Markus Kavka hat Weltstars wie Madonna und einige der größten Bands der Musikgeschichte wie Metallica und Oasis interviewt. Wirklich nervös wird der 59-Jährige aber bis heute, wenn er einem Fußballer des FC Bayern begegnet. Seine Leidenschaft für den Rekordmeister hat der frühere MTV-Moderator in dem Buch „FC Bayern München – Eine Liebeserklärung“ festgehalten.
Markus Kavka über seine Liebesgeschichte zum FC Bayern
Bayern? „Arschlochfreie Zone“
Im SPORT1-Interview spricht Kavka über die Arbeit von Trainer Vincent Kompany, Harry Kanes Zukunft, Max Eberl und Uli Hoeneß – und erklärt, warum auch Bayern-Fans sehr wohl leiden können.
Welche Bedeutung hat der Supercup?
SPORT1: Herr Kavka, was hat Ihnen der Supercup gegen Borussia Dortmund über diese Bayern-Mannschaft für die neue Saison verraten?
Markus Kavka: Ich gehöre schon immer zu denen, die den Supercup nicht so richtig für voll nehmen. Wenn Bayern gegen Dortmund spielt, geht es natürlich trotzdem sofort wieder um die alte Rivalität. Man hat aber gemerkt, dass die Ultras den Wettbewerb boykottieren. Dementsprechend war die Stimmung im Stadion nicht so wie sonst in Dortmund.
Auf dem Rasen war trotzdem Pfeffer drin und Bayern war in der ersten Halbzeit wirklich sehr gut. Wenn man bedenkt, dass Spieler wie Kane, Olise und Upamecano erst spät von der WM zurückgekommen beziehungsweise wieder ins Training eingestiegen sind und zudem noch einige Spieler verletzt fehlen, macht das Hoffnung. Mit den neuen Spielern hat man sich genau an den richtigen Stellen verstärkt. Brown hat gleich eingeschlagen, und Luis Díaz ist ebenfalls schon super drauf. Die Mannschaft ist auf keinen Fall schlechter als in der vergangenen Saison – und da war sie schon super.
Kompany hat eine „arschlochfreie Zone“ geschaffen
SPORT1: Kommt in dieser Saison schon wieder die alte Langeweile auf – und nervt Sie das vielleicht sogar ein bisschen?
Kavka: Ich bin wahnsinnig gern gelangweilt, was die Ergebnisse des FC Bayern betrifft. Das ist am besten für meine Nerven. Man wird nur wenige Bayern-Fans finden, die sagen: Es ist langweilig, schon wieder Meister zu werden. Darüber beschweren sich eher die Fans anderer Vereine.
Insgeheim wünsche ich mir natürlich trotzdem, dass Bayern in der Bundesliga stärker gefordert wird. Auch weil es mitunter eine große Diskrepanz zwischen der Bundesliga und der Champions League gibt. Das soll nicht arrogant klingen. Aber außer Dortmund gibt es meistens nur für ein oder zwei Jahre eine Mannschaft, die Bayern herausfordert und anschließend wieder in der Versenkung verschwindet. Das sagt auch etwas über die Bundesliga aus.
Unterm Strich bin ich trotzdem ein sehr großer Freund dieser Langeweile.
SPORT1: Was hat Vincent Kompany beim FC Bayern verändert, das man vielleicht erst mit etwas Abstand richtig erkennt?
Kavka: Einiges. Er hat es als einer der ersten Trainer seit Jupp Heynckes und Ottmar Hitzfeld geschafft, den ganzen Laden nachhaltig zu befrieden. Alle ziehen an einem Strang, und Unruhe, die von außen an die Mannschaft herangetragen wird, hält Kompany vom Team fern.
Dazu hat er eine wahnsinnig positive und freundliche Art. In seinem ersten Jahr musste er sich zunächst in diesem besonderen Umfeld zurechtfinden und eine Mannschaft übernehmen, die er noch nicht kannte. Danach hat man immer deutlicher gemerkt, was er auch über den Platz hinaus in den Verein einbringt. Mittlerweile sagen sogar viele Leute: Eigentlich bin ich kein Bayern-Fan, eigentlich hasse ich die sogar – aber der Trainer ist wirklich der Hammer.
