Bundesliga>

Bundesliga: Was war das denn? Verrückte Szene bei RB-Sieg

Bizarre Szene bei RB-Sieg

RB vermiest den Kölnern die Karnevalsstimmung - und fährt mit Selbstvertrauen zum Pokalkracher nach München. Eine Szene um Christoph Baumgartner erregt die Gemüter.
Nach der knappen 2:1-Niederlage gegen RB Leipzig zeigt sich Köln-Trainer Lukas Kwasniok enttäuscht. Für ihn wäre ein Remis verdient gewesen.
RB vermiest den Kölnern die Karnevalsstimmung - und fährt mit Selbstvertrauen zum Pokalkracher nach München. Eine Szene um Christoph Baumgartner erregt die Gemüter.

RB Leipzig hat nach durchwachsenen Wochen in der Bundesliga dank Doppelpacker Christoph Baumgartner wieder in die Erfolgsspur gefunden. Gleichzeitig stand der Angreifer auch noch auf der anderen Seite bei einer äußerst kuriosen Szene im Mittelpunkt.

Beim Debüt von Neuzugang Brajan Gruda siegte das Team von Trainer Ole Werner mit 2:1 (1:0) beim 1. FC Köln, kletterte damit auf Rang vier und geht mit einem positiven Gefühl in das DFB-Pokal-Viertelfinale am Mittwoch beim FC Bayern.

Baumgartner (29./56.) erzielte vor 49.000 Zuschauern im Müngersdorfer Stadion beide Treffer der Leipziger, die zuvor nur sieben Punkte aus sieben Ligaspielen geholt hatten.

Baumgartner sorgt für kuriosen Jubel

In der Schlussphase der Partie verhinderte Baumgartner mit einer strittigen Aktion außerdem einen Gegentreffer. Kurz vor der Linie klärte er einen Ball mit der Hand, es roch nach Elfmeter - auch wenn der Ball zunächst auch den Körper des RB-Stars getroffen hatte.

Trotz des vermeintlichen Regelverstoßes bejubelte der Österreicher seine Rettungstat enthusiastisch. Die Kölner wiederum protestierten, der VAR schritt ein und schickte Referee Frank Willenborg an die Seitenlinie. Die Szene hätte wohl zu einem Strafstoß geführt, wenn die Unparteiischen nicht doch noch eine Abseitsentscheidung im Vorfeld ausgemacht hätten.

Für den FC war der zwischenzeitliche Ausgleich von Jan Thielmann (51.) nicht genug, der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt für den Aufsteiger von Trainer Lukas Kwasniok zu Beginn der Karnevals-Woche nur noch vier Punkte.

Baumgartner nach Sperre zurück

U21-Vizeeuropameister Gruda rückte wenige Tage nach seiner Rückkehr aus England direkt in die Startelf der Gäste. Der Leihspieler von Brighton & Hove Albion, der noch auf den WM-Zug aufspringen will, passe „perfekt zu RB Leipzig und verstärkt uns nochmal“, sagte Werner vor dem Anpfiff bei DAZN.

Benjamin Henrichs feierte nach seinem Achillessehnenriss und drei Kurzeinsätzen sein Startelf-Comeback, Baumgartner kehrte nach Gelbsperre beim 1:2 gegen den FSV Mainz 05 zurück.

Bei Köln stand Said El Mala mal wieder in der Anfangsformation, stattdessen fehlten Linton Maina (Rippenprellung) und Alessio Castro-Montes (Muskelverletzung), Bayern-Leihgabe Felipe Chávez (18) nahm zunächst auf der Bank Platz.

„Ich hoffe, dass aller guten Dinge drei sind“, sagte Kwasniok nach den Heimsiegen gegen Mainz (2:1) und Wolfsburg (1:0). Nun wolle man auch gegen ein Spitzenteam bestehen.

El Mala hat die Führung auf dem Fuß

Und vor allem nicht an die fünfte Jahreszeit denken, die ab Donnerstag mit dem Beginn des Straßenkarnevals ihren Höhepunkt erreicht. „Das interessiert mich heute einen feuchten Bums“, sagte Kwasniok, der seiner Mannschaft einen klaren Matchplan an die Hand gegeben hatte.

Leipzig übernahm die Spielkontrolle, der FC lauerte auf Konter - und hatte durch El Mala die erste gute Gelegenheit (5.). Sein Abschluss war jedoch leichte Beute für RB-Keeper Peter Gulácsi. Auf der anderen Seite traf Romulo aus dem Gewühl den Pfosten (6.).

Köln spielte in einem anfangs unterhaltsamen Spiel mutig mit, erneut hatte El Mala die Führung auf dem Fuß (22.). Grudas erster Abschluss wurde im letzten Moment von Cenk Özkacar geblockt (24.). Beim Freistoß von David Raum aus dem rechten Halbfeld kam der Ex-Leipziger Eric Martel gegen Baumgartner zu spät.

Bis zur Pause passierte anschließend wenig. Nach einem Solo von El Mala kam der Ball dann aber über Umwege zu Thielmann, der den Ball im Fallen unhaltbar für Gulacsi in den linken Winkel setzte. Leipzig monierte im Vorfeld ein Foul von Isak Jóhannesson an Antonio Nusa, doch auch der VAR hatte keine Einwände. RB brauchte jedoch keine fünf Minuten, um erneut in Führung zu gehen. Nusa (84.) verpasste das 3:1 bei einem Pfostenschuss.

-----

Mit Sport-Informations-Dienst (SID)