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BVB selbstbewusst: Paris verwundbar

BVB selbstbewusst: Paris verwundbar

Am Dienstagabend kommt es im Achtelfinale der Champions League zum Kracher zwischen Dortmund und Paris Saint Germain. Und der BVB gibt sich durchaus selbstbewusst.
Thomas Tuchel und Borussia Dortmund - eine Beziehung, die nicht im Guten endete. Jetzt kommt der Trainer mit PSG zurück. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke spricht über das Wiedersehen.
Patrick Berger
Patrick Berger
von Patrick Berger

 "Wir werden mit einem sehr breiten Kreuz auftreten. Ich glaube, dass auch Paris Respekt vor uns hat!"

BVB-Lizenzspielerchef Sebastian Kehl tätigte diese Aussage nach dem 4:0-Sieg in der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt. Worauf sich Kehl und Co. berufen können: Der BVB spielt in Dortmund – und im eigenen Wohnzimmer hat sich der Vize-Meister eine regelrechte Festung aufgebaut.

Thomas Müller (l.) ist mit seinen Bayern derzeit in starker Verfassung
(FILES) In this file photo taken on December 11, 2019 Bayern Munich's German interim head coach Hans-Dieter Flick (R) watches Bayern Munich's Brazilian midfielder Philippe Coutinho preparing for a throw in during the UEFA Champions League Group B football match between Bayern Munich v Tottenham FC  in Munich, southern Germany. - Bayern Munich head coach Hansi Flick said he is willing to grant Philippe Coutinho time to rediscover his best form after finding himself relegated to the bench behind Thomas Mueller in recent weeks. (Photo by Odd ANDERSEN / AFP) / ALTERNATIVE CROP (Photo by ODD ANDERSEN/AFP via Getty Images)
Benfica's  Portuguese defender Thomas Tavares (L) is challenged by Lyon's French midfielder Houssem Aouar during the UEFA Champions League Group G football match between Olympique Lyonnais and SL Benfica at the Decines Groupama Stadium, on November 5, 2019. (Photo by JEFF PACHOUD / AFP) (Photo by JEFF PACHOUD/AFP via Getty Images)
Lyon's Dutch forward Memphis Depay reacts in pain during the French L1 football match between Lyon (OL) and Rennes (SR) on December 15, 2019, at the Groupama Stadium in Decines-Charpieu, near Lyon. (Photo by ROMAIN LAFABREGUE / AFP) (Photo by ROMAIN LAFABREGUE/AFP via Getty Images)
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Saisonübergreifend sind die Schwarzgelben schon seit 17 Spielen ungeschlagen. Die letzte Niederlage datiert vom 27. April 2019 (2:4 gegen Schalke). In der Bundesliga stellen die Dortmunder mit 27 Punkten aus elf Spielen das heimstärkste Team. Vor der gelben Wand wurden in dieser Runde unter anderem die Bayern im Supercup geschlagen (2:0), Leverkusen mit 4:0 geputzt und zwei Gladbach (1:0 und 2:1) besiegt.

Auch in der Champions League ist man Zuhause noch ungeschlagen. Keeper Roman Bürki: "Wir haben uns in einer Gruppe gegen Barca und Inter durchgesetzt, auch Slavia Prag war ein starker Gegner. Wir haben Inter hier Zuhause mit 3:2 geschlagen, gegen Barca 0:0 gespielt und gegen Prag 2:1 gewonnen. Wir sind sehr gut Zuhause – das muss uns Mut machen!"

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Das findet auch Axel Witsel. "Die gelbe Wand ist mehr als nur ein Detail für uns", sagt der Belgier. "Unsere Fans sorgen hier immer für eine verrückte Atmosphäre. Das ist ein besonderes Spiel für uns Spieler und die Fans. Die Stimmung wird absolut top sein."

MUNICH, GERMANY - NOVEMBER 06: A detailed view of a match ball on the pitch ahead of the UEFA Champions League group B match between Bayern Muenchen and Olympiacos FC at Allianz Arena on November 06, 2019 in Munich, Germany. (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)
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DORTMUND, GERMANY - NOVEMBER 22:  Paco Alcacer of Borussia Dortmund is injured and goes off during the Bundesliga match between Borussia Dortmund and SC Paderborn 07 at Signal Iduna Park on November 22, 2019 in Dortmund, Germany. (Photo by Jörg Schüler/Bongarts/Getty Images)
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Paris verwundbar

Was den BVB-Kickern vor dem Champions-League-Achtelfinale (21 Uhr) zusätzlichen Auftrieb gibt: Die starke Offensive. Bürki zu SPORT1: "Wir sind jederzeit in der Lage, Tore zu erzielen. Paris ist natürlich offensiv auch sehr gefährlich, aber sie sind auch verwundbar."

Bürki weiter: "Wir müssen als Team auftreten und gut verteidigen. Das Spiel gegen Barcelona muss uns vor Augen führen, dass auch gegen Paris alles möglich ist. Wir haben hinten nichts zugelassen. Wenn wir so spielen und sogar noch treffen, dann ist im Rückspiel alles möglich."

Auch für Kehl ist das Pariser Starensemble durchaus schlagbar: "Sie haben ihre Schwächen- und die wollen wir ausnutzen. Sie sind in der Defensive nicht so stark. Das könnte ein torreiches Spiel werden."

Favre denkt auch an Viererkette

Gut möglich, dass Trainer Lucien Favre mit der gleichen Mannschaft spielen lässt wie beim 4:0 gegen Frankfurt. Würde bedeuten, dass Lukasz Pizcszek anstelle des zuletzt schwächelnden Manuel Akanji in der Fünfer-Abwehrkette aufläuft. In Favres Überlegungen spielt allerdings auch eine Viererkette eine Rolle. Im 4-2-3-1-System hatten die Dortmunder schließlich gegen Barca und Inter Erfolg. 

Julian Brandt wird definitiv ausfallen. Das bestätigte Favre.

Sein Plan: "Es wird wichtig sein, dass wir bei Balleroberungen gut sind. Wir brauchen zudem viel mehr Ruhe am Ball."

Im defensiven Mittelfeld werden deshalb wohl Witsel und Emre Can spielen. Witsel: "Emre hat sich sofort gut integriert. Er kann uns und mir im Zentrum viel Balance und Stabilität geben. Vorher habe ich mit Brandt gespielt, der auch fantastisch ist, aber offensiver denkt. Emre ist eher ein Sechser. Wir werden sehen, was der Trainer morgen macht. Aber ich mag ihn und spiele gerne mit ihm zusammen."