Für Lothar Matthäus sind die öffentlichen Einmischungen von Ehrenpräsident Uli Hoeneß mehr Fluch als Segen für den FC Bayern.
Matthäus kritisiert Hoeneß: "Uli kann sich dann einfach nicht zurückhalten"
Matthäus: So schadet Hoeneß Bayern
„Ich glaube, dass Uli Hoeneß dem FC Bayern immer geholfen hat und helfen wird, er hat den Verein aufgebaut“, sagte Matthäus der Sport Bild. „Was schadet, sind seine Kommentare nach außen: Sie liegen ihm auf der Zunge, und Uli kann sich dann einfach nicht zurückhalten.“
Matthäus: Hoeneß „hat dem FC Bayern häufiger geschadet“
Matthäus ergänzte: „Er wollte damit immer das Beste für den Verein, hat dem FC Bayern aber auch häufiger geschadet. Seine Kommentare und die folgenden Schlagzeilen haben oft für Unruhe gesorgt.“
Auch in der Causa Thomas Müller sorgte Hoeneß für Wirbel, als er am Rande der Premiere der Müller-Doku die zuvor getätigten Aussagen von Sportvorstand Max Eberl bezüglich einer Vertragsverlängerung mit dem Bayern-Urgestein einkassierte.
„Ich glaube schon, dass der FC Bayern und Thomas Müller gemeinsam eine Entscheidung treffen müssen, denn wir sind ja nicht auf dem Basar, wo jeder machen kann, was er will“, sagte Hoeneß auf SPORT1-Nachfrage Ende Februar.
Causa Müller sorgt für Unruhe
Eberl hatte Anfang Januar auf einer PK Müller einen neuen Vertrag in Aussicht gestellt. „Wenn er Lust hat, weiterzumachen, dann schauen wir uns tief in die Augen, gucken uns den Kader an und dann wird es weitergehen“, sagte Eberl.
Die Bayern hatten sich dazu entschieden, Müller keinen neuen Vertrag zu geben. Am vergangenen Samstag wurde der Entschluss offiziell kommuniziert. In seinem ersten Einsatz nach der Verkündung traf Müller als Joker beim 1:2 im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Inter Mailand zum zwischenzeitlichen Ausgleich.