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Bayern-Abschied: Ein Tuchel-Satz erregt besonderes Aufsehen

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Bayern-Abschied: Ein Tuchel-Satz erregt besonderes Aufsehen

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Tuchel-Satz erregt besonderes Aufsehen

Thomas Tuchel bestätigt auf der Pressekonferenz, dass er die Münchner definitiv im Sommer verlassen wird. Der Trainer nennt auch weitere Details dazu, lässt mit einem Satz aufhorchen und gibt ein Update zur Verletzung von Harry Kane.
Thomas Tuchel bestätigt auf seiner letzten Pressekonferenz als Bayern-Trainer, dass es zu keiner Einigung zwischen ihm und dem deutschen Rekordmeister gekommen ist, bezüglich einer möglichen Weiterbeschäftigung in München.
SPORT1
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von SPORT1
Thomas Tuchel bestätigt auf der Pressekonferenz, dass er die Münchner definitiv im Sommer verlassen wird. Der Trainer nennt auch weitere Details dazu, lässt mit einem Satz aufhorchen und gibt ein Update zur Verletzung von Harry Kane.

Die spektakuläre Wende beim FC Bayern bleibt aus - Thomas Tuchel und der deutsche Rekordmeister werden ihre Zusammenarbeit über die Saison hinaus definitiv nicht fortsetzen. „Es gab noch einmal Gespräche in der letzten Woche, wie sie auch berichtet haben. Wir haben aber keine Einigung gefunden für eine weitere Zusammenarbeit, dabei bleibt es bei der Vereinbarung aus dem Februar“, sagte der Trainer auf der Pressekonferenz vor dem letzten Bundesliga-Spiel in dieser Saison bei der TSG Hoffenheim (Sa., ab 15.30 Uhr im Liveticker).

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Dabei deutete Tuchel in seinen Erklärungen an, dass er selbst die Gründe für das Ende der Zusammenarbeit nicht besonders klar definiert findet: „Die Gründe sind minimal, wieso das so passieren musste, wieso wir uns überhaupt trennen, wieso die Entscheidung im Februar getroffen wurde. Vielleicht sind die (die Gründe, Anm. d. Red.) auch gar nicht so klar, dass man die genau benennen kann. Keine Ahnung, es ist wie es ist. Es ist gut so.“

Ein Satz, der im Nachgang der PK besonderes Aufsehen erregte und bei X - teilweise etwas anders zitiert - zahlreich geteilt wurde. Von „Wahnsinn“ und „unfassbar“ war die Rede.

Bayern-Trainer Thomas Tuchel verlässt den Klub definitiv nach Saisonende
Bayern-Trainer Thomas Tuchel verlässt den Klub definitiv nach Saisonende

Zudem sprach Tuchel über den Zeitpunkt der endgültigen Entscheidung („Es ging von dem Donnerstag nach Real Madrid bis gestern“) und gab ein Update zu der langen Verletztenliste bei Bayern. Die Pressekonferenz zum Nachlesen.

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+++ Tuchel über die Transfer-Politik beim FC Bayern +++

„Es war bei Chelsea und bei keinem Klub so, dass ich sagen kann: ‘Jetzt holt mir den Spieler, sonst bin ich weg‘. Das war auch in England nicht so. (...) Ich glaube, es ist kein Geheimnis, dass je kleiner der Kreis ist, desto effektiver kann gearbeitet werden, desto schneller können neue Entscheidungen getroffen werden, desto schneller bekommt man Feedback und kann auch reagieren. Aber ich habe keinen Grund, mich zu beschweren. Ich bin bis heute sehr stolz und sehr froh, dass ich bei dem Thema Harry Kane unnachgiebig bin, Brazzo (Hasan Salihamidzic) mit dem Feuer infiziert habe und wir alles dafür getan haben, ihn frühzeitig persönlich kennenzulernen. Ich bin froh, dass ich da im Transferausschuss hart geblieben bin. Es ist nicht so, dass man Wünsche sagt und andere sagen, nein, wir machen genau das Gegenteil. Das ist immer ein sachlicher Austausch mit dem Ziel, die Mannschaft zu verbessern. Natürlich kann es da unterschiedliche Meinungen geben, aber das ist kein Problem. Das hat weder im Februar eine Rolle gespielt noch jetzt.“

