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Bundesliga: VfL-Boss vermeidet Bekenntnis und reagiert auf Trainer-Kritik

VfL-Boss reagiert auf Trainer-Kritik

Nach öffentlicher Kritik aus den eigenen Reihen ordnet Sportdirektor Pirmin Schwegler die Situation beim Abstiegskandidaten VfL Wolfsburg ein.
Nur 75 Tage nach seinem Amtsantritt beim VfL Wolfsburg steht Cheftrainer Daniel Bauer möglicherweise schon vor dem Aus. Das Bundesliga-Duell mit dem Hamburger SV könnte für den 43-Jährigen zum Endspiel werden. Vor der Partie richtet er zudem einen Appell an die VfL-Fans.
Nach öffentlicher Kritik aus den eigenen Reihen ordnet Sportdirektor Pirmin Schwegler die Situation beim Abstiegskandidaten VfL Wolfsburg ein.

Vor dem Heimspiel gegen den Hamburger SV hat Wolfsburgs Sportdirektor Pirmin Schwegler ein klares Bekenntnis zu VfL-Trainer Daniel Bauer vermieden. Auf die Frage, ob es eine reelle Chance gebe, dass Bauer auch bei einer erneuten Pleite Trainer bleibe, antwortete der Schweizer bei Sky: „Wir haben heute ein großes Spiel und eine große Chance für uns alle, heute einen rauszuhauen und den Turnover zu schaffen. Sehen Sie es mir nach, ich lege den vollen Fokus jetzt auf das Spiel.“

Schwegler sprach von einem weiteren Endspiel im Abstiegskampf. „Es ist für uns heute ein großes Spiel und ein weiteres Finale. Es geht in erster Linie nur um den Verein VfL Wolfsburg. Wir stehen alle in der Verantwortung“, betonte der 38-Jährige, der seit Dezember 2025 für den Klub tätig ist.

Wolfsburg: Trainer und Spieler üben Kritik – Schwegler reagiert

Nach dem schwachen Auftritt in der Vorwoche in Stuttgart hatte Trainer Bauer öffentlich tief blicken lassen. „Fakt ist, dass wir viele Strukturen ändern müssen und die Atmosphäre und die Kultur innerhalb des Klubs aktuell nicht bundesligatauglich sind“, sagte der Coach und forderte: „Ein anderes Mindset in der gesamten Struktur.“

Zuvor hatte schon Yannick Gerhardt, der seit zehn Jahren beim VfL unter Vertrag steht, Alarm geschlagen und ungewöhnlich offen betont, dass „der Verein nicht gesund ist. Es ist sehr komplex.“

Schwegler kritisierte nun die öffentlichen Äußerungen von Bauer und Gerhardt: „Erstmal die Aussagen in der Öffentlichkeit waren nicht der richtige Rahmen. Wir sind natürlich sehr kritisch insgesamt, aber das machen wir dann intern. Die Dinge bespricht man intern, und wir wissen auch, dass wir definitiv Dinge zu verbessern haben, weil sonst würden wir nicht da stehen, wo wir stehen.“

Auch Bauer selbst nahm vor der Partie bei DAZN Stellung und ging auf den Nachhall seiner Aussagen nach dem Stuttgart-Spiel ein. Er betonte, dass „wir auch intern intensiv im Austausch sind und intern immer wieder Prozesse anstoßen, um den Verein nachhaltig weiterzuentwickeln“.

Wölfe-Fans setzen klares Zeichen

Beeindruckt zeigte sich der Trainer vom Support der eigenen Anhänger beim Training vor dem HSV-Duell. „Was ein sensationelles Zeichen gestern: die Fans, der Besuch beim Training, das hat ganz, ganz viel ausgelöst. Das zeigt, dass wir alle extrem zusammenstehen. Das war total beeindruckend, extrem emotional“, betonte er.

Auch Schwegler hob das Signal der Fans hervor. „Wir können einige Dinge besser machen und haben heute die Chance, das zu zeigen, nach dem gestrigen guten Tag für den VfL. Das war wirklich ein starkes Zeichen der Fans und wir wollen heute nachlegen“, kündigte er an.

Vor dem Anpfiff zwischen dem VfL Wolfsburg und dem HSV meldeten sich die Wölfe-Fans erneut mit einem klaren Statement: „Letzte Chance: Unseren Rückhalt für euren Sieg“ stand auf einem großen Banner in der Heimkurve.