Flutlicht-Freitag in der Bundesliga, Einwechslung in der 84. Minute und nur fünf Minuten später das erste Bundesligator in der Allianz Arena - das alles mit gerade einmal 17 Jahren. Für Wael Mohya war es trotz der klaren Niederlage seiner Mannschaft ein ganz besonderer Abend.
Tor gegen den FC Bayern: Der Hoffnungsschimmer im Abstiegskampf
Die Hoffnung im Abstiegskampf
Der Treffer des Offensivjuwels von Borussia Mönchengladbach blieb letztlich der Ehrentreffer und war somit im insgesamt harmlosen Offensivauftritt der Borussia nur eine Randnotiz. Der Abstauber in der 89. Minute war eine der wenigen gefährlichen Aktionen der Gladbacher über die gesamte Spielzeit bei der 1:4-Niederlage beim FC Bayern.
„Es freut mich sehr für ihn. Das erste Bundesligator bei den Bayern zu erzielen, ist schon etwas Besonderes”, sagte Trainer Eugen Polanski nach dem Abpfiff. „Etwas schade für ihn, dass das am Ende ein bisschen untergeht bei so einem Ergebnis“, fügte Polanski hinzu.
Gladbach-Juwel bricht Vereinsrekorde
Das Supertalent aus dem Gladbacher Nachwuchs sorgt bereits seit Wochen für Aufmerksamkeit und stellte dabei mehrere Vereinsrekorde auf. Im vergangenen Oktober feierte der damals noch 16-Jährige sein Bundesliga-Debüt und löste damit Karlheinz Pflipsen als jüngsten Pflichtspiel-Debütanten des Klubs ab.
Erst vergangene Woche folgte der nächste Rekord, als Mohya als jüngster Bundesliga-Startelfdebütant in die Borussia-Geschichte einging. Nun krönte er seine Entwicklung mit dem ersten Bundesligator und deutete erneut an, wie wichtig er im Abstiegskampf für die Fohlen noch werden könnte.
„Das wird der Junge für die Ewigkeit behalten. Wir werden ihn weiter gut begleiten und brauchen ihn gegen St. Pauli und Köln sicher, auch weil er bei den Fans so gut ankommt. Und bei mir auch“, lobte ihn sein Trainer.
Unterschiedsspieler im Abstiegskampf?
Der Youngster beweist derzeit zudem, dass er auch eine Zusatzbelastung gut wegstecken kann. Denn neben seinen ersten Schritten im Profifußball absolviert der 17-Jährige ein Freiwilliges Soziales Jahr.
Trainer Polanski erklärte dazu: „Wael hat schon noch ein paar Verpflichtungen. Da muss er dann nachmittags mehr oder weniger auch mal arbeiten.“ Dass Mohya sich nach dem Training nicht einfach nur noch aufs Sofa legen und „chillen“ könne, wie Polanski erzählte, sollte ihn aber nicht von weiteren Bundesliga-Einsätzen abhalten.
Sportlich hat Mohya in jedem Fall gute Argumente gesammelt, in den kommenden Wochen eine noch größere Rolle einzunehmen - womöglich bereits am kommenden Freitag im eminent wichtigen Kellerduell mit dem FC St. Pauli. Um sich von den Abstiegsplätzen zu entfernen, muss Gladbach punkten – aktuell stehen nach dem 25. Spieltag nur 25 Zähler auf dem Konto der Fohlen.