+++ Tuchel über Ablauf der Gespräche mit den Bayern-Bossen +++

„Es ging von dem Donnerstag nach Real Madrid bis gestern ...“ - dann greift Bayern-Pressesprecher Dieter Nickles ein (“lassen wir das jetzt, die Ablauf und Thematik ist doch ausreichend besprochen“), bevor es um den weiteren Ablauf geht.

+++ Tuchel dazu, ob er etwas zu seiner Trainer-Zukunft sagen kann +++

„Nein, kann ich nicht. Vielleicht, weil ich es auch nicht will. Es gab jetzt eine sehr turbulente letzte Woche, für mich, aber auch mein Trainerteam. Heute ist es wichtig, den Fokus auf das Spiel morgen zu kriegen und es gebührend zu Ende zu bringen. Und danach muss ich ein wenig Abstand bekommen, um meine Gedanken zu sortieren.“

+++ Tuchel auf die Frage, ob Pavlovic sein Vermächtnis in München ist +++

„Die einen sagen so, die anderen so (lacht). Wir konnten die Nominierung nicht verhindern (Anm. d. Red: mit einem Augenzwinkern gesagt). Nein, es ist eine Freude, ihn Fußball spielen zu sehen. Wir haben von der zweiten Mannschaft immer wieder Spieler gebraucht bei unserem eng getakteten Rhythmus - und vom ersten Training haben wir gedacht, dass wir bei dem Jungen etwas Besonderes sehen. Er war selbstbewusst, wollte jeden Ball haben, bot sich auch nach Fehler an. Das ist einfach sein Selbstverständnis. Er war zudem wahnsinnig nett und es ist eine Freunde, seine Entwicklung zu sehen. Auch Frans Krätzig hat es in der Vorbereitung top gemacht, daher gebührt das größte Lob den Jungs selber. Das war alles top. Aleks(andar Pavlovic) hat sich durch seine Entwicklung die Nominierung für die Heim-EM absolut verdient, wenn man sieht, wie er für uns gespielt hat.“

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Wegen der Nominierung von Aleksandar Pavlović für die deutsche Nationalmannschaft erlaubt sich Bayern-Trainer Thomas Tuchel eine Spitze gegen Uli Hoeneß.
02:34
Tuchel-Spitze gegen Hoeneß: "Die einen sagen so, die anderen so!“

+++ Tuchel über ein womöglich angespanntes Verhältnis zwischen Neuer und Nübel +++

„Ich habe Alex Nübel als netten Kerl und Teamplayer erlebt. Ich habe da keine Vorbehalte wahrgenommen. Bei der Kader-Nominierung hat Julian Nagelsmann auch betont, dass es um Harmonie geht. Daher glaube ich, dass die Nominierung der letzte Beweis ist, dass die beiden schon miteinander können.“

+++ Tuchel über Nicht-Nominierung von Goretzka +++

„Er wusste es schon ein wenig vorher. Ich persönlich habe nicht mit ihm gesprochen, aber meine Assistenten. Wir kennen seine Enttäuschung und sind der Überzeugung, dass er eine sehr ordentliche, gute Saison gespielt hat. Gerade in der Phase, als er mal nicht dabei, war er auch sehr stark und wichtig für uns in verschiedenen Rollen. Die Entscheidung kam nicht überraschend, es hat sich angedeutet. Ich glaube, er hat immer noch eine Resthoffnung, es kann alles passieren. Er hat alles getan, daher ist die Enttäuschung sicher sehr groß. Ich versuche aber das Thema daher nicht ständig zu thematisieren. Es dauert wohl eine Weile, bis er das verdaut hat.“

