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Darum kann Gladbach Barcelona knacken

Darum kann Gladbach Barcelona knacken

Gladbach empfängt am zweiten Königsklassen-Spieltag den FC Barcelona. Eine klare Sache? Nicht unbedingt. SPORT1 erklärt, warum Borussia Barca knacken kann.
Nach gut einem Jahr im Amt hat Borussia Mönchengladbach den Vertrag mit seinem Trainer verlängert. André Schubert erklärt, weshalb die Unterschrift nicht schwer gefallen ist.
von Andreas Reiners

Andre Schubert machte erst einmal einen Witz.

"Ist irgendwas Besonderes los?", fragte Schubert beim Abschlusstraining angesichts des Medienaufkommens vor dem Champions-League-Gruppenspiel gegen den FC Barcelona (ab 20.15 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER).

Der Hype um das Treffen mit Neymar, Luis Suarez und Co. ist tatsächlich nicht zu überhören und zu übersehen. Auffallend oft fiel im Vorfeld natürlich immer wieder der Begriff "Weltklasse-Mannschaft", wahlweise auch "beste Mannschaft der Welt" mit einer "unglaublichen Offensivkraft".

Keine Frage, die Borussia geht als Außenseiter in das Spiel. Was aber nicht bedeutet, dass die Gladbacher ohne Chance sind.

SPORT1 zeigt, warum die Borussia den FC Barcelona knacken kann.

Einen Tag vor dem Champions-League-Kracher gegen die Borussia Mönchengladbach reisen die Stars um Neymar, Messi und Suarez an und sind bestens gelaunt.
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Hier kommen die Barca-Stars in Gladbach an

- Siegesserie:

Man spricht ja immer vom Vorteil des heimischen Publikums. Den Fans, die man im Rücken hat, die die Mannschaft nach vorne pushen. In Gladbach ist das zuletzt kein leeres Gerede gewesen.

Das 2:0 gegen den FC Ingolstadt am vergangenen Spieltag war der zehnte Liga-Heimsieg in Serie. Eine längere gab es zuletzt vor 29 Jahren. Heißt: Zuhause geht immer was.

- Kader:

Klar, dass Lionel Messi fehlt, macht aus einer Weltklasse-Mannschaft keine Rumpeltruppe. Oder wie Schubert es ausdrückte: Gladbach ist nun über Nacht nicht schlagartig Favorit geworden. Es ist allerdings auch nicht von der Hand zu weisen, dass Barca bis zu einem gewissen Grad von ihrem Superstar abhängig ist.

Allerdings haben die Gladbacher inzwischen selbst einen auch qualitativ sehr breiten Kader, der eine personelle und taktische Flexibilität bietet. Ein gewisses Überraschungsmoment für den großen Favoriten hat Schubert also durchaus in der Hinterhand.

- Selbstvertrauen:

Diese Komponente ist nie zu unterschätzen. Besagte Siegesserie lässt die Brust der Borussia anschwellen, dazu kommt der in der Liga generell gelungene Start mit zehn Punkten aus fünf Spielen.

"Wir müssen mutig spielen und mutig sein, Fußball zu spielen. Wir wollen grundsätzlich unserem Stil treu bleiben und taktisch klug und geschickt agieren", kündigte Schubert an. Das derzeitige Selbstvertrauen macht die Umsetzung ohne Frage leichter.

- Spiel des Jahres:

Es ist wohl nicht übertrieben, dass aufseiten der Katalanen nur Marc-Andre ter Stegen dem Spiel unglaublich entgegenfiebert. Für ihn ist es eine emotionale Rückkehr in seine Heimatstadt, zu seinem Ex-Klub, bei dem er groß geworden ist. Für seine Teamkollegen ist es hingegen nur ein weiteres Auswärtsspiel in der Champions League.

Marc-Andre ter Stegen freut sich auf die Rückkehr zu seinem Ex-Verein. Der Torwart möchte mit Barcelona Titel gewinnen und um das zu erreichen, soll im Champions League Spiel gegen Borussia Mönchengladbach schon einmal ein Sieg her.
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Ter Stegen weiter titelhungrig

Für die Gladbacher ist es immerhin erst die zweite Saison in der Königsklasse, jeder Auftritt also immer noch grundsätzlich ein absolutes Highlight. Und Barca ist dabei ohne Frage das Spiel des Jahres. Eine Partie, die man sich erarbeitet, die man sich verdient hat. Und von der man vor einigen Jahren nicht einmal gewagt hat zu träumen. "Das setzt dem Ganzen noch einmal die Krone auf", sagte Kapitän Lars Stindl. Und kitzelt noch ein paar Prozentpunkte mehr heraus.

- Trainer:

Einen Tag vor dem Spiel gab die Borussia die Vertragsverlängerung mit Schubert bis 2019 bekannt. Vor dem Training gingen die Spieler dann auch erst einmal brav zu ihrem Trainer und schüttelten ihm die Hand.

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Das ganze Vertragsthema war schnell vom Tisch, wie Schubert selbst erzählte. Schneller sogar als er dachte. "Natürlich haben wir ihn beglückwünscht. Wir freuen uns, die nächsten Jahre weiter mit ihm zusammenarbeiten zu dürfen", sagte Stindl. Denn die bisherige Zusammenarbeit war überaus erfolgreich, Schubert hat bereits bewiesen, dass er auch gegen vermeintlich bessere Mannschaften einen Plan hat.

Und der Erfolg gibt ihm Recht. Mit einem Schnitt von 1,91 Punkten ist der 45-Jährige der erfolgreichste Trainer der Vereinsgeschichte. Da kann man vor solch einem Spiel auch mal einen Witz machen.