Kompany hat außerdem eine Wahnsinnsaura. Wenn man hört, was er auf Pressekonferenzen sagt, etwa zu Vinícius Júnior oder zu gesellschaftlichen Themen, merkt man: Das ist wirklich ein Wahnsinnstyp. Er hat das Ansehen des FC Bayern durch seine Art noch einmal deutlich gesteigert.
Man spürt, dass die Mannschaft unfassbar viel Spaß hat. Sie ist wirklich eine komplett arschlochfreie Zone.
Kanes Vertragsverlängerung ist eine Frage der Zeit
SPORT1: Und was hat Kompany sportlich verändert?
Kavka: Er lässt wahnsinnig schönen Fußball spielen und verfolgt ein klares System. In der ersten Saison war die Mannschaft noch extrem konteranfällig, weil sie über den ganzen Platz sehr hoch Mann gegen Mann verteidigte. Mittlerweile hat sie dieses System verinnerlicht, und es kamen die richtigen Spieler dafür hinzu. Jetzt greifen die Rädchen ineinander. Ich mag den Fußball des FC Bayern so gern wie lange nicht mehr.
SPORT1: Eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit Harry Kane ist ein Thema. Irgendwann wird dabei allerdings auch die wirtschaftliche Frage eine Rolle spielen.
Kavka: Irgendwann wird sich diese Frage stellen. Aber Kane macht körperlich einen so überragenden Eindruck, dass man darüber momentan nicht nachdenken muss. Ich traue ihm auf diesem Niveau auf jeden Fall noch zwei oder drei Jahre zu.
Er hat sich zu einem krassen Führungsspieler entwickelt. Wenn man sich seine Heatmap anschaut, spielt er inzwischen außer Torwart beinahe jede Position – und schießt trotzdem noch seine Tore. Was er in der vergangenen Saison teilweise für Pässe über 40 oder 50 Meter gespielt hat, auch aus dem Stand, war schon geil.
Da fragt man sich schon, ob er sich nicht manchmal denkt: Leute, muss ich hier alles selber machen? Kane hat einfach Bock. Deshalb würde ich alles tun, um ihn so lange wie möglich zu halten. Er ist einer der besten Einkäufe der Vereinsgeschichte.
Irgendwann steht man natürlich vor einer ähnlichen Entscheidung wie bei Robert Lewandowski, der dann noch einmal nach Barcelona gegangen ist. Aber ich finde, Harry Kane könnte beim FC Bayern seine Karriere beenden und anschließend direkt eine andere Funktion im Verein übernehmen.
Max Eberl: „Don’t Look Back in Anger“
SPORT1: Max Eberl stand oft in der Kritik, jetzt darf er weitermachen. Ist die Entscheidung richtig?
Kavka: Ja, das finde ich. Wobei ich nach seinem Dienstantritt 2024 das neue Organigramm des FC Bayern zunächst nicht richtig durchschaut habe. Was haben Dreesen, Freund und Eberl jeweils zu sagen? Und bestimmen am Ende doch Hoeneß und Rummenigge entscheidend mit? Diese Unklarheit war auch während der schwierigen Trainersuche zu spüren.
Bei einigen Vertragsentscheidungen, etwa bei Kimmich oder Müller, hat der Verein ebenfalls keine gute Figur abgegeben. Müllers Vertrag nicht zu verlängern, ist die eine Sache. In der Kommunikation gab es aber große Pannen. Ich dachte damals schon: Mensch, Max Eberls Autorität wird ganz schön untergraben. Dazu kamen Äußerungen von Uli Hoeneß, durch die Eberl angezählt wirkte.
SPORT1: Was hat Sie trotzdem von Eberls Arbeit überzeugt – und welcher Song passt zu seiner bisherigen Bayern-Geschichte?
