Bayern-Juwel Karl über die Schattenseiten der Berühmtheit

"Der FC Bayern hat mich angerufen"
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"Der FC Bayern hat mich angerufen"

Lennart Karl ist beim FC Bayern in jungen Jahren einer der größten Hoffnungsträger für die Zukunft. Jetzt gibt er einen ehrlichen Einblick, welche Anstrengungen damit auch einhergehen.

Vom Campus direkt zu den Profis und innerhalb kürzester Zeit einer der größten Hoffnungsträger im Verein: Lennart Karl hat als 18-Jähriger beim FC Bayern bereits das geschafft, wovon viele junge Talente träumen. Doch der frühe Ruhm bringt auch seine Schattenseiten mit sich.

„Ich wünsche ich mir ab und zu schon, unbekannt zu sein“, antwortete er in einem Interview mit DAZN auf die Frage, wie anstrengend es sei, Lennart Karl zu sein. Dabei bezog sich der Flügelspieler vor allem auf die Zeit außerhalb des Fußballplatzes.

Lennart Karl spielt seit 2022 beim FC Bayern
Lennart Karl spielt seit 2022 beim FC BayernLennart Karl spielt seit 2022 beim FC Bayern© IMAGO/Eibner

Lennart Karl spricht über die Schattenseiten des Ruhms beim FC Bayern

„Wenn ich mit meinen Jungs oder meiner Familie rausgehe oder in die Stadt kurz was essen gehen will. Man wird immer erkannt“, gab er Einblicke in sein Leben. Es habe noch keinen Tag gegeben, „wo ich kein Foto gemacht habe“.

„Wir sind einfach Vorbilder für die ganzen Leute da draußen und natürlich ist es cool, wenn man Fotos machen soll mit den ganzen Leuten. Aber man fühlt sich einfach immer beobachtet“, gab er zu. Gleichzeitig weiß er auch: „Das gehört beim Job dazu. Deswegen kann man dagegen nichts machen. Ich gehe sehr gut damit um.“

Karls Papa? „Kritisiert mich nicht mehr so oft“

Karl kam im Sommer 2022 aus der Jugend von Viktoria Aschaffenburg an den Campus des FC Bayern. Von dort arbeitete er sich bis in die erste Mannschaft hoch, wo er sich fest etabliert hat. In insgesamt 47 Einsätzen erzielte er zehn Tore und bereitete weitere neun Treffer vor. Im Februar unterschrieb er einen Vertrag bis 2029 in München.

Im Interview verriet er auch, dass sein Vater in der Jugend durchaus kritisch mit seinem Sohn war. „Der kritisiert mich jetzt nicht mehr so oft wie in der Jugend, weil er selbst weiß, dass ich es nach oben geschafft habe“, erklärte der 18-Jährige.

DEINE MEINUNG

Früher habe er außerdem Videoanalysen gemacht. „Das macht er nicht mehr. Da bin ich zum Glück raus“, verriet Karl auf Nachfrage. Mit Michael Ballack hat Karl zudem einen prominenten und „guten Berater“ an seiner Seite. Der Ex-Profi und Bayern-Star könne seinem Schützling wichtige Tipps mit auf den Weg geben. „Dann braucht Papa nicht mehr so viel zu machen“, meinte Karl.

Michael Olise? „Ich lerne sehr viel von ihm“

Trotz seiner Qualitäten hat Karl auf dem Flügel mit Michael Olise den aktuell vielleicht besten Spieler der Welt als direkten Konkurrenten. „Das ist natürlich was sehr, sehr Besonderes für mich. Ich lerne sehr viel von ihm und schaue mir seine Sachen an“, berichtete Karl.

Gleichzeitig gibt er sich selbstbewusst: „Natürlich habe ich auch meine Fähigkeiten, was er zum Beispiel nicht so gut kann wie ich.“ Die meisten seiner Fähigkeiten seien aber „schon echt Weltklasse“.

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