Kein Spieler beim BVB hat so viele Spitznamen wie Daniel Svensson: „Duracell-Häschen“, „Daniel Düsentrieb“ oder auch „fleißige Biene“. Niko Kovac drückte schon einige Male seine Wertschätzung für den Linksverteidiger aus.
BVB: Täuscht sich Kovac bei seinem Liebling?
Irrt Kovac bei seinem Liebling?
Und diese Wertschätzung zeigt sich auch in den Spielminuten des Schweden. In bislang jeder Partie in dieser Saison stand der 23-Jährige auf dem Feld. Doch genau das scheint sich aktuell auf seine Leistungen auszuwirken.
Irrt Kovac bei Dauerläufer Svensson?
Svensson ist der Dauerläufer der Dortmunder schlechthin. Bei den Laufwerten ist er in jedem Spiel vorne mit dabei. Sein Spiel ist intensiv und einsatzfreudig - kein Wunder, dass er unter Fitnessfanatiker Kovac von Anfang an ganz hoch im Kurs stand.
„Spieler, die fit sind - so wie Daniel zum Beispiel - können jedes Spiel spielen“, erklärte der BVB-Trainer einst. Doch irrt Kovac hier?
BVB-Verteidiger Svensson am Limit
Denn bei aller enormen Laufbereitschaft fallen in den letzten Spielen vor allem seine dürftigen Offensivbemühungen auf. Zu wenig geht über seine linke Seite, zu ungenau sind seine Zuspiele. Gerade bei Flanken ist noch ganz viel Luft nach oben.
Auch Svensson ist einer der Gründe, wieso das Offensivspiel des BVB aktuell so lahmt. Beim Ausgleich gegen St. Pauli verschuldete er unnötig den Freistoß und war im Anschluss auch nicht nah genug bei seinem Gegenspieler, dem Torschützen Ricky-Jade Jones.
Untypisch, denn normalerweise war der Blondschopf zumindest in der Defensive immer zuverlässig. Gerade in der Rolle als Schienenspieler stößt Svensson an seine Grenzen.
Kovacs System passt nicht perfekt zu Svensson
Seine bevorzugte Position wäre hinten links in einer Viererkette. Doch die gibt es in dieser Art und Weise nicht mehr im System von Kovac mit Dreier-/Fünferkette und zwei höherstehenden Schienenspielern, die sowohl offensiv als auch defensiv mitackern sollen.
Genau dieses Profil hat Spuren bei ihm hinterlassen. In jedem der bisherigen 27 Saisonspiele lief der Schwede für die Borussia auf.
Dazu kommen Länderspiele - im Jahr 2025 waren es insgesamt acht, in den letzten drei im November und Oktober jeweils von Beginn an. Trotz Kovacs Überzeugung wirkt er überspielt, eine (weitere) Pause täte ihm gut.
BVB will auf Svensson-Position nachbessern
Gegen Bremen half bereits der flexibel einsetzbare Julian Ryerson hinten links aus, Yan Couto startete rechts - und genau das sah gar nicht einmal schlecht aus.
Doch eine richtige Pause bekommt Svensson nicht, auch weil Kovac die Optionen fehlen. Ramy Bensebaini läuft meist in der Innenverteidigung auf, Almugera Kabar steht vor einem Wechsel.
Die Verantwortlichen haben das Problem erkannt und suchen nach Verstärkung. Der 17 Jahre alte Kaua Prates von Cruzeiro Bello Horizonte steht hoch im Kurs.
„Wir kennen den Spieler ganz gut, er ist ein interessanter Spieler, aber auch da sind es erstmal Gerüchte“, sagte Lars Ricken, Geschäftsführer Sport beim BVB: „Prinzipiell sind wir auf der Position gut aufgestellt, weshalb es kurzfristig keinen Handlungsbedarf gibt.“
Sollten die Dortmunder - so wie es gerade aussieht - den Transfer über die Bühne bekommen, könnte sich die Rolle von Kovacs Liebling zeitnah ändern.