Kavka: Er hat sich auf beeindruckende Art gefangen und seitdem sehr gute Arbeit geleistet. Die Verpflichtungen von Michael Olise und Luis Díaz sowie Verstärkungen wie Nene Brown oder Ismael Saibari zur neuen Saison belegen das. Auch Vincent Kompany hat er geholt – selbst wenn der zunächst nicht die erste Wahl war. Mit Blick auf den anfänglichen Sand im Getriebe und die Äußerungen von Uli Hoeneß passt vielleicht „Don’t Look Back in Anger“ von Oasis.
„Uli Hoeneß ist das Herz des FC Bayern“
SPORT1: Fast jedes Mal, wenn Uli Hoeneß sich öffentlich äußert, entsteht daraus sofort eine große Geschichte.
Kavka: Uli ist halt der Verein, das Herz des FC Bayern. Er hat den Klub dorthin gebracht, wo er heute steht. Aber man merkt, dass er und auch Karl-Heinz Rummenigge ein bisschen Probleme damit haben, loszulassen.
Seit Jahren geht es um die Frage, wer in ihre Fußstapfen treten kann. Hasan Salihamidžić und Oliver Kahn haben es aus verschiedenen Gründen nicht geschafft. Teilweise vielleicht auch deshalb, weil man sie nicht so arbeiten ließ, wie sie es sich gewünscht hätten.
Uli zu ersetzen, ist wahrscheinlich gar nicht möglich. Trotzdem ist es problematisch, wenn er wieder zu einem Rundumschlag ausholt und sofort alle darauf anspringen. Trotz all seiner Verdienste wünscht man sich manchmal, dass nicht alles über die Öffentlichkeit ausgetragen wird.
SPORT1: Gilt das auch für seine politischen Äußerungen?
Kavka: Wenn er sich politisch äußert und klar zur AfD Stellung bezieht: wunderbar. Da würde ich mir sogar wünschen, dass der Verein öffentlich noch deutlicher Position bezieht. Leon Goretzka hat das getan, andere eher verhalten. Die Ultras zeigen ohnehin immer klare Kante.
Uli muss aber nicht zu allem seinen Senf dazugeben. Wenn er etwas Substanzielles zu sagen hat, soll er sich gern äußern. Wenn er schon vorher weiß, dass seine Worte vor allem Unruhe auslösen werden, sollte er überlegen, ob sie wirklich notwendig sind.
„Es ist ein anderes Leiden beim FC Bayern“
SPORT1: Ihr Buch heißt „FC Bayern München – Eine Liebeserklärung“. Wann haben Sie gemerkt, dass Bayern für Sie nicht einfach ein Fußballverein ist, sondern wirklich eine Liebe fürs Leben?
Kavka: Eigentlich schon, als mein Papa mich zum ersten Mal mit ins Olympiastadion genommen hat. Ich hatte durch ihn bereits mitbekommen, dass er ein total krasser Bayern-Fan war. Wenn meine Eltern abends die Sportschau oder überhaupt Fußball im Fernsehen sahen, habe ich als sechs- oder siebenjähriger Junge schon gespürt, dass Bayern in unserer Familie etwas Besonderes ist.
1974 nahm mich mein Vater zum Spiel gegen den 1. FC Köln mit. Wenn dann gleich so ein unfassbares 6:3 dabei herauskommt und mit Sepp Maier, Gerd Müller und Franz Beckenbauer diese Jahrhundertmannschaft auf dem Rasen steht, ist es um einen kleinen Jungen geschehen.
Danach gab es überhaupt keine Diskussion mehr. Ich war sofort Fan, und daran hat sich bis heute nichts geändert.
SPORT1: Liebe bedeutet normalerweise, dass man sich jemanden nicht aussucht. Hätten Sie sich, wenn Sie heute noch einmal Kind wären, ausgerechnet den FC Bayern erneut ausgesucht?
