann durchaus sein, dass er geht“, sagte er dem Lokalportal DeichStube.

Noch vor wenigen Wochen klang das etwas anders. Im Februar hatte Fritz noch erklärt, dass Dinkci „fest eingeplant für den Sommer“ sei: „Wir freuen uns eben darüber, dass er am Ende des Tages unser Spieler ist und diese Leihe so aufgeht.“ Die Werder-Bosse haben sich zu früh gefreut, wie mittlerweile klar ist.

Schmerzhaft für Werder: Erst am Dienstag hatte der ebenfalls in Bremen geborene und derzeit verliehene Nick Woltemade (Elversberg) via Instagram seinen Abschied im Sommer verkündet, um „eine neue sportliche und persönliche Herausforderung anzunehmen“. Angeblich zieht es den U21-Nationalstürmer zum VfB Stuttgart.

Streich kommentiert Transfer augenzwinkernd

Die Freiburger treiben derweil ihre Planungen für die erste Spielzeit unter dem kommenden Trainer Julian Schuster voran. Auch Patrick Osterhage vom VfL Bochum steht offenbar vor einem Wechsel zum SC, bei dem Coach Christian Streich am Saisonende aufhört.

Der scheidende Streich kommentierte den Deal auf die ihm eigene Art: „Er fand es offensichtlich nicht so schlimm, dass ich nicht mehr da bin.“

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)