Bayer Leverkusen ist im engen Kampf um die Königsklasse dank Dreierpacker Patrik Schick ein Statement gelungen und erstmals seit Mitte Januar wieder in die Top vier zurückgekehrt.
Bayer mit Statement-Sieg im CL-Rennen
Bayer mit Statement-Sieg im CL-Rennen
Die spielstarke Werkself besiegte den direkten Konkurrenten RB Leipzig im Bundesliga-Topspiel verdient mit 4:1 (2:0) und verhinderte damit die vorzeitige Champions-League-Qualifikation der zuletzt formstarken Sachsen.
Dreierpack: Schick überragt
Torjäger Schick (25., 76., 89.) und Nathan Tella (45.) trafen zum Sieg für die Rheinländer, die dank der besseren Tordifferenz am VfB Stuttgart und der TSG Hoffenheim (alle 58 Punkte) vorbeizogen und das Erreichen der Königsklasse wieder in der eigenen Hand haben. Für RB war Christoph Baumgartner (80.) erfolgreich.
„Wir haben als Mannschaft super gespielt. Ich fand jeder war top“, freute sich Bayer-Star Ibrahim Maza nach Abpfiff bei Sky. Er hatte das zwischenzeitliche 3:0 für Schick per Steckpass vorbereitet. „Schick hat es mir in der Halbzeit gesagt: Er ist da oft frei und ich soll den einfach versuchen scharf auf seinen Vorderfuß zu spielen“, verriet Maza, dem TV-Experte Lothar Matthäus ein „Weltklasse-Spiel“ attestierte.
Werner mit Kritik: RB-Angriff „zu behäbig“
Am kommenden Spieltag reist Bayer zum direkten Duell nach Stuttgart. Leipzig verpasste zwar den sechsten Sieg in Folge, hat als Tabellendritter (62) aber weiterhin beste Karten, nach einem Jahr Abstinenz in Europas wichtigsten Klubwettbewerb zurückzukehren. Leipzig spielt zu Hause gegen St. Pauli.
Angesichts der Siegesserie gehe seine Mannschaft mit einer „breiten Brust“ in das Duell beim Konkurrenten, hatte RB-Trainer Ole Werner vor der Partie gesagt, die Aussicht auf die Königsklasse sei eine „große Motivation“. Doch die Leipziger waren zunächst vor allem in der Defensive gefordert, Bayer agierte von Beginn an bissig und war das aktivere Team.
Mit dem Auftritt seiner Mannschaft war der RB-Coach offensichtlich sehr unzufrieden: „Was uns heute gefehlt hat, war unsere eigene Leistung. Dass wir viele Dinge, die uns sonst ausgezeichnet haben, heute nicht auf den Platz gebracht haben“, kritisierte Werner. Defensiv habe man keinen Zugriff bekommen, offensiv „zu behäbig“ gewesen.
Bayer belohnt sich für starken Auftritt
Doch wenn Leipzig nach vorne kam, wurde es gefährlich: Romulos Abschluss wurde von Aleix Garcia auf der Linie geklärt (17.). Auf der Gegenseite bekam der aufgerückte Jarell Quansah die Chance auf das 1:0, setzte seinen Schuss (19.) aber ans Außennetz.
Bayer belohnte sich dann für eine starke Anfangsphase: Einen von Keeper Mark Flekken initiierten Konter spielten Tella und Ibrahim Maza überragend aus, am Ende grätschte Schick den Ball ins Tor.
Und die Leverkusener blieben brandgefährlich, nach einem langen Ball von Exequiel Palacios scheiterte Tella an RB-Keeper Maarten Vandevoordt, den Nachschuss von Schick lenkte El Chadaille Bitshiabu mit einer herausragenden Rettungstat um den Pfosten (31.). Leipzig sorgte erst kurz vor der Pause wieder für mehr Entlastung, zwei Abschlüsse von Max Finkgräfe (39., 41.) waren zu ungefährlich. Stattdessen erhöhte der freistehende Tella nach Flanke von Garcia.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offenes Spiel, Schick verpasste die Vorentscheidung aus kurzer Distanz (53.) – Vandevoordt reagierte stark. RB wurde aktiver, konnte sich aber keine zwingenden Torchancen herausspielen. Bayer verwaltete den Vorsprung, ohne wirklich gefährlich zu werden. Alejandro Grimaldo (74.) setzte einen Freistoß aus bester Position über das Tor. Schick legte den Ball freistehend knapp vorbei (75.) – und machte es wenig später besser.