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Wildes BVB-Spektakel! Joker rettet Dortmund einen Punkt

Wildes BVB-Spektakel

Der BVB gibt gegen Eintracht Frankfurt gleich zweimal eine Führung aus der Hand. Frankfurts neue Sturmhoffnung trumpft direkt auf - dann folgt eine dramatische und verrückte Schlussphase.
Borussia Dortmund holt in einem wilden Bundesligaspiel nach der Winterpause einen Punkt in Frankfurt. Nico Schlotterbeck ist angesichts der drei Gegentore kritisch gestimmt.
Der BVB gibt gegen Eintracht Frankfurt gleich zweimal eine Führung aus der Hand. Frankfurts neue Sturmhoffnung trumpft direkt auf - dann folgt eine dramatische und verrückte Schlussphase.

Völlig wilde Nummer zum Jahresauftakt! Eintracht Frankfurt und der BVB haben sich nach einer überaus dramatischen Schlussphase mit 3:3 (1:1) getrennt.

Die Mannschaft von Niko Kovac verspielte dabei gleich zweimal eine Führung und hatte nach einem Tor von Ex-Dortmunder Mahmoud Dahoud die Niederlage schon dicht vor Augen, aber der eingewechselte Carney Chukwuemeka rettete den Dortmundern in letzter Sekunde noch einen Punkt (90.+6).

Guirassy verursacht Elfmeter: „Er weiß selbst...“

Maximilian Beier hatte die Dortmunder nach Vorlage von Julian Ryerson in Führung gebracht (10.). Offensivjuwel Can Uzun glich vom Elfmeterpunkt aus (22.). Serhou Guirassy hatte zuvor Frankfurts Robin Koch im eigenen Sechzehner foulwürdig am rechten Bein erwischt - Schiedsrichter Daniel Schlager zögerte nicht lange und entschied auf Strafstoß.

„Ich habe gerade mit Serhou gesprochen. Er weiß selbst, dass er da so nicht hingehen darf. Das passiert vielleicht einmal von zehnmal. Ärgerlich in der Situation“, machte Waldemar Anton nach Abpfiff bei Sky deutlich: „Aber es ist alles okay, wir hatten danach viele Möglichkeiten und hätten das Spiel am Ende auch gewinnen können.“

Traumeinstand von Ebnoutalib

Felix Nmecha sorgte nach einem abgefälschten Schuss für die neuerliche Führung (68.), aber Winterneuzugang Younes Ebnoutalib erzielte im direkten Gegenzug sein erstes Eintracht-Tor (71.). „Herrlich den Ball mitgenommen - der Abschluss war herausragend“, sagte Sky-Experte Fredi Bobic.

Verrückte Schlussphase - Chukwuemeka rettet BVB

Nico Schlotterbeck traf in der 90. Minute nach einem Kopfball nur die Latte und wieder ließ die Antwort der Eintracht nicht lange auf sich warten. Dahoud traf in der Nachspielzeit (90.+2) zum zwischenzeitlichen 3:2. „Ich bin sehr glücklich. Andererseits nicht, wenn wir zum Schluss noch das 3:3 kassieren. Es ist okay. Aber drei Punkte wären besser zu Hause“, sagte Dahoud nach Abpfiff.

Chukwuemeka stahl den Hessen noch den sichergeglaubten Sieg (90.+6). Der Engländer war erst in der 87. Minute für Julian Brandt eingewechselt worden, tief in der Nachspielzeit stellte er dann seine Jokerqualitäten unter Beweis.

„Das Positive, das wir mitnehmen können, ist, dass wir das Spiel nicht verlieren. Aber wenn man ein Spiel so kontrolliert, solche Chancen hat und dann das Spiel nicht gewinnt, ist das nicht gut“, resümierte Nationalspieler Nmecha.

Harter Fight zwischen Dortmund und Frankfurt

Es war eine hart umkämpfte Partie, die mit voranschreitender Spieldauer zunehmend ruppiger wurde. So sahen die BVB-Verteidiger Anton (29.) und Niklas Süle (41.) im ersten Durchgang die Gelbe Karte. Im zweiten Durchgang hatte Anton nach einem weiteren Foul etwas Glück, dass er nicht mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde (49.).

Auch Frankfurts Arthur Theate erwischte es (43.), der nach einem harten Einsteigen verwarnt wurde und die Welt nicht mehr verstand. In der zweiten Halbzeit sahen dann auch Nathaniel Brown und Arnaud Kalimuendo die Gelbe Karte. Auch der eingewechselte Emre Can wurde noch verwarnt.

Frankfurts neues Sturmduo überzeugt

Bei der Eintracht durfte die neue Sturmhoffnung Ebnoutalib direkt von Beginn an ran. Mit Kalimuendo debütierte dann noch ein weiterer Stürmer-Neuzugang. Der Franzose wurde für Uzun eingewechselt (63.).

Und das Duo drückte dem Spiel seinen Stempel auf - Kalimuendo bereitete den Treffer von Ebnoutalib unmittelbar nach seiner Einwechslung mustergültig vor. Der gebürtige Frankfurter Ebnoutalib hatte für Zweitligist Elversberg diese Saison bereits zwölf Tore erzielt und wechselte im Winter für zehn Millionen Euro (inklusive Bonuszahlungen) an den Main. Kalimuendo kam auf Leihbasis von Premier-League-Klub Nottingham Forest.

In der Tabelle liegt der BVB mit 33 Punkten auf Rang zwei. Die Eintracht belegt mit 26 Punkten Rang sieben.