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Gegner des FC Bayern kennt die brutalen Schattenseiten

Bayern-Gegner kennt die Schattenseiten

Der Trainer des nächsten Bayern-Gegners hat eine bewegte Karriere mit brutalen Tiefschlägen hinter sich. Der Rückblick macht ihn demütig.
Trainer-Talent Daniel Bauer ist aktuell noch Interimstrainer beim VfL Wolfsburg. Doch im Winter könnte er zum Chefcoach befördert werden.
Der Trainer des nächsten Bayern-Gegners hat eine bewegte Karriere mit brutalen Tiefschlägen hinter sich. Der Rückblick macht ihn demütig.

Der neue Trainer Daniel Bauer vom Bundesligisten VfL Wolfsburg wurde auch durch die Schattenseiten des Profifußballs auf seinen Job vorbereitet.

„Es gab durchaus Phasen in meinem Leben, da hatte ich Existenzängste, vor allem wegen der vielen Verletzungen“, verriet der 43-Jährige dem kicker vor dem Spiel gegen den FC Bayern am Sonntag.

In der Saison 2007/08 stand der ehemalige Zweitligaspieler ohne Verein da, war arbeitslos: „Ich habe damals am VDV-Proficamp für arbeitslose Fußballer teilgenommen“, berichtet er. Wegen großer Schmerzen an der Patellasehne musste er sich aber zum wiederholten Mal unters Messer legen.

„Sechs, sieben Männer, alle mit Sturmmasken“

Insgesamt elf Operationen musste Bauer über sich ergehen lassen, ehe er die Schuhe an den Nagel hängte. „Heute kann ich sagen: Die Situationen haben mich abgehärtet, widerstandsfähig gemacht.“

Den vielleicht größten Albtraum erlebte der VfL-Coach in seiner Zeit beim 1. FC Magdeburg. Eine Gruppe vermummter Männer suchte ihn damals in seiner Wohnung auf.

„Sechs, sieben Männer, alle mit FCM-Sturmmasken. Das war ein kompletter Schockmoment. Das ist eine Situation, die ich keinem Spieler wünsche“, berichtete Bauer. Es seien Grenzen überschritten worden: „Ich habe danach nie wieder für den Klub gespielt.“

Bauer wurde vor rund drei Wochen zum Cheftrainer bei den abstiegsbedrohten Niedersachsen befördert.

In seiner aktiven Zeit kam er aufgrund zahlreicher Operationen „nur“ zu 26 Zweitligaspielen für Eintracht Trier. Laut Bauer wäre ohne die Verletzungen in der 2. Liga mehr drin gewesen, aber „für die Bundesliga war ich zu langsam“.

Mit dem Sprung auf die Trainerbank fand Bauer mehr Erfüllung, als das auf dem Platz zuvor der Fall war: „Schon in Hannover ist mir bewusst geworden, dass mich mein Körper nicht mehr aufhält.“

----- mit Sport-Informations-Dienst