Der VfL Wolfsburg hat die Sensation perfekt gemacht und Real Madrid im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League mit 2:0 geschlagen.
Champions League Viertelfinale: Die Stimmen zu Wolfsburg - Real und PSG - ManCity
Ramos: "Vergessen, was passiert ist"
Im zweiten Spiel des Abends trennten sich Paris Saint-Germain und Manchester City 2:2.
SPORT1 fasst die Stimmen zu den Spielen bei Sky, im ZDF und aus der Mixedzone zusammen:
Klaus Allofs (Geschäftsführer VfL Wolfsburg): "Wir haben über 90 Minuten die taktischen Dinge umgesetzt. Jeder war für den anderen da, von daher ist das keine große Überraschung. Ich weiß, dass wir so spielen können. Wir hatten auch vorher einige gute Spiele, aber gegen Real wird das ganz anders bewertet. Mir hat gefallen, dass wir gegen den großen Gegner, den alle übermächtig gemacht haben, trotzdem mutig waren. Das war die Grundvoraussetzung."
Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg): "Es ist schon was Geiles. Ich würde lügen, wenn es mich nicht jucken würde oder es mir nicht kalt den Rücken runter laufen würde. Wir fahren dahin, um das Bernabeu zu genießen. Wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Wir haben erst 55 Prozent geschafft. Wir müssen in Madrid noch einmal so eine Leistung bringen, wenn nicht sogar noch besser spielen. Madrid hat in jeder Phase des Spiels gut Druck gemacht, aber wir haben dagegen gehalten und als Mannschaft verteidigt. Dann haben wir als Mannschaft auch die Tore geschossen. Wir freuen uns über diesen Sieg, haben aber auch noch in der Bundesliga unsere Hausaufgaben zu machen."
Naldo (VfL Wolfsburg): "Mir ist es sehr gut ergangen. Wir haben es super gemacht. Ich bedanke mich beim Doktor aus München und beim ganzen Team, dass wir es geschafft haben, dass ich nach fünf Wochen wieder auf dem Platz stehen konnte. Wir haben gegen eine starke Madrider Mannschaft gewonnen. Heute habe ich wieder gezeigt, dass ich meiner Mannschaft helfen kann. Nach Leverkusen hat es viel Kritik gegeben. Uns wurde vorgeworfen, dass wir keine Mannschaft sind, aber heute haben wir uns nur auf uns konzentriert."
Julian Draxler (VfL Wolfsburg): "Von außen sieht es wahrscheinlich wie ein Wunder aus, auf dem Spielfeld war es aber anders, weil wir einfach eine super Leistung abgeliefert haben und trotz der letzten Wochen mit viel Selbstvertrauen aufgetreten sind. Nach ein paar Minuten haben wir gemerkt, dass auch gegen Real Madrid was geht. Dann haben wir unsere Chancen eiskalt genutzt. Danach war viel verteidigen angesagt, aber die kämpferische Leistung hat gestimmt, dann kommt so ein Ergebnis zustande. (…) Wir genießen es, dass wir 2:0 gegen Real Madrid gewonnen haben - wohlwissend, dass wir noch ein Rückspiel Bernabeu haben, wo Real ganz anders auftreten wird. Von daher war es ein guter Schritt, aber wir dürfen auch keinen Fall denken, dass wir schon mit einem Bein weiter sind.
Diego Benaglio (Kapitän VfL Wolfsburg): "Dieses Spiel dürfte in Erinnerung bleiben. Wir haben eine gute Mannschaftsleistung auf den Platz gebracht. Wir sind glücklich über das Ergebnis, aber wir wissen, was uns in Madrid erwartet."
Vieirinha (VfL Wolfsburg): "Es war eine gute Mannschaftsleistung. Niemand hat das erwartet, wir auch nicht, aber wir haben die Chance wahrgenommen. Wir haben die Leistung in den letzten Bundesliga-Spielen nicht gezeigt, aber die Spiele in der Champions League sind ganz anders. Alle haben gesehen, dass wir etwas können. Jetzt ist es an der Zeit, dieses Resultat erst einmal zu genießen."
Sergio Ramos (Kapitän Real Madrid): "Das ist alles andere als ein ideales Ergebnis für uns, aber die Aufholjagd beginnt jetzt. Wir können die Fernsehbilder begutachten und bewerten, ob der Schiedsrichter mit der einen oder anderen Entscheidung daneben lag. Aber es nützt nichts, etwas zu reklamieren. Wir müssen dieses Kapitel zuschlagen und vergessen, was passiert ist. Ich glaube nicht, dass es ein Problem der Einstellung war. Das Spiel hätte auch anders laufen können, wenn Cristianos Tor am Anfang gezählt hätte oder der Elfmeter nicht gegeben worden wäre."
Toni Kroos (Real Madrid): "Die Enttäuschung ist natürlich groß. Wir hatten uns das anders vorgestellt. Ich denke, wir haben vernünftig angefangen, hatten gleich eine große Chance durch Benzema. Danach haben wir zu viele Bälle in der Vorwärtsbewegung verloren. Und dass Wolfsburg kontern kann, haben wir gesehen. Es war mit Sicherheit kein guter Auftritt von uns, das müssen wir uns ankreiden."
Dieter Hecking (Trainer VfL Wolfsburg): "Man muss so viel Energie ins Spiel bringen, wenn man gegen so eine Top-Mannschaft gewinnen will. Wenn uns Madrid die Tür aufmacht, dann müssen wir durchgehen. Der Kontakt war da, dann ist es ein klarer Elfmeter. Wir hatten zudem mit Henrique eine Waffe im Spiel, die Real nicht auf der Rechnung hatte."
Zinedine Zidane (Trainer Real Madrid): "In der ersten Halbzeit hatten wir große Schwierigkeiten, die zweite Halbzeit war besser, aber es hat nicht gereicht. Im Rückspiel haben wir aber die Chance, es wiedergutzumachen. Wir glauben auf jeden Fall daran und werden uns nicht verrückt machen lassen. Wir haben körperlich gelitten, vor allem in der ersten Halbzeit. Es fehlte uns an Intensität und Bewegung, vor allem zu Beginn des Spiels. Ich bin komplett für dieses Ergebnis verantwortlich. Ich bin stolz auf meine Spieler, aber im Grunde genommen bin ich der Verantwortliche und muss nach Gründen dafür sowie nach Lösungen suchen."
Jese (Real Madrid): "Sie (Wolfsburg, d.Red.) sind sehr stark. Aber ich bin mir sicher, dass wir mit der Unterstützung unserer Fans im Bernabeu das Spiel noch drehen. Wir gewinnen und verlieren zusammen. Im Bernabeu müssen wir um unser Leben kämpfen."
Joe Hart (Manchester City): "Es war ein verrücktes Spiel. Zwei Auswärtstore sind super, ich hoffe, dass sie uns auch nach dem Rückspiel etwas bringen."