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FC Bayern: "Jedes einzelne Wort war perfekt"

Doppelpass verneigt sich vor Kompany

Nach dem denkwürdigen Statement von Vincent Kompany zum Rassismus-Eklat finden die Gäste im Doppelpass anerkennende Worte für den Bayern-Trainer.
Vincent Kompany äußert sich ausführlich zum Rassismus-Vorfall um Vinícius Jr. beim Spiel von Real Madrid bei Benfica Lissabon - und äußert dabei auch deutliche Kritik am Verhalten von José Mourinho.
Nach dem denkwürdigen Statement von Vincent Kompany zum Rassismus-Eklat finden die Gäste im Doppelpass anerkennende Worte für den Bayern-Trainer.

Nach dem vielbeachteten und denkwürdigen Monolog von Bayern-Trainer Vincent Kompany zum Rassismus-Eklat haben die Gäste im SPORT1-Doppelpass am Sonntagmittag klare Haltung gezeigt. Mit großem Respekt und deutlicher Anerkennung würdigten sie die Worte des Belgiers und betonten, welche Signalwirkung und Bedeutung seine Aussagen über den Fußball hinaus haben.

Sportjournalistin Lena Cassel brachte es jugendsprachlich auf den Punkt. Kompany habe „geredet wie ein Löwe“, sagte sie. Besonders beeindruckt zeigte sie sich davon, dass er zwei zentrale Botschaften formuliert habe: zum einen die Universalität der Menschenrechte.

Statt ständigem „Fingerpointing“ habe der Bayern-Trainer „für jeden die Tür offengelassen“, was diese Rede so bemerkenswert machte, erläuterte Cassel.

„So eine Rede gehört in den Bundestag“

Auch Journalist Sven Pistor sprach davon, dass ihn die Worte sehr bewegt hätten. Zwölf Minuten lang habe Kompany das Thema „messerscharf analysiert. „So eine Rede gehört in den Bundestag“, betonte Pistor und machte deutlich, dass diese Ausführungen klar über den Fußball hinausgehen.

Dass dessen Vater als erster Bürgermeister mit afrikanischem Hintergrund in Belgien Geschichte schrieb, verleihe den Worten zusätzliche Tiefe. „Ich habe großen Respekt vor diesem Mann“, beendete er seine Stellungnahme.

Aufgrund der Besonderheit dieser Thematik wurde der Monolog vom Belgier auch intern beim Hamburger Sportverein thematisiert, wie HSV-Sportdirektor Claus Costa berichtete. Der 41-Jährige stellte hervor, dass die Dimensionen, die der Bayern-Trainer aufzeigte, bemerkenswert gewesen seien. „Für mich ist er nicht nur ein Fußballtrainer, sondern eine besondere Persönlichkeit“, sagte Costa.

Bayern-Trainer Kompany: „großartiger Mensch“

„Was wir aus dieser Situation mitnehmen können, ist nicht nur das Zusammenkommen”, holte Steffen Freund aus und sagte weiter: „Das war Rassismus und der Benfica-Spieler muss bestraft werden. Punkt, Aus. Das hat da nichts zu suchen.“

SPORT1-Experte Stefan Effenberg zeigte sich ebenfalls beeindruckt. „Jedes einzelne Wort, das er gewählt hat, war perfekt und trifft es auf den Punkt“, sagte Effenberg. Für ihn steht fest: Kompany sei nicht nur „ein herausragender Fußballtrainer, sondern ein ganz großartiger Mensch“.