Der frühere Bundesliga-Profi Hans Sarpei hat deutliche Kritik an Trainer Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln geübt.
Wegen El Mala: Hans Sarpei übt Kritik an Lukas Kwasniok
Sarpei wird wegen El Mala deutlich
Sarpei äußerte sich bei At Broski – Die Sport-Show, wo der langjährige Bundesliga-Spieler insbesondere die Rolle von Said El Mala und die begrenzte Einsatzzeit des 19 Jahre alten Offensivspielers thematisierte.
Sarpei kritisiert Kwasniok
Kwasniok sieht El Mala weiterhin vor allem als Einwechselspieler, der von der Bank aus Spiele entscheiden kann. Gegen dieses Rollenprofil protestierte Sarpei deutlich: „Durch den Hype um Said El Mala, bei dem niemand geglaubt hat, dass er so einschlägt, steht er unter Druck, warum er nicht von Anfang an spielt. Kwasniok moderiert das nicht gut. Er lässt zu, dass der Druck entsteht.“
Kwasniok hatte Toptalent El Mala beim jüngsten 2:2 in Heidenheim in der Halbzeit eingewechselt.
Das zeigte sofortige Wirkung, der Joker traf kurz nach Wiederanpfiff. Er zog von der linken Seite nach innen und feuerte einen leicht abgefälschten Schuss von der Strafraumkante unhaltbar unter die Latte.
1. FC Köln: Sarpei fordert Stammplatz für El Mala
Sarpei sieht ein strukturelles Problem und legt nach: „Immer nur zu sagen, ‚El Mala ist nur ein Spezialist, wenn er reinkommt‘, glaubt dir irgendwann keiner. Wenn er reinkommt und Tore macht, muss er eben von Anfang an spielen."
Der Ex-Kicker weiter: „Du musst ihm beibringen, dass er 90 Minuten spielen kann, defensiv arbeitet. Das schaffen andere ja auch. Das sind seine Aufgaben als Trainer.“
Said El Mala ist nach nur einem halben Jahr bei den Profis des 1. FC Köln nicht nur der wertvollste Spieler im Kader, sondern auch Topscorer des Bundesliga-Aufsteigers – und dennoch kein Stammspieler.
In 16 Saisonspielen stand der 19-Jährige lediglich sechsmal in der Startelf, zuletzt fehlte er zweimal in Folge in der ersten Elf.
El Mala steht mittlerweile bei vier Jokertreffern. Womöglich auch deshalb hielt Kwasniok trotz wachsender Kritik aus dem Umfeld des FC bislang an seiner Linie fest.