Vincent Kompany wird das Experiment mit Nathaniel Brown auf der Zehner-Position des Supercup-Siegers FC Bayern München wohl fortsetzen. „Er ist ein unfassbar schlauer Spieler“, sagte der Trainer nach dem 2:1 (2:0) bei Borussia Dortmund am Samstagabend. „Bei uns sind manchmal die Räume der Außenverteidiger ähnlich wie bei einer Zehn. Er ist sehr klug zwischen den Räumen.“
Brown auf der Bayern-Zehn: "Ein unfassbar schlauer Spieler"
Kompany gerät bei Brown ins Schwärmen
Brown, für 55 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt gekommen und eigentlich Linksverteidiger, war wie bereits in mehreren Testspielen in die Mitte hinter die Spitze gerückt – auch, weil Serge Gnabry und Lennart Karl verletzt fehlen und Ismael Saibari noch nicht hundertprozentig fit ist. Brown erzielte in Dortmund nach 28 Minuten den Führungstreffer und machte auch sonst ein überzeugendes Spiel.
Joshua Kimmich allerdings sah das nur eingeschränkt so. „Am Anfang war er nicht so viel beteiligt. Mit seinem Tor war er da, hatte noch eine große Chance“, sagte der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft. „Er bewegt sich immer wieder clever im Raum, ist ein sehr intelligenter Spieler, der uns sehr weiterhelfen kann.“
Und zwar auf einigen Positionen, die Kimmich aufzählte: „Er kann links hinten, rechts hinten, er kann auf außen spielen, er kann auf der Zehn spielen.“ Derart flexibel einsetzbare Profis werden von Trainern geliebt.
Generell war Kompany mit dem Supercup zufrieden, er hatte trotz des Trainingsrückstandes seine volle Star-Power gebracht: Harry Kane, Michael Olise, Schütze des zweiten Tores, Luis Díaz. Der Trainer mahnte aber: „Wir müssen alles wieder auf null setzen. Am Montag, am Dienstag müssen wir schon wieder das Gefühl haben, alles gewinnen zu wollen. Heute sind wir zufrieden, morgen sind wir wieder hungrig.“