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Blutender Ginter liefert Zauber-Vorlage

Blutender Ginter mit Zauber-Vorlage

Matthias Ginter kämpft beim Sieg in Mainz gegen Nasenbluten. Den Siegtreffer bereitet er trotzdem vor.
Matthias Ginter kämpft gegen das Nasenbluten
Matthias Ginter kämpft gegen das Nasenbluten
© IMAGO/STEINSIEK.CH
Matthias Ginter kämpft beim Sieg in Mainz gegen Nasenbluten. Den Siegtreffer bereitet er trotzdem vor.

Fußball-Bundesligist SC Freiburg hat das Duell der Europapokal-Träumer für sich entschieden und weiteres Selbstvertrauen für den nächsten europäischen Showdown getankt.

Die Mannschaft von Trainer Julian Schuster, die in der Europa League gute Karten auf den Einzug ins Halbfinale besitzt, gewann das Auswärtsspiel gegen den Conference-League-Teilnehmer FSV Mainz 05 mit 1:0 (0:0).

In der Tabelle schlossen die Freiburger wieder bis auf zwei Punkte zum Siebten Eintracht Frankfurt auf. Lucas Höler (47.) entschied mit seinem Kopfballtor die Partie am Sonntagabend. Matthias Ginter hatte den Treffer sehenswert mit der rechten Hacke vorbereitet, obwohl er seit einem Schlag ins Gesicht durch Sheraldo Becker mit starkem Nasebluten zu kämpfen hatte (20.) und mehrfach draußen behandelt wurde.

In der Schlussphase der Partie wurde er ausgewechselt (83.).

Der Sportclub hatte am Donnerstag den spanischen Klub Celta Vigo eindrucksvoll mit 3:0 im Viertelfinal-Hinspiel bezwungen, die 05er hatten gegen Racing Straßburg gewonnen (2:0). Beide stehen damit kurz vor dem ersten europäischen Halbfinale der Klubgeschichte.

„Heute zählt nur Mainz“, hatte Trainer Schuster vor dem Spiel bei DAZN gesagt. „Das, was am Donnerstag war, was uns für heute hilft, versuchen wir zu transportieren. Bei allem anderen ist es wichtig, dass es keine Rolle spielt.“ Auch sein Gegenüber Urs Fischer sah „eine gewisse Gefahr im Kopf“ vor dem Spiel: „Heute ist wieder Alltag, da geht es nach wie vor ums Überleben. Ich denke immer noch, es ist noch nichts geschafft.“

Auf dem Platz ließen es die beiden Mannschaften in der ersten Hälfte gemächlich angehen. Echte Höhepunkte wie der wuchtige Distanzschuss von Stefan Posch (26.) besaßen Seltenheitswert. Den Versuch lenkte Freiburgs Torwart Noah Atubolu an den Pfosten.

Nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel an Fahrt auf – was vor allem den Gästen zu verdanken war. Wenige Momente nach Wiederanpfiff fand ein langer Einwurf Matthias Ginter, der mit dem Fuß auf Höler ablegte und so dessen Kopfball-Bogenlampe ins Tor vorbereitete. Die Freiburger blieben dran, Daniel Batz musste gleich zweimal innerhalb weniger Augenblicke gegen einen Distanzschuss und dann einen Kopfball von Johan Manzambi retten (60.).

Die Mainzer steckten nicht auf und drängten immer wieder auf den Ausgleich. Dominik Kohr verfehlte nach einer Ecke das Tor (63.). Ansonsten blieben die Versuche der 05er aber meist zu unkonkret. Immerhin bei der Rückkehr von Spielmacher Nadiem Amiri entbrannte Jubel bei den Mainzer Fans. Der Nationalspieler war seit Ende Februar mit einer Fersenverletzung ausgefallen.