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Bundesliga: Fan-Petition gegen Werder-Boss! Klub reagiert

Fan-Petition gegen Werder-Boss

Gegen Werders Sportchef Clemens Fritz läuft eine Fan-Petition. Bremens Präsident Hubertus Hess-Grunewald äußert sich zur Kritik an Fritz.
Die Stimmung bei Werder Bremen ist am Tiefpunkt. Das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach hat für Trainer Horst Steffen und seine Jungs bereits ein Endspielcharakter.
Gegen Werders Sportchef Clemens Fritz läuft eine Fan-Petition. Bremens Präsident Hubertus Hess-Grunewald äußert sich zur Kritik an Fritz.

Die Kritik an Clemens Fritz bei Werder Bremen wird immer lauter! Nachdem der Klub auf den 15. Tabellenplatz abgerutscht ist, haben Fans eine Petition gegen den Geschäftsführer Profifußball gestartet, welche am Samstagmorgen bereits über 3700 Unterschriften vorwies.

Ziel der Petition mit der Überschrift „Genug ist genug“ sei es, eine außerordentliche Mitgliederversammlung mit nur einem Tagesordnungspunkt einzuberufen: „Bewertung der Amtsführung von C. Fritz.“

Werder nimmt Fan-Petition zur Kenntnis

Von der Deichstube wurde Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald auf die Petition angesprochen: „Es ist bei sportlichem Misserfolg auch in der Vergangenheit so gewesen, dass sich in der Mitgliedschaft Frust und Sorgen erhöhen. Das nehmen wir sehr ernst. Wir haben auch die Petition zur Kenntnis genommen“, erklärte der Funktionär.

Das Ziel der Petition liegt bei 7000 Unterschriften, denn in Paragraph 15 der Vereinssatzung ist festgelegt, dass außerordentliche Mitgliederversammlungen unter anderem zustande kommen können, „wenn ein Zehntel der stimmberechtigten Mitglieder dieses schriftlich unter Angabe eines Zweckes und der Gründe beim Präsidium beantragt“. Dies wäre dann erfüllt.

Vergangene Mitgliederversammlung erst zwei Monate her

„Ein solcher Antrag müsste dann geprüft werden, bevor die organisatorischen Vorbereitungen einer Mitgliederversammlung getroffen würden“, erklärte Hess-Grunewald. Das bedeutet: Selbst wenn das Ziel erreicht wird, muss es nicht zwingend zu einer Mitgliederversammlung kommen.

Der 65-Jährige verwies zudem darauf, dass erst vor zwei Monaten eine Versammlung stattgefunden habe, bei welcher „sowohl ausführlich über den Sport diskutiert worden ist als auch die entscheidenden Gremien des Vereins neu besetzt worden sind“.

Fritz? Werder-Boss wird deutlich

Hinzu erklärte er, dass eine Mitgliederversammlung nur die Diskussion anregen, aber nichts Weiteres beschließen könnte. Hess-Grunewald machte zudem deutlich, dass Fritz im Aufsichtsrat nicht zur Debatte stehen würde.

„Der Aufsichtsrat geht den seit Sommer von der Geschäftsführung eingeschlagenen neuen Kurs vollumfänglich mit und begleitet diesen Prozess kritisch-konstruktiv“, stellte der Präsident klar.

„Wir nehmen die aktuelle Situation sehr ernst“

Er schilderte, dass es im vergangenen Sommer größere Veränderungen im Kader gegeben habe und neue Werte geschaffen worden seien. Den Werder-Bossen sei klar gewesen, dass es dadurch zu schwankenden Leistungen kommen könnte.

Deswegen stärkte Hess-Grunewald Fritz den Rücken: „Wir nehmen die aktuelle Situation sehr ernst, trauen Clemens aber zu, als verantwortlicher Geschäftsführer die richtigen Entscheidungen zu treffen, und sind überzeugt, dass wir mit der Mannschaft – hoffentlich schon gegen Mönchengladbach – wieder in die Erfolgsspur kommen.“

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