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Wolfsburg punktet bei Hecking-Debüt

Wolfsburg punktet bei Hecking-Debüt

Der VfL Wolfsburg kämpft sich im ersten Spiel unter Dieter Hecking zu einem Punkt beim Champions-League-Aspiranten Hoffenheim. Doch erneut verspielen die Wölfe spät eine Führung.
Dieter Hecking soll den VfL Wolfsburg in der Bundesliga halten. In seinem ersten Spiel holt der Trainer-Routinier direkt ein Remis gegen den Champions-League-Aspiranten Hoffenheim.
Der VfL Wolfsburg kämpft sich im ersten Spiel unter Dieter Hecking zu einem Punkt beim Champions-League-Aspiranten Hoffenheim. Doch erneut verspielen die Wölfe spät eine Führung.

Ein Punkt zum Einstand – doch der VfL Wolfsburg hat beim Debüt seines neuen Trainers Dieter Hecking den ersehnten Befreiungsschlag verpasst. Bei der Rückkehr Heckings, der für den zuvor entlassenen Daniel Bauer verpflichtet worden war, kam der VfL bei der TSG Hoffenheim zwar zu einem 1:1 (0:0), kassierte kurz vor Schluss aber den Gegentreffer. Damit stehen die Wölfe weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga und drei Punkte hinter Relegationsplatz 16.

Konstantinos Koulierakis (64.) hatte Wolfsburg Mitte der zweiten Halbzeit in Führung gebracht, Grischa Prömel (83.) rettete der TSG spät einen Punkt. Als Tabellendritter liegen die Kraichgauer weiterhin auf Champions-League-Kurs, die Gäste blieben derweil zum neunten Mal hintereinander ohne Dreier. Sportdirektor Pirmin Schwegler sprach nach Abpfiff am Sky-Mikrofon dennoch von einem „kleinen Erfolgserlebnis“ für die abstiegsbedrohten Wölfen.

Hecking nach Debüt: „Keine Wunder-Dinge erwarten“

„Ich glaube, dass das Unentschieden am Ende schon gerecht ist”, befand Hecking auf der Pressekonferenz. Mit dem Auftritt der abstiegsbedrohten Wolfsburger beim CL-Aspiranten war der neue Coach grundsätzlich zufrieden: „Das war ein erster Schritt. Man kann nicht Wunder-Dinge erwarten in der Kürze der Zeit und bei der Schwere der Aufgabe, die wir heute vor uns hatten. Und deshalb ist dieser Punkt ein guter Punkt.“

Hecking hatte im Vorfeld angekündigt, „alles dafür tun, dass die Mannschaft die Energie und den Glauben an sich hat, Spiele gewinnen zu können – warum nicht auch in Hoffenheim?“ Zwischen 2013 und 2016 hatte der 61-Jährige mit dem VfL den DFB-Pokal und den Supercup gewonnen, mit der Realität Abstiegskampf hatten seine Schützlinge in Sinsheim aber zunächst ihre Probleme.

Hoffenheim kontrollierte die Partie von Beginn an, Innenverteidiger Ozan Kabak ließ in der Anfangsphase gleich drei Kopfballmöglichkeiten ungenutzt (6., 9., 17.). Wolfsburg blieb ohne nennenswerte Torannäherung in der ersten Halbzeit.

Prömel trifft spät: Erneut kein Sieg für VfL

Mit verschränkten Armen beobachtete Hecking stattdessen, wie sich sein Team in der Defensive abmühte, Keeper Kamil Grabara verhinderte gegen Wouter Burger (26.) den Rückstand. Im Anschluss flaute die Partie etwas ab, bevor Fisnik Asllani Wolfsburgs Torhüter zur nächsten Rettungstat zwang (40.). Das torlose Remis zur Pause war aus Sicht der Gäste schmeichelhaft, auch wenn die Abwehrleistung insgesamt stabil war.

In die zweite Hälfte starteten beide Teams ohne personelle Wechsel, und auch das Geschehen spielte sich erneut überwiegend in der Wolfsburger Hälfte ab. Jedoch taten sich die Hausherren nun schwer, klare Chancen herauszuspielen – und wurden urplötzlich bestraft: Nach einer Ecke köpfte Koulierakis wie aus dem Nichts zur Wolfsburger Führung ein. Hoffenheim bemühte sich um eine sofortige Antwort, Prömel hatte sie.

Hecking stellt sich hinter Fans

„Rückhalt muss man sich verdienen!“, hatte der auffallend ruhige Wolfsburger Anhang auf ein großes Banner geschrieben. Nach Abpfiff drehten die Fans der eigenen Mannschaft nach dem späten Punktverlust zu großen Teilen demonstrativ den Rücken zu. „Die wollten schnell zur Heimfahrt, scherzte Hecking ironisch. Die Situation rund um die Fans sei nicht das, worüber er sich nach dem Spiel unterhalten wollte. Es habe auch viele gegeben, die sich nicht abgewandt hätten: “Die darf man auch nicht verschweigen“, meint Hecking.