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Was tuschelten Tuchel und Hoeