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Köln: Kwasniok will nach Erleichterung "nüchtern bleiben"

Köln: Kwasniok will „nüchtern bleiben“

Der Aufsteiger liegt nach dem Sieg über Mainz acht Punkte vor einem direkten Abstiegsplatz.
Großer Jubel bei Lukas Kwasniok
Großer Jubel bei Lukas Kwasniok
© IMAGO/Mika Volkmann/SID/Mika Volkmann
Der Aufsteiger liegt nach dem Sieg über Mainz acht Punkte vor einem direkten Abstiegsplatz.

Der erste Ligasieg seit Anfang November hat beim 1. FC Köln und Trainer Lukas Kwasniok für Aufatmen gesorgt. „Heute sind es drei Punkte mit einer gewissen Erleichterung“, sagte der 44-Jährige nach dem erlösenden 2:1 (0:1) über den FSV Mainz 05.

„Wenn du länger nicht gewinnst, fühlt sich ein Sieg dann etwas größer an“, sagte Kwasniok und mahnte gleichzeitig zur Vernunft: „Aber nüchtern betrachtet gibt es genau drei Punkte für ihn. Wir sollten nüchtern bleiben.“

Mit dem ersten Erfolg nach zuletzt acht Spielen ohne Sieg in Serie steht der Aufsteiger bei 20 Punkten und hat acht statt wie im Fall einer weiteren Niederlage vier Punkte Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze.

Das lag auch an Ragnar Ache. In der 57. Minute köpfte der Stürmer zum Ausgleich ein, in der 86. Minute sorgte er für den viel umjubelten Befreiungsschlag. Zuvor war Mainz durch Stefan Bell in Führung gegangen (29.).

Kwasniok dankte zudem den Fans, sie seien „der spielentscheidende Faktor“ gewesen. „An dieser Stelle ein Dankeschön an das Stadion, an die Südkurve und an die Mannschaft, weil sie das, was wir ihnen in der zweiten Halbzeit auf den Weg gegeben haben, nämlich mutig zu sein, beherzigt haben“, sagte Kwasniok: „Den Mutigen gehört die Welt und heute der Sieg.“

Die nötige Courage vermisste derweil Mainz-Coach Urs Fischer, sein Team sei zu passiv geworden: „Wichtig ist, dass wir daraus lernen. Es wird in kommenden Spielen auch wieder solche Spiele geben, wo der Gegner mal Druck aufbaut. Du musst mutig bleiben, darfst dich nicht verstecken.“

Die Rheinhessen kassierten die erste Niederlage unter Fischer, seitdem der Schweizer Anfang Dezember das Traineramt des entlassenen Bo Henriksen übernommen hat und sind nun wieder Tabellen-Vorletzter.