+++ Tuchel über Aussprache mit Hoeneß nach dessen Kritik +++

„Wir haben uns im Rahmen des Spiels gegen Real Madrid getroffen und das (Thema) auch begraben. Es macht keinen Sinn, nachtragend zu sein und ich bin auch nicht nachtragend.“

+++ Tuchel über Gründe für die Entscheidung damals und jetzt +++

„Das Timing ist immer entscheidend und wir haben uns mit vollem Gewissen für Bayern entschieden, auch mit Wissen um die Historie. Trotzdem war es eine schnelle Entscheidung, eine emotionale Bauchentscheidung. Und Sie haben Recht, von den Entscheidungsträgern, die uns damals überzeugt haben, ist 15 Monate später keiner mehr da. Ich glaube aber, dass solche Momente, die sich nach Umbruch anfühlen, auch eine Chance sind und auch normal sind. Bei so einem großen Klub wird es eben mal stürmisch und man wird seekrank, aber das kalkuliert man ein. Die Entscheidung im Februar war getroffen, daher war auch meine Entscheidung zu 1000 Prozent getroffen (den Klub zu verlassen), ich habe es verarbeitet und mich damit angefreundet. Da muss keiner Mitleid haben, aber man muss es eben verdauen. Erst in der letzten Woche gab es die theoretische Möglichkeit mit der 180-Grad-Wende, da die Initiative vom Klub kam. Die Gründe sind minimal, wieso das so passieren musste, wieso wir uns überhaupt trennen, wieso die Entscheidung im Februar getroffen wurde. Vielleicht sind die (die Gründe, Anm. d. Red.) auch gar nicht so klar, dass man die genau benennen kann. Keine Ahnung, es ist wie es ist. Es ist gut so.“

+++ Tuchel über mögliche Genugtuung zuletzt +++

„Stolz ist das falsche Wort. Wir haben jeden Tag einen klaren Mindset in der Arbeit und versuchen, die beste Version von uns selbst zu sein. Wir können schwierig beeinflussen, wie es von außen bewertet wird. Wir versuchen uns davon freizumachen, auch wenn das mal besser und schlechter gelingt. Es geht nicht um Stolz und Ego. Es geht darum, diesen Beruf jeden Tag mit der ganzen Leidenschaft zu leben. Ich glaube, wir hinterlassen immer unsere Spuren und das ist hier auf eine sehr freundschaftliche und positive Weise auch passiert, glaube ich. Das ist mehr wert als die Bewertung von außerhalb. Wir sind alle froh über positive Anerkennung, aber das darf nicht die treibende Motivation sein.“

+++ Tuchel zählt lange Ausfallliste auf +++

„Auch Leroy Sané und Jamal Musiala sind nicht im Kader, Eric Maxim Choupo-Moting hat eine Grippe erwischt, ist nicht im Kader. Min-Jae Kim hat sich in Wolfsburg verletzt, ist nicht im Kader. Kingsley Coman versucht alles, um durch die kleine Hintertür in Frankreichs EM-Kader zu kommen, ist morgen aber nicht im Kader. Sacha Boey ist fit und zurück auf dem Platz, aber aus einem privaten traurigen Grund nicht im Kader. Raphael Guerreiro und Serge Gnabry sind weiter verletzt.“

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+++ Tuchel gibt Update zu Kane +++

„Harry ist in ärztlicher Behandlung bei seinem persönlichen Arzt, also er ist nicht mehr da. Er kann auch nicht mitfahren nach Hoffenheim. Es war in Madrid schon grenzwertig und wir haben es mit Spritzen und Behandlungen versucht, aber der Rücken hat komplett zugemacht, es ist schlimmer geworden und auch bei kleinen Alltagsbehandlungen aufgebrochen. Daher ist er nicht im Kader.“

