Werder Bremen und Samuel Mbangula gehen offenbar nach nur einem Jahr schon wieder getrennte Wege. Der Fußball-Bundesligist teilte am Montag mit, dass der Belgier ebenso wie Kollege Julian Malatini im Training fehlen würden, „weil sie sich in Gesprächen mit anderen Vereinen befinden“.
Werder Bremen stellt teuren Hoffnungstäger frei
Teures Missverständnis schon vorbei?
Dabei sollte Mbangula das neue Werder-Gesicht werden. Vergangenen Sommer zahlten die Norddeutschen satte zehn Millionen Euro für den Flügelstürmer. Nur Davy Klaassen war in der Vereinshistorie mit 13,5 Millionen Euro noch teurer. Doch der kostspielige Hoffnungsträger konnte an der Weser kaum überzeugen. Gerade einmal drei Tore und vier Vorlagen gelangen dem Rechtsfuß.
Werder stellt Mbangula frei
In der Endphase der Saison spielte Mbangula nach dem Amtsantritt von Daniel Thioune kaum noch eine Rolle. Der Coach kritisierte den Spieler sogar öffentlich scharf. Auch zu Beginn dieser Saison saß der 22-Jährige beim 1:4 in Freiburg 90 Minuten auf der Bank.
Die Werder-Bosse hatten große Hoffnungen in den Angreifer gesetzt. „Wir haben immer gesagt, dass wir auch bereit sind zu investieren, wenn wir von einem Spieler und seinem Potenzial überzeugt sind. Das ist bei Samuel absolut der Fall. Wir sind überzeugt, dass er uns mit seiner Qualität direkt weiterhelfen wird“, sagte Peter Niemeyer, Leiter Profifußball bei Werder Bremen, damals.
Nun zieht es Mbangula sehr wahrscheinlich zurück nach Italien in die Serie A. Laut Deichstube gilt der FC Bologna als Interessent. Der kicker berichtet von einem Leih-Wechsel zu Atalanta Bergamo.
Kurios: Dort ist Cristiano Giuntoli nun Sportdirektor. Er hatte im vergangenen Sommer noch als Juve-Mitarbeiter die zehn Millionen Euro Ablöse für Mbangula ausgehandelt.