Bundesliga>

Stuttgart lässt Punkte liegen

Stuttgart patzt in Mainz

Der VfB Stuttgart kommt beim Abstiegskandidaten FSV Mainz 05 nur zu einem 2:2. Ein spektakulärer Doppelschlag reicht nicht zum Sieg.
Wer bildet das Mittelfeld beim DFB? Julian Nagelsmann hat die Qual der Wahl. Dementsprechend könnte es für Angelo Stiller vom VfB Stuttgart schwer werden. Sein Trainer Sebastian Hoeneß weiß jedoch um die Stärken des 24-Jährigen.
Der VfB Stuttgart kommt beim Abstiegskandidaten FSV Mainz 05 nur zu einem 2:2. Ein spektakulärer Doppelschlag reicht nicht zum Sieg.

DFB-Pokalsieger VfB Stuttgart hat im Rennen um die Champions League wichtige Punkte liegen lassen. Die Schwaben spielten beim Abstiegskandidaten FSV Mainz 05 2:2 (0:1) und sammelten bei der Generalprobe für das Europa-League-Achtelfinale kommenden Donnerstag nur wenig Selbstvertrauen.

Immerhin Platz vier verteidigte Stuttgart durch das Remis. Für die Mainzer hatte der nächste Punkt im Tabellenkeller vor ihrem K.o.-Spiel in der Conference League hingegen einen hohen Wert.

Jae-sung Lee (39.) sorgte mit seinem Kopfballtor in einem munteren Spiel für die Führung der Mannschaft von Trainer Urs Fischer. Ermedin Demirovic (76.) und Deniz Undav (77.) drehten die Partie innerhalb von 60 Sekunden, doch Danny da Costa (90.+1) ließ Mainz spät jubeln.

Am Donnerstag wartet mit dem Heimspiel gegen den FC Porto ein harter Brocken im Europacup auf den VfB. Mainz, mit 24 Punkten noch immer nah an der Abstiegszone dran, tankte vor dem Hinspiel im Conference-League-Achtelfinale beim tschechischen Klub Sigma Olmütz in fünf Tagen Selbstvertrauen.

Bundesliga: Stuttgarter Doppelschlag reicht nicht zum Sieg

VfB-Trainer Sebastian Hoeneß hatte im Vorfeld auf die zuletzt positive Bilanz gegen Mainz verwiesen. „Wir haben sie schon zweimal geschlagen in dieser Saison“, hatte er mit Bezug auf die Duelle in Liga und DFB-Pokal gesagt. Dennoch warnte Hoeneß: „Das wird anspruchsvoll, das war es schon immer in Mainz - jetzt mit der neuen Energie vielleicht noch ein bisschen mehr“.

Die 05er seien unter Fischer „nicht mehr zu vergleichen“ mit der Mannschaft, die in Dezember noch am Tabellenende gestanden hatte. Dennoch waren es die Stuttgarter, die druckvoll begannen, den ersten gefährlichen Abschluss durch Maximilian Mittelstädt verbuchten (4.) und den Großteil des Ballbesitzes an sich rissen.

Der VfB ließ den Ball geduldig laufen und arbeitete früh intensiv am ersten Treffer. Undav verpasste ihn nach Flanke von Jamie Leweling (9.). Erst nach 19 Minuten schaffte Mainz Entlastung. Als Paul Nebel frei vor dem Tor quer legte, rettete Luca Jaquez in höchster Not.

Es spielten zunächst aber fast nur die Gäste. Mainz konzentrierte sich in Abwesenheit von Nationalspieler Nadiem Amiri (Fersenverletzung) in der Offensive auf schnelles Umschaltspiel, brachte den Ball dann aber dann immer häufiger schnell in die Spitze und sorgte Mitte der ersten Hälfte für ein munteres Hin und Her.

Alexander Nübel verhinderte mit der Hüfte den Kopfballtreffer von Phillip Tietz (30.), beide Mannschaften hätten ein Tor verdient gehabt. Spätestens mit dem Kopfball von Jae-Sung Lee (38.), der aus wenigen Metern frei vorbei köpfte, war die Mainzer Führung überfällig. Wenige Momente später machte es der Südkoreaner dann nach einer Ecke besser und nickte zum 1:0 ein.

Das Bild setzte sich im zweiten Durchgang fort: Der VfB kontrollierte den Ball, Mainz kam zu Chancen. Sheraldo Becker vergab am Ende eines vielversprechenden Konters das zweite Tor (55.). Tietz vor dem leeren Tor und Nebel mit einem Pfostenschuss Sekunden später (66.) vergaben weitere Hochkaräter. Dann traf Demirovic von der Strafraumkante, kurz darauf lief Undav frei auf das Tor zu und vollendete souverän. Doch Mainz hatte das letzte Wort.