Kavka: Ich denke schon. Da, wo ich in der Nähe von Ingolstadt aufgewachsen bin, spielte der FCI damals nicht in der Bundesliga. Geografisch gab es für mich deshalb drei Möglichkeiten: den FC Bayern, 1860 München oder, in die andere Richtung und ungefähr gleich weit entfernt, den 1. FC Nürnberg. Als Kind in Bayern Fan eines Vereins außerhalb des Freistaats zu werden, kam für mich nicht infrage. So viel Lokalpatriotismus war für mich klar.
Im Rückblick bin ich total glücklich mit meiner Wahl. Wenn mein Papa Löwenfan gewesen wäre, wäre ich wahrscheinlich bis heute ebenfalls Löwenfan – und hätte gerade in den vergangenen Jahren sehr leiden müssen.
Über Bayern-Fans heißt es immer, sie müssten nie leiden. Klar, der FC Bayern ist einmal in die Bundesliga aufgestiegen und nie wieder abgestiegen. Aber ich weiß trotzdem, wie es ist zu leiden. Fans vieler anderer Vereine werden wahrscheinlich nie erfahren, wie es sich anfühlt, ein Champions-League-Finale im eigenen Stadion zu verlieren. Es ist ein anderes Leiden beim FC Bayern, aber es trifft einen genauso.
Auch im Fußball gibt es Popstars
SPORT1: Sie haben einige der größten Stars und Bands der Musikwelt getroffen. Kann ein Fußballspiel des FC Bayern bei Ihnen trotzdem Emotionen auslösen, an die selbst die Musik nicht herankommt?
Kavka: Sowieso. Besonders ergreifende Konzerte treiben mir auch schon mal die Tränen in die Augen. Aber Fußball ist noch einmal etwas anderes – wenn man im Stadion ein Elfmeterschießen erlebt, das in die Binsen geht, oder ein Champions-League-Finale in den letzten drei Minuten verliert.
Ich habe Weltstars und einige der größten Bands interviewt: Madonna, Metallica, Red Hot Chili Peppers oder Oasis. Trotzdem bin ich bei einem Fußballer noch immer viel aufgeregter – wie ein Kind. Bei Musikstars passiert mir das nicht. Beim Fußball bin ich ein richtiger Fanboy.
SPORT1: Bei welchem Bayern-Spieler waren Sie besonders aufgeregt?
Kavka: Ich erinnere mich noch daran, wie ich Mehmet Scholl kennengelernt habe. Bei MTV gab es das Format „In Touch“, in dem die größten Pop- und Filmstars intensiv porträtiert wurden. Ich brachte Scholl ins Spiel, und alle sagten: „Das ist doch ein Fußballer. Was hat der bei MTV zu suchen?“ Ich meinte: „Nein, er ist auch ein Popstar.“
Der hat einen krassen Musikgeschmack. Ich war tagelang vorher total aufgeregt, dass ich einen Fußballer vom FC Bayern treffen darf. So ist das bis heute.
SPORT1: Gibt es einen Bayern-Spieler aus Ihrer Fangeschichte, bei dem Sie sagen: Durch ihn habe ich diesen Verein noch ein bisschen mehr geliebt? War es Scholl?
Kavka: Ja, es war Mehmet. Es waren aber auch Thomas Müller und Bastian Schweinsteiger. Der Erste war eigentlich Sepp Maier, den ich wahnsinnig lustig fand. Er war nicht nur ein überragender Torwart, sondern auch so etwas wie der legitime Wiedergänger von Karl Valentin. Es gab beim FC Bayern immer wieder Spieler, die ich auch als Typen besonders fand. Heute sind es Jamal Musiala, Harry Kane oder Michael Olise – das sind totale Supertypen. Es macht mich wirklich glücklich, Bayern-Fan zu sein. Man macht ja auch nie Schluss, sondern bleibt Fan seines Vereins. Es ist tatsächlich eine Liebe fürs Leben.
Ein Goldfischgedächtnis hilft bei der alljährlichen Meisterschaft
SPORT1: Kann man als Bayern-Fan nach so vielen Meisterschaften noch dieselbe Freude über einen Titel empfinden wie ein Fan von Bayer Leverkusen, der lange auf eine Meisterschaft warten musste?
