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Nächste Enttäuschung für Köln

Nächste Enttäuschung für Köln

Für Aufsteiger Köln bleibt die Lage angespannt. Der FC Augsburg macht am Freitagabend einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt.
Kölns Trainer Lukas Kwasniok erklärt, welche Kleinigkeiten dem Aufsteiger trotz der ordentlichen Ausgangslage noch fehlen.
Für Aufsteiger Köln bleibt die Lage angespannt. Der FC Augsburg macht am Freitagabend einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt.

Der FC Augsburg hat im 500. Bundesligaspiel seinen Höhenflug dank eines spektakulären Hackentreffers von Rodrigo Ribeiro fortgesetzt, für den 1. FC Köln bleibt die Lage im Abstiegskampf dagegen angespannt: Der FCA gewann gegen den Aufsteiger mit 2:0 (0:0) und beendete nach sechs sieglosen Spielen seine Negativserie gegen die Kölner.

Die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok gerät dagegen nach jetzt vier Spielen mit nur einem Punkt immer mehr unter Druck. Am Wochenende könnte der Vier-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsplatz weiter schmelzen.

„Da haben wir echt dran zu knabbern“, erklärte Kwasniok bei Sky: „Wir haben immer das Gefühl, dass wir ein Spiel gewinnen können, aber de facto ist es so, dass wir aktuell zu viele nicht gewinnen.“

Im Jubiläumsspiel, das gleichzeitig auch den 150. Ligasieg bereithielt, brachte Ribeiro das Team von Manuel Baum in der 55. Minute sehenswert in Führung. Alexis Claude-Maurice besorgte nach einem Konter Sekunden vor Schluss die Entscheidung auf das leere Tor, nachdem FC-Torhüter Marvin Schwäbe bei einer Ecke aufgerückt war (90.+5).

Augsburg stellt Heimrekord ein

Augsburg hat nach nun fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen sein Minimalziel Klassenerhalt fast schon erreicht. Zudem stellte der FCA seinen Heimrekord von acht ungeschlagenen Heimspielen aus der Saison 2010/2011 ein.

Köln muss dagegen weiter zittern. In den letzten 15 Spielen gab es nur zwei Siege, dafür neun Pleiten. Am kommenden Spieltag ist das Team von Kwasniok gegen Borussia Dortmund gefordert.

Nach zuletzt guten Leistungen forderte Baum sein Team auf, „ambitioniert“ und „hungrig“ zu bleiben. Kwasniok sprach von einem „wichtigen Spiel“ für seinen FC. Man habe zuletzt „Punkte liegen lassen“. Allerdings plagten die Kölner in Augsburg erhebliche Personalprobleme.

Immerhin saß Shootingstar Said El Mala, den unter der Woche Muskelprobleme plagten, auf der Bank und wurde in der 66. Spielminute eingewechselt. „Bei Said war es so, er hat zwei Tage gar nicht trainiert, gestern das Abschlusstraining mitgemacht und es wäre einfach hirnrissig, ihn jetzt laufen zu lassen“, hatte Kwasniok vor der Partie eingeräumt.

Augsburg beginnt stürmisch

Augsburg übernahm von Beginn an klar das Kommando. Ribeiro sorgte bei Schüssen gleich zweimal für Gefahr (4. und 10.). Köln kam kaum ins Spiel. Erst nach gut 20 Minuten wurde die Partie offener, Köln hatte nun mehr Zugriff. Torchancen blieben auf beiden Seiten Mangelware.

Bei Köln hing Stürmer Ragnar Ache, der am vergangenen Wochenende noch mit einem spektakulären Fallrückzieher-Tor für Furore gesorgt hatte, in der ersten Hälfte weitgehend in der Luft. Nur einmal wurde es für den FCA ansatzweise gefährlich, als Eric Martel per Kopf (38.) die Querlatte traf. So erlebten beide Torhüter vor der Pause einen ruhigen Abend.

Nach dem Wechsel dauerte es nur ein paar Sekunden, da musste FCA-Keeper Finn Dahmen bei einem Kopfball von Kristoffer Lund Hansen erstmals ernsthaft eingreifen. Auf der anderen Seite hatte Marvin Schwäbe gegen Ribeiros Kunststück nach Vorarbeit von Noah Banks keine Chance.

Es entwickelte sich eine umkämpfte Partie. Kwasniok brachte in der 66. Minute El Mala und Köln erhöhte den Druck – jedoch zu spät. Cenk Özkacar verpasste kurz vor dem entscheidenden 0:2 den späten Ausgleich.

Wilde Szene verhindert Kölner Ausgleich

Keven Schlotterbeck rettete den Kopfball des Innenverteidigers auf der Linie. Der anschließende Klärungsversuch wurde aber noch einmal gefährlich. Torhüter Finn Dahmen blieb wachsam und entschärfte die Situation endgültig.

„Mein Gott, er sagte gerade zu mir, dass er glaubt, ich bin der einzige Innenverteidiger, der den Ball mit der Brust annimmt. Ich habe gesagt: ‚Deswegen bist du da für mich‘“, beschrieb Schlotterbeck das anschließende Gespräch mit Dahmen bei Sky.

Weiter führte er aus: „Deshalb haben wir einen Finn Dahmen hinten drin, dass wir die Null heute gehalten haben und im direkten Gegenzug das 2:0 machen. Es ist doch schön, dass es heute so geendet ist.“

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)