+++ Tuchel über seine Gefühlslage +++

„Ich bin ein bisschen traurig, weil ich ungern Mannschaften verlasse und auch die vielen Mitarbeiter, die dazugehören. Deshalb ist es immer schwer, ich bin ein bisschen traurig.“

+++ Tuchel mit Analyse seiner Bayern-Zeit +++

„Der Job braucht volle Energie aber gibt mir auch unheimlich viel Energie. Es ist ein Privileg und ein gutes Training ist für mich immer die Grundlage für einen hervorragenden Tag. Sie können mich mit weniger glücklich machen. Das war nie das Problem. Wenn sie eine Saisonanalyse in einem Satz machen, können Sie natürlich sagen, dass eine titellose Saison mit Bayern nicht zufriedenstellend ist. Da werde ich nicht widersprechen. Wenn Sie das Buch aber querlesen, nicht nur die Titelseite, bleibt ein enttäuschendes Pokal-Aus, was absolut ungenügend war. In der Bundesliga sind wir Zweiter und haben eine Anzahl an Punkten geholt, die neun von den letzten elf Malen zu einer Meisterschaft gereicht hätte, glaube ich. In einer Situation mit vielen Verletzten - und wo sich Bayer Leverkusen einfach zu verlieren weigerte. Das ist keine Punktzahl, für die wir uns schämen müssen und wirft ein anderes Licht darauf. Die Champions-League-Saison war bis zur 87. Minute in Madrid eine perfekte. In Madrid am Schluss zu verlieren, kann einfach passieren. Dafür muss man sich nicht schämen. Wir sind selbstkritisch und werden uns nie vor der Verantwortung drücken, aber wir haben das Recht, mit erhobenem Kopf auf diesen 15 Monaten rauszugehen. Es gibt keinen Grund, durch die Hintertür zu gehen.“

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+++ Tuchel über seinen Abschied +++

„Sehr schwer. Das war im Februar schon so und jetzt wieder - je länger eine Saison dauert und du Erlebnisse in der Champions League hast, die dich zusammenschweißen. Vor allem das Feedback nach Real Madrid in der vergangenen Woche waren die Basis dafür, über eine 180-Grad-Wende nachzudenken. Aber wir haben keine Einigung gefunden und ich werde nicht auf einzelne Beweggründe eingehen. Das bleibt hinter verschlossenen Türen.“

+++ Tuchel macht nicht weiter! +++

Tuchel: „Das ist die letzte Pressekonferenz an der Säbener Straße. Es bleibt bei der Vereinbarung aus dem Februar. Es gab noch einmal Gespräche in der letzten Woche, wie sie auch berichtet haben. Wir haben aber keine Einigung gefunden für eine weitere Zusammenarbeit, dabei bleibt es bei der Vereinbarung aus dem Februar.“

+++ Los geht‘s! +++

Tuchel hat Platz auf dem Podium genommen und erwartet die Fragen der Medienvertreter.

+++ Was sagt Tuchel zu seiner Zukunft? +++

Herzlich willkommen zum SPORT1-Liveticker. Ab 11.30 Uhr wird Thomas Tuchel erstmals nach den Gesprächen mit den Bayern-Bossen unter der Woche zu seiner Zukunft Stellung beziehen. Kommt es tatsächlich zur völlig unerwarteten Wende, und Tuchel bleibt doch im Amt?

Ist es für Thomas Tuchel als Chef-Trainer des FC Bayern gegen die TSG Hoffenheim das letzte Spiel - oder bleibt er doch?
Ist es für Thomas Tuchel als Chef-Trainer des FC Bayern gegen die TSG Hoffenheim das letzte Spiel - oder bleibt er doch?

Zur Erinnerung: Im Februar noch war die vorzeitige Trennung beschlossen worden, ehe sich die Münchner nach zig Absagen potenzieller Nachfolger inzwischen doch wieder mit Tuchel beschäftigen, sich die Verantwortlichen um Sportvorstand Max Eberl zuletzt gar schon mit dem Berater des Coachs trafen.