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Blessin hadert mit VAR-Einsatz: "Umso bitterer"

Blessin schimpft nach BVB-Sieg

St. Paulis Trainer Blessin ist mit einigen Entscheidungen der Schiedsrichter bei der Niederlage gegen den BVB überhaupt nicht einverstanden.
Hadert mit der Niederlage: Alexander Blessin
Hadert mit der Niederlage: Alexander Blessin
© AFP/SID/INA FASSBENDER
St. Paulis Trainer Blessin ist mit einigen Entscheidungen der Schiedsrichter bei der Niederlage gegen den BVB überhaupt nicht einverstanden.

Trainer Alexander Blessin hat nach dem Last-Minute-Gegentreffer zum 2:3 (0:1) des FC St. Pauli bei Borussia Dortmund Kritik am Videoassistenten geübt.

„Wenn man durch so ein Tor verliert, ist es umso bitterer“, sagte der Coach des Tabellenletzten: „Da soll mir einer sagen, ob das auf der Linie war oder nicht. Ich habe keine Kameraeinstellung gesehen, wo man das dann so belegen kann und deswegen schmeckt es umso weniger.“

Man könne ihm jetzt unterstellen, dass er ein „schlechter Verlierer“ sei, aber es hätte mehrere „spielentscheidende Situationen und Szenen“ gegeben, bei denen das Schiedsrichterteam um Referee Harm Osmers aus seiner Sicht falsch entschieden hätte. Dortmunds Abwehrchef Nico Schlotterbeck, so Blessin, hätte für ein rüdes Foul in der ersten Halbzeit eine Rote Karte verdient gehabt.

St. Pauli schnuppert am Sieg beim BVB

St. Pauli hatte nach Gegentoren durch Julian Brandt (45.+1) und Karim Adeyemi (54.) mit 0:2 im Rückstand gelegen, dann kämpften sich die Gäste jedoch dank James Sands (62.) und Ricky-Jade Jones (72.) zurück. „Was die Mannschaft da geleistet hat, ist unglaublich“, lobte Blessin: „In der Phase hatte ich das Gefühl, dass wir näher dran sind am 3:2.“

Doch tief in der Nachspielzeit trat Torschütze Jones dem Dortmunder Maximilian Beier auf den Fuß. Osmers entschied auf Freistoß, wurde dann aber vom Videoassistenten informiert, dass das Foul im Strafraum stattgefunden habe. Den fälligen Elfmeter verwandelte Emre Can (90.+5).

Zuspruch erhielt Blessin von Dortmunds Trainer Niko Kovac. „Ich bin der Glückliche. Der Kontakt war da, ob er drin oder draußen war, kann ich nicht beurteilen“, sagte der Coach, der betonte, er könne verstehen, wie sich der Gästetrainer fühle.