Das Personal-Beben beim VfL Wolfsburg hat auch den Doppelpass auf SPORT1 beschäftigt und ist vor allem bei Stefan Effenberg auf großes Verständnis gestoßen.
Wolfsburg-Beben: Effenbergs eindeutiges Urteil im Doppelpass
Effenbergs Urteil zum VfL-Beben
Der kriselnde Bundesligist hat sich am Sonntagmorgen nach der 1:2-Heimpleite gegen den HSV von Trainer Daniel Bauer getrennt. Auch Geschäftsführer Peter Christiansen musste mit sofortiger Wirkung gehen.
“Das ist schon die richtige Entscheidung„, sagte Effenberg: „Wenn du den Trend gesehen hast in den letzten Spielen - auch die Art und Weise, wie sie gespielt haben. Dann die Niederlage gestern gegen einen direkten Konkurrenten, den HSV.“
Effenberg begrüßt Wolfsburg-Beben
Effenberg hatte in der Saison 2002/2003 selbst 21 Pflichtspiele für die Wölfe bestritten. Nun sagte er: „Dann musst du irgendwie noch mal alles versuchen. Das hat der VfL Wolfsburg jetzt getan mit der Entlassung. Ich finde das richtig, weil die Gefahr, wenn die Fans sich abwenden, ist immer sehr sehr kritisch und gefährlich.”
Effenberg kritisierte vor allem die Spieler. Exemplarisch zog er die Szene vor Hamburgs zweitem Elfmeter heran, als Jonas Adjetey Gegenspieler Luka Vuskovic deutlich festhielt. So schoss Jean-Luc Dompé wenig später das 2:1 für Hamburg (55.).
“Du hältst ihn einmal, lässt los. Du hältst ihn zweimal, lässt los und jetzt kommt der dritte Griff und gleich der entscheidende: Dass er ihn hält, klammert und nicht loslässt: Das ist dumm!“
Kommt Hecking? Effenberg und Weidenfeller dafür
Effenberg attestierte Trainer Bauer beim Blick auf die entscheidende Szene um Adjetey eine Teilschuld. „Der Junge kam im Winter. Warum stellte ich ihn dann gegen Vuskovic? Deshalb habe ich jetzt kein Verständnis. Da hätte ich auch andere Spieler gehabt.”
Nun wurde Dieter Hecking als neuer VfL-Trainer verpflichtet. „Ich drücke natürlich die Daumen. Es wird schwierig, weil die Mannschaft hundertprozentig verunsichert ist. Das wird eine Herkulesaufgabe“, befand Effenberg noch.
Auch Roman Weidenfeller könnte die Wahl mit Hecking nachvollziehen. Der ehemalige Dortmunder Keeper sagte: „Dieter weiß genau, welchen Hebel er ansetzen muss aufgrund seiner Erfahrung. Dass er die Mannschaft wieder stärkt, dass er sie daran erinnert, was den VfL Wolfsburg ausmacht.”
Weidenfeller führte weiter aus: „Wichtig ist eben jetzt: Man hat noch neun Spiele Zeit, um einiges wieder zu korrigieren. Und Dieter hat die Erfahrung, der Mannschaft die Ruhe einzuprägen, um dann wiederum die Punkte zu gewinnen.”