Im wochenlangen Poker von Dayot Upamecano und dem FC Bayern ist eine Entscheidung gefallen - kurz bevor die Verhandlungen einen womöglich nicht wieder rückgängig zu machenden Dämpfer erhielten.
Wie es doch noch zur Einigung kam
Warum Upamecano doch unterschreibt
Der Verteidiger hat dem Vertragsangebot des Rekordmeisters zugestimmt. Was mehrere deutsche Medien und der Transferexperte Fabrizio Romano berichten, kann SPORT1 bestätigen.
Eine vom FC Bayern ausgesprochene Deadline lief ab, als sich das Lager des Franzosen bei den Vereinsbossen meldete - und doch noch die erhoffte Zusage gab.
Upamecano kurz vor der Unterschrift
Akzeptiert wurde dabei das seit Wochen vorliegende Angebot, das die Bayern trotz des Zögern Upamecanos nicht mehr verbessern wollten.
Laut Bild-Zeitung und Sky hatten die Bayern ihre Offerte an Upamecano sogar bereits mit einer schriftlichen Erklärung zurückgezogen. Erst danach habe sich das Lager des Abwehrspielers gemeldet.
Nun fehlt nur noch der finale, aber entscheidende Schritt: die Unterschrift. Der neue Vertrag soll Berichten zufolge bis 2030 oder 2031 gültig sein.
Hoeneß und Co. drängten auf Entscheidung
Die Münchner kämpfen seit vielen Wochen um Upamecano, der den Verein im Sommer ablösefrei verlassen könnte. Als mögliche Interessenten wurden Paris Saint-Germain und Real Madrid gehandelt.
Zuletzt hatte sich Ehrenpräsident Uli Hoeneß in die Diskussion um den 27-Jährigen eingeschaltet und über dessen Berater geschimpft. Er hatte dabei angedeutet, dass die Agenten Upamecano „aus München weglotsen“ wollen. Obwohl sich dieser in München sehr wohlfühle.
Dazu passt: Upamecano hatte schon Anfang des Jahres eine Aussage getroffen, die zumindest suggeriert, dass er sich einen Verbleib wünsche, er aber keinen direkten Einfluss auf die Verhandlungen habe. „Ich hoffe, es gibt bald eine Lösung und ich kann weitermachen“, sagte er damals. Immer wieder verwies er davor bei Nachfragen zu seiner Zukunft auf seinen Berater.
Upamecano wurde Mega-Angebot gemacht
Neben Hoeneß hatten zuletzt auch die anderen Bayern-Verantwortlichen um Sportvorstand Max Eberl mehrmals auf eine baldige Entscheidung gepocht.
Die Bayern hatten Upamecano im Sommer 2021 für 42,5 Millionen Euro verpflichtet. Spätestens unter Trainer Vincent Kompany entwickelte sich der Nationalspieler zu einem Topverteidiger und unumstrittenen Stammspieler.
In den vergangenen Wochen war immer wieder über angebliche Details zu der Vertragsofferte berichtet worden. So sollte Upamecano ein Handgeld von 20 Millionen Euro erhalten, auch sein potenzielles neues Jahresgehalt soll sich in diesem Bereich befinden.
Gleichzeitig erklärte sich Bayern wohl auch bereit, dem Spieler eine Ausstiegsklausel zuzugestehen.