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Harry Kane ist kein Mittelstürmer mehr: Bayern-Star erklärt Rolle

Kane sieht sich nicht mehr als Neuner

Harry Kane ist viel mehr als "nur" ein Mittelstürmer. Der Superstar des FC Bayern definiert seine Rolle längst anders - was auch mit der Taktik der Münchner zu tun hat.
Harry Kane wird mit dem Goldenen Schuh als bester Torjäger Europas ausgezeichnet. Dafür gibt es neben einer Trophäe auch ein Selfie mit Bayern-Ikone Luca Toni.
Harry Kane ist viel mehr als "nur" ein Mittelstürmer. Der Superstar des FC Bayern definiert seine Rolle längst anders - was auch mit der Taktik der Münchner zu tun hat.

Er trifft und trifft und trifft – und das, obwohl Harry Kane längst kein klassischer Strafraumstürmer mehr ist. Immer wieder lässt sich der Torgarant des FC Bayern fallen, agiert als falsche Neun, als zweiter Zehner oder sogar noch tiefer auf dem Platz. Selbst sieht sich der Engländer inzwischen als zusätzlicher Spielmacher, wie er jetzt verriet.

„Ich sehe meine Rolle jetzt als einer von zwei Zehnern“, sagte Kane der BBC: „Ich liebe es, jemanden neben mir zu haben, mit dem ich kombinieren kann.“ Als alleinige Neun „wird man oft von zwei Innenverteidigern in die Zange genommen und hat Schwierigkeiten, überhaupt an den Ball zu kommen. Man ist darauf angewiesen, dass die anderen einen in Szene setzen.“

Das ist als Teilzeit-Regisseur anders. Als solcher sei etwa seine Aufgabe, gemeinsam auf einer Seite Überzahl zu schaffen und den Gegner vor die Frage zu stellen, wen er decken soll. So entstünden Räume, „in die unsere Flügelspieler oder Außenverteidiger vorstoßen können“. Das stelle den Gegner vor diverse, oft mehrere Probleme – und erweitere auch die Möglichkeiten für Kane selbst.

Wie Kane seine Gegner auf dem Platz scannt

Wann der 33-Jährige wo auftaucht, sei auch eine Frage des „Instinkts, ich benutze mein Fußball-Gehirn und bekomme ein Gespür dafür auf dem Platz“. So beobachte er den Gegner stets in den ersten fünf bis zehn Minuten eines Spiels, um zu verstehen, was dessen Plan sei. Dieser wiederum „diktiert, wie ich spiele“. Dann gehe es etwa darum, einen gegnerischen Abwehrspieler aus dem Zentrum zu locken.

Seine veränderte Spielweise, sagte Kane, sei auch eine Reaktion auf das immer stärker verbreitete Mann-gegen-Mann über den ganzen Platz. Wichtig sei im Spiel der Bayern dabei, dass jede Position immer besetzt sei – aber nicht, von wem. Kane schafft mit seinen Läufen Räume und für sich selbst die Option, auch mal von der Strafraumgrenze aus zum Abschluss zu kommen, „was eine große Stärke von mir ist“.

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