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Wut-Auftritt von Bayer-Stars im Derby

Wut-Auftritt von Bayer-Stars

Die Siegesserie des Vizemeisters reißt beim derzeit kriselnden Westrivalen. Mehrere Stars zeigen ihre Wut im Derby.
Seit 17 Spieltagen steht Eugen Polanski nun bei Borussia Mönchengladbach an der Seitenlinie. Doch mit nur einem Sieg aus den vergangenen sieben Partien zeigt die Formkurve der Fohlen klar nach unten. Besonders die Offensive bereitet zunehmend Anlass zur Sorge.
Die Siegesserie des Vizemeisters reißt beim derzeit kriselnden Westrivalen. Mehrere Stars zeigen ihre Wut im Derby.

Bayer Leverkusen hat sich beim kriselnden Westrivalen Borussia Mönchengladbach einen Ausrutscher im engen Champions-League-Rennen geleistet. Der Vizemeister musste sich im Bundesliga-Topspiel am Samstagabend nach einer lange enttäuschenden Vorstellung mit einem 1:1 (1:1) begnügen. Nach zuvor vier Erfolgen riss damit auch die kurze Siegesserie der Werkself.

Mehrere Bayer-Stars und Trainer Kasper Hjulmand wüteten während der Partie und zeigten ihren Frust deutlich. In der 67. Minute sorgte der kurz zuvor eingewechselte Exequiel Palacios mit einem Streit mit Kevin Stöger für eine Rudelbildung. Palacios wurde sogar das Trikot ausgezogen. Kurz danach vertrugen sich die Streithähne.

Sky-Experte Lothar Matthäus sagte: „Genau so gehört es. Erstmal Aggressivität rauslassen. Das gehört alles dazu. Kein Schlagen, kein Spucken, ein bisschen Aggression ist okay. Beide Gelbe Karte, Shakehands und weiter geht es.“

In der Schlussphase fingen sich dann mit dem ausgewechselten Patrik Schick und Coach Hjulamand noch weitere Gelbe Karten ein wegen massiven Meckerns in Richtung Schiedsrichter.

Palacios und Stöger geraten aneinander

Matthäus sagte über den wütenden Schick: „Sehr viel Temperament. Das habe ich von ihm vorher auf dem Feld heute nicht gesehen. Er ist gar nicht in Szene gesetzt worden, wohl unzufrieden und dann kommt die Aggressivität aufgrund der vermeintlichen Fehlentscheidung. Der dampft.“

Yannik Engelhardt (10.) sorgte für die frühe Führung der Gladbacher. Da Philipp Sander (45.) ein unglückliches Eigentor unterlief, blieb Bayer aber immerhin gegen den „Lieblingsgegner“ zum 13. Mal nacheinander ungeschlagen. Das Team von Trainer Eugen Polanski, dem nur ein Sieg in den jüngsten acht Spielen gelungen ist, bleibt trotz des Punktgewinns in Reichweite der Gefahrenzone: Der Vorsprung auf den Relegationsrang beträgt nur drei Punkte.

Gladbachs Präsident Rainer Bonhof hatte dem Trainer schon vor dem Anpfiff das Vertrauen ausgesprochen. „Ich bin überzeugt, dass er diese Flaute gemanagt bekommt“, sagte er der Rheinischen Post.

Polanski, der beim Last-Minute-Punktgewinn im Hinspiel (1:1) seine Premiere gefeiert hatte, wollte mutige Gladbacher sehen. Es dürfe nicht „die Angst im Vordergrund stehen, etwas zu verlieren“, sagte der VfL-Coach angesichts des jüngsten Negativtrends.

Gladbach holt wichtigen Punkt

In einer zerfahrenen Anfangsphase fiel die Führung aus dem Nichts - und unter Mithilfe der Gäste. Bayers Torhüter Janis Blaswich spielte einen unnötigen Kurzpass auf Aleix Garcia, der den Ball in Bedrängnis verlor. Blaswich parierte zwar den Versuch von Haris Tabakovic, bei Engelhardts Nachschuss war er aber machtlos.

Die Borussia entwickelte nur vereinzelt Gefahr, dafür verteidigte Polanskis Elf konzentriert. Die Leverkusener, bei denen Kapitän Robert Andrich eine Pause erhielt, enttäuschten vor der Pause. Danach steigerte sich die Werkself, verpasste den Erfolg aber.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)