Erster Sieg seit 63 Tagen: Albert Riera hat eine perfekte Heim-Premiere als Trainer von Eintracht Frankfurt hingelegt. Die Hessen gewannen das Krisenduell gegen Borussia Mönchengladbach mit 3:0 (2:0) und beendeten ihre Durststrecke von sieben Bundesliga-Partien ohne Dreier. Mit vier Punkten aus zwei Begegnungen konnte der spanische Coach die Talfahrt erstmal stoppen, der Blick kann wieder in Richtung der Europapokalplätze gehen.
Rieras Heim-Premiere glückt: Frankfurt beendet Durststrecke
Frankfurt beendet Durststrecke
Nathaniel Brown (24.), Ayoube Amaimouni-Echghouyab (34.) und Ansgar Knauff (75.) trafen für die SGE, die sich defensiv erneut etwas stabiler als unter Rieras Vorgängern zeigte. „War ein superwichtiges Spiel für uns“, sagte Frankfurts Mario Götze bei Sky. “Gerade nach den letzten Wochen 3:0 zu gewinnen vor den eigenen Fans. Guter, wichtiger Schritt."
Für Riera hatte der frühere Nationalspieler viel Lob übrig. „Was er in der Kürze der Zeit mit uns gemacht hat, war sehr gut“, betonte Götze: „Er ist ein sehr, sehr guter Trainer und gibt uns viel mit. Wir haben noch viele Themen, die wir besser machen müssen, aber wir sind auf einem guten Weg.“
Schröder: „Es fühlt sich komisch an“
Für die Gladbacher, die zwar über weite Strecken optisch überlegen waren, aber vor dem gegnerischen Gehäuse harmlos agierten, geht derweil die Talfahrt mit dem sechsten sieglosen Spiel in Serie ungebremst weiter, die Luft im Abstiegskampf wird immer dünner. Gegen den Angstgegner vom Main gab es seit zehn Partien keinen Dreier mehr.
„Es fühlt sich komisch an“, sagte Gladbachs Sportchef Rouven Schröder: „Wir haben alles aus uns rausgeholt, aber müssen bei so viel Aufwand Ertrag erzielen. Es ist ein enttäuschender Tag.“
Auf ein erneutes Spektakel wie beim nach 6:0-Führung letztlich noch zittrigen 6:4-Erfolg der Eintracht im Hinspiel hatte Riera gar keine Lust. „Hoffentlich wird es nicht wieder so ein Spiel, sonst werde ich mit mehr grauen Haaren herumlaufen“, sagte der Spanier mit einem Schmunzeln.
Frankfurt eiskalt gegen Gladbach
Sein eigenes Team legte vor 59.500 Zuschauern aber furios los, Arnaud Kalimuendo scheiterte gleich zweimal aus guter Position an Moritz Nicolas (4., 11.). Bei der zweiten Chance stürzte der Angreifer allerdings unglücklich auf die Schulter und musste nach 17 Minuten angesichts der Personalnot von Mittelfeldspieler Mahmoud Dahoud ersetzt werden.
Ohne etatmäßigen Angreifer spielte sich die SGE über die linke Seite stark durch, Brown vollendete nach Doppelpass mit Jean-Mattéo Bahoya ins lange Eck. Gladbach hatte seinerseits deutlich mehr Ballbesitz, war wie beim Abschluss von Kota Takai (19.) aber zu harmlos.
Effizient agierte dagegen Frankfurt, Startelf-Debütant Amaimouni-Echghouyab schlenzte bei einem Konter traumhaft ins lange Eck. In der Halbzeit stellte die Borussia das System um, agierte dadurch mit dem Ball insgesamt zielstrebiger.
Knauff macht alles klar
Haris Tabakovic scheiterte per Kopf an Kaua Santos (48.), Joker Shuto Machino wurde in höchster Not geblockt (56.). Die Riera-Elf verteidigte nun generell sehr leidenschaftlich, setzte in der Offensive kaum mehr Nadelstiche.
Doch dann nutzte Joker Knauff einen katastrophalen Fehler von Takai eiskalt aus und sorgte für die endgültige Entscheidung.