Am Donnerstagabend haben sich Oliver Kahn, Marcel Reif und Roman Weidenfeller bei Sky im „Triple – der Fußballtalk“ zum Leistungstief von Karim Adeyemi und den Diskussionen um sein Auftreten neben dem Platz geäußert.
BVB: Ist für Adeyemi Fußball nur Nebensache? Kahn und Weidenfeller äußern sich
Causa Adeyemi: „Das darf nicht sein“
Der ehemalige Bayern-Boss sieht in dieser Angelegenheit vor allem die Verantwortlichen beim BVB in der Pflicht „Der Junge kann es doch. Du musst es einfach aus ihm rausholen“, betonte Kahn.
Adeyemi stand zuletzt am 1. Februar im Spiel gegen den 1. FC Heidenheim in der Startelf und befindet sich weiterhin in einem Leistungsloch. Sein letzter Pflichtspieltreffer für den BVB gelang ihm am 17. Januar beim 3:2-Erfolg gegen den FC St. Pauli.
Adeyemis Bankplatz beim BVB hat Gründe
Zuletzt sorgte auch sein Auftritt in einem Rap-Video seiner Freundin, der Rapperin Loredana, für Schlagzeilen. Dies erhitzte im SPORT1-Doppelpass die Gemüter. Stefan Effenberg kritisierte: „Er sitzt zumeist auf der Bank, und das hat Gründe.“
Bereits zu Beginn der Saison sorgte der Flügelstürmer mit einer Affäre um eine „Mystery Box“ mit illegalen Waffen aus dem Internet sowie verweigerten Handschlägen nach Auswechslungen für Aufsehen.
Sind sein Leben und Auftreten in der Öffentlichkeit einer der Gründe für seine aktuelle Bankrolle? Kommentatoren-Legende Reif hat dazu eine klare Meinung: „Ich lese nur: ‚Da kommt wieder ein Rap oder irgendein Krampf.‘ Da muss man ihn fragen: ‚Ist das für dich dein Berufsleben?‘“
Adeyemi? „Du bist Fußballer und wirst dafür bezahlt“
Reifs Worte an den deutschen Nationalspieler sind eindeutig: „Du bist Berufsfußballer, hast einen Vertrag und wirst dafür bezahlt. Irgendwann muss dann auch Leistung kommen. Vielleicht muss er seinen Job für sich selbst stringenter definieren.“
Auch der ehemalige BVB-Torhüter Roman Weidenfeller sieht das ähnlich. „Es darf niemals sein, dass der Job zur Nebensache wird. Man darf sich nicht von den Nebensächlichkeiten ablenken lassen. Das Wichtigste ist, erfolgreich Fußball zu spielen“, sagte er.