FC Bayern: Ex-Profi Lell erhebt Vorwürfe

FC Bayern: Ex-Profi Lell erhebt Vorwürfe

Ex-Profi Christian Lell erhebt Vorwürfe gegen den FC Bayern München. Er spricht von einem Trikotverbot und einem Streit um seine Biografie - und wirft seinem Ex-Klub Ausgrenzung vor.

Trikotverbot für Ex-Fußballer Christian Lell? In einem Instagram-Video hat der 42-Jährige behauptet, dass der FC Bayern ihm das Tragen seiner Trikots verbiete. Er sprach von Ausgrenzung und fehlender Unterstützung – Auslöser sei auch seine im September erschienene Biografie gewesen.

Lell zufolge erreichte ihn im Frühjahr ein Anruf aus der Münchener Chefetage, dass er nicht mehr im Trikot des Rekordmeisters auftreten solle. Zuvor hatte der ehemalige Profi, der insgesamt über zehn Jahre beim FCB war, noch an einem Benefizturnier seines Ex-Klubs teilgenommen.

Christian Lell fühlt sich von seinem Ex-Klub ausgegrenzt
Christian Lell fühlt sich von seinem Ex-Klub ausgegrenztChristian Lell fühlt sich von seinem Ex-Klub ausgegrenzt© IMAGO/Panama Pictures

„Ich wäre nicht mehr gerne gesehen mit dem Bayern-Trikot und ich möge es in Zukunft unterlassen, das Bayern-Trikot zu tragen“, sagte der 42-Jährige, der aktuell in der TV-Show Promi Big Brother zu sehen ist, über das angebliche Telefonat.

Lells Biografie sorgt für Ärger

Doch damit nicht genug: Auch das Cover seiner im September erschienenen Biografie „From Ego to Heart: Drogen, Absturz, Selbsthass – und mein Weg zurück ins Leben“ sorgte offenbar für Ärger. Lell schildert: „Ein paar Wochen später hat mein Verlag ein Anwaltsschreiben vom FC Bayern bekommen: ‚Man möge doch auf dem Cover das Bayern-Trikot entfernen.’“

Hintergrund des Schreibens soll eine mögliche Markenrechtsverletzung sein. Eine Genehmigung wurde beim Verein offenbar nicht angefragt.

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Für Lell geht es aber um mehr als die Trikot-Frage. Er warf seinem Ex-Klub vor, ihn trotz seiner Verbindung zum Verein auf Distanz zu halten: „Ich weiß nicht, wie man darauf kommt, das mit jemandem zu machen, der an der Säbener Straße aufgewachsen ist, und für den der FC Bayern ein Zufluchtsort und sicherer Hafen war.“

Lell spielte hier wohl auf seine schwierige Kindheit und Jugend an. Auch nach seiner Karriere hatte der heutige 42-Jährige mit schwierigen Phasen, unter anderem Depressionen, zu kämpfen. Schon während seiner Laufbahn als Fußballer hatte er mit Skandalen abseits des Platzes auf sich aufmerksam gemacht.

Lell lässt sich „Bayern-München-Herz“ nicht nehmen

Lells Verbindung zum Rekordmeister reicht weit zurück. Bereits als Kind war er zum FC Bayern gekommen. 1993 wechselte er in die Jugend des Rekordmeisters und schaffte den Sprung zu den Profis.

Von seinem Ex-Verein hätte er sich mehr Unterstützung gewünscht. Sein Vorwurf: „Bayern München hat mich ausgegrenzt, das ist auch total in Ordnung. Man muss verstehen, dass es Firmen, Institutionen und Menschen gibt, die einen ausgrenzen, die nicht zu einem stehen, wenn man sie am meisten gebraucht hätte.“

Trotz des Konflikts möchte Lell seine Verbindung zum FC Bayern nicht aufgeben. In seinem Instagram-Statement machte er abschließend deutlich: „Keiner der Verantwortlichen, die jetzt dort herumtanzen und glauben, etwas zu sagen zu haben, kann mich davon abhalten, ein Bayern-München-Herz zu haben. Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge klammere ich da aus, aber alle anderen Osterhasen haben keine Chance, dass ich mein Bayern-Herz aufgebe.“