Kavka: Ja, ich schon. Das ist bei mir ein bisschen so wie bei einem Goldfisch, der einmal eine Runde im Glas gedreht hat und vergisst, dass er gerade hier vorbeigekommen ist. Ich habe da ein extremes Kurzzeitgedächtnis. (lacht)
Ich freue mich über jede Meisterschaft wie über die erste, weil jede Bundesliga-Saison anders ist. Das klingt vielleicht etwas überheblich: Aber als Bayern in der vergangenen Saison doch noch ein Spiel verloren hat und nicht wie Leverkusen ohne Niederlage Meister wurde, hat mich das wahnsinnig angekotzt.
Man leidet auf einem anderen Niveau. Aber jede Meisterschaft ist anders, und ich freue mich über jede wie über die vielen davor.
Zwischen bayrischer Identität und Globalkonzern
SPORT1: Der Satz „Mia san mia“ wird mittlerweile fast inflationär benutzt. Was bedeutet er für Sie persönlich – und wann wird aus gesundem Selbstbewusstsein Arroganz?
Kavka: „Mia san mia“ wird häufig als Arroganz missverstanden. Bei einer Meisterfeier haben Hansi Pflügler und Klaus Augenthaler auf dem Rathausbalkon plötzlich losgelegt: „Mia san mia, stärker als die Stier.“ Beide sind gebürtige Bayern. Das ist für mich der Ausdruck eines gesunden Selbstbewusstseins: an sich zu glauben, ohne andere kleinzumachen. Ich bin in Bayern geboren und aufgewachsen. Wenn ich zu meiner Familie komme, wird immer noch Bayerisch geredet. Die Leute schauen mich schon schräg an, wenn ich Hochdeutsch spreche.
Ich bin wahnsinnig gern in Bayern aufgewachsen und finde es wichtig, dass der Verein seine bayerische Identität bewahrt. Dazu gehören für mich Spieler aus dem eigenen Nachwuchs, im Idealfall sogar solche, die in Bayern geboren und aufgewachsen sind und noch Bayerisch sprechen. Deshalb freut es mich, dass Lennart Karl Bayer ist und weiterhin regelmäßig Spieler aus dem eigenen Nachwuchs kommen. Auch das blau-weiße Rautenmuster im Vereinswappen und das „Mia san mia“ auf den Trikots gehören zu dieser Identität.
SPORT1: Ist auf dem Weg zum globalen Fußballkonzern trotzdem etwas verloren gegangen – im Vergleich zu dem Verein, in den Sie sich als Kind verliebt haben?
Kavka: Natürlich geht dabei etwas verloren. Als Verein musst du es schaffen, deine Identität zu bewahren und gleichzeitig wirtschaftlich mit Barcelona, Real Madrid und den Premier-League-Klubs mitzuhalten, die ganz andere Etats und Einnahmen aus der Fernsehvermarktung haben. Als Fan willst du maximalen sportlichen Erfolg. Du willst aber auch, dass sich dein Verein eine Seele bewahrt.
Der FC Bayern hat diese Seele noch – als einer der wenigen Großklubs. Bei vielen Vereinen würde ich als Fan sagen: Sportlicher Erfolg gut und schön, aber das hat nicht mehr viel mit dem Klub zu tun, der es früher einmal war. Beim FC Bayern empfinde ich das nicht so.
SPORT1: Wenn Sie einem Menschen, der Fußball überhaupt nicht versteht, in einem einzigen Satz erklären müssten, warum Sie den FC Bayern so lieben – was würden Sie ihm sagen?
Kavka: Weil große Gefühle – von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt – nirgendwo so nah beieinanderliegen wie im Fußball und ganz besonders dann, wenn man Fan dieses Vereins ist. Jetzt werden alle sagen: „Wieso? Die sind doch noch nie abgestiegen.“ Dann sage ich zum hundertsten Mal: „Verlier erst mal ein Champions-League-Finale.“ (lacht laut)