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Nach Real-Trauma: Bayern zeigen Charakter

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Nach Real-Trauma: Bayern zeigen Charakter

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Nach Real-Trauma: Bayern zeigen Charakter

Der angeschlagene Rekordmeister gewinnt trotz erheblicher personeller Probleme gegen seinen Lieblingsgegner.
Letztes Heimspiel: Bayern-Trainer Thomas Tuchel
Letztes Heimspiel: Bayern-Trainer Thomas Tuchel
© AFP/SID/MICHAELA STACHE
. SID
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von SID

Der FC Bayern hat vier Tage nach dem dramatischen Aus in der Champions League im letzten Heimspiel von Trainer Thomas Tuchel Charakter gezeigt. Der schwer angeschlagene und titellose Rekordmeister siegte gegen seinen Lieblingsgegner VfL Wolfsburg trotz großer personeller Probleme verdient mit 2:0 (2:0) und eroberte immerhin Platz zwei vom VfB Stuttgart zurück.

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Für die generalüberholten Münchner traf Startelf-Debütant Lovro Zvonarek bereits in der 4. Minute. Es war im Jubiläumsspiel von Kapitän Manuel Neuer, der seine 500. Bundesliga-Partie absolvierte, der erste Profitreffer für den 19-Jährigen. Leon Goretzka erhöhte bereits in der 13. Minute auf 2:0.

Die Münchner setzten damit ihre beeindruckende Heimserie gegen den VfL fort (25 Siege, zwei Remis). Für Wolfsburg haben sich dadurch die vagen Hoffnungen auf Europa erledigt.

Tuchel war vor der nahezu bedeutungslosen Partie nicht explizit verabschiedet worden. "Für eine vorzeitige Vertragsauflösung ohne Titel braucht man keine Blumen zu vergeben", hatte der 50-Jährige vor der Partie mit einem Schmunzeln gesagt.

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Über die Nachfolge von Tuchel, dessen Zukunft ebenfalls offen ist, wird weiter fleißig spekuliert. Derzeit gilt offenbar "Sextuple"-Coach Hansi Flick als Favorit bei der leidigen Suche. Aber auch Roberto De Zerbi von Brighton & Hove Albion soll weiter im Rennen sein.

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Vor Jubilar Neuer musste Tuchel gewaltig umbauen. Im Vergleich zum Real-Spiel nahm er gleich acht Veränderungen vor. Unter anderem gaben Winterzugang Bryan Zaragoza und Zvonarek ihr Startelf-Debüt. Gleich fünf Spieler aus der Anfangsformation vom 1:2 in Madrid standen erst gar nicht im Kader: Die angeschlagenen Harry Kane, Leroy Sane, Jamal Musiala und Noussair Mazraoui sowie der verletzte Serge Gnabry.

Nach dem Aus in der Königsklasse fiel es Tuchel und seinen Profis nach einigen Tagen "im Tunnel" und "unter einer Glocke" überraschenderweise nicht schwer, den Frust und Ballast abzulegen. Trotz der vielen Umstellungen starteten die Münchner entschlossen und furios. Die schnellen Tore waren die Belohnung, ein weiterer Treffer von Zaragoza wurde nach VAR-Entscheidung wegen Abseits aberkannt (18.).

Wichtig sei, hatte Tuchel betont, "das Lachen und die Fröhlichkeit nicht zu verlieren. Die Aufgabe ist, respektvolle Verlierer zu sein." Bis zur Pause gelang dies, Wolfsburg fand gar nicht statt. Auch nach dem Wechsel hatten die Münchner in einem dann wenig unterhaltsamen Spiel weitgehend alles im Griff.

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Neuer hatte bis zu seiner Auswechslung in der 74. Minute nichts zu tun. Für den 38-Jährigen kam Daniel Peretz zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz. Auch Matteo Perez Vinlöf und Jonathan Asp-Jensen durften noch Erstliga-Luft schnuppern.