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Bundesliga: Hoffenheims Rekordserie reißt gegen Kellerkind

Rekordserie reißt gegen Kellerkind

Die Rekordserie der TSG Hoffenheim reißt ausgerechnet gegen ein Kellerkind. Gegen St. Pauli lassen die Kraichgauer zu viele Chancen ungenutzt.
Am vergangenen Bundesliga-Spieltag hat die TSG Hoffenheim gegen den FC Bayern München verloren. Dabei hat eine kontroverse Schiedsrichterentscheidung für Gesprächsstoff gesorgt. Vor dem Duell mit dem SC Freiburg analysiert TSG-Cheftrainer Christian Ilzer die Situation auf seine eigene, kuriose Art und Weise.
Die Rekordserie der TSG Hoffenheim reißt ausgerechnet gegen ein Kellerkind. Gegen St. Pauli lassen die Kraichgauer zu viele Chancen ungenutzt.

Die Rekordserie der TSG Hoffenheim in der Fußball-Bundesliga ist nach 148 Tagen gerissen. Die Kraichgauer verloren gegen den leidenschaftlich kämpfenden Abstiegskandidaten FC St. Pauli mit 0:1 (0:1) und konnten die Vereinsbestmarke von acht Heimsiegen in Serie nicht weiter ausbauen. Trotz des Rückschlags bleibt die Elf von Christian Ilzer mit 46 Punkten als Dritter weiter auf Kurs Champions League.

Die TSG fand trotz Überlegenheit keine Antwort auf den Rückstand durch Mathias Pereira Lage (45.+4). Zuletzt gab es am 3. Oktober 2025 gegen Köln (0:1) daheim keinen Sieg. St. Pauli setzte nach den Big Points gegen Bremen in der Vorwoche seinen Aufwärtstrend fort und kletterte nach langer Zeit wieder auf einen Nichtabstiegsplatz. Nach elf erfolglosen Anläufen gelang mal wieder ein Dreier in der Fremde, es war erst der zweite Auswärtssieg der Saison.

TSG-Keeper Oliver Baumann wusste, woran es lag: „Die Tore haben gefehlt. Chancen waren da, unzählige, wir haben uns richtig viel rausgespielt“, sagte er bei Sky. Trotz der Niederlage stimme der Weg der Hoffenheimer weiterhin.

„Wir sind sehr glücklich, der erst Sieg außerhalb Hamburgs. Wir und die Fans haben lange darauf gewartet“, freute sich Hauke Wahl bei Sky.

Ilzer hatte nicht nur wegen des Pokal-Aus am Millerntor vor dem Kellerkind gewarnt. „Sie haben mehrfach bewiesen, dass sie gegen Spitzenteams bestehen können“, sagte der 48-Jährige. Sein Team dürfe sich deshalb nicht „an Serien und Rekorden erfreuen“, sondern müsse erneut „TSG-Fußball auf den Platz bringen“. Dies setzte seine unveränderte Startelf gleich um, legte vor 27.786 Zuschauern in der Anfangsphase einen echten Sturmlauf hin.

Hoffenheim lässt zahlreiche Chancen liegen

Fisnik Asllani (4.), Grischa Prömel (8.) und zweimal Andrej Kramaric (8., 9.) verpassten die frühe Führung. Nach dem Chancen-Feuerwerk ließ der Druck deutlich nach, doch St. Pauli lud die TSG mit kapitalen Defensivpatzern mehrfach ein: Robin Hranac (26.) und Prömel (28.) nahmen die Geschenke nicht an und scheiterten jeweils an Nikola Vasilj. Gegen Ende der ersten Hälfte wurden die Hamburger mutiger, erspielten sich einige Gelegenheiten.

Schließlich gelang Sekunden vor dem Pausenpfiff ein perfekter Konter, an dessen Ende Pereira Lage eine Maßflanke von Manolis Saliakas einnickte. Nach dem Seitenwechsel mühten sich die Hoffenheimer um eine Antwort, doch der zweitbesten Offensive der Liga fiel zunächst wenig ein. Die TSG kombinierte zwar gefällig um den Strafraum herum, bis auf einen Kopfball von Bazoumana Touré (65.) entstand aber kaum einmal Torgefahr.

Erst in der Schlussphase wurde die Ilzer-Elf zwingender, doch Vasilj lenkte einen Kopfball von Ozan Kabak mit einem tollen Reflex noch an die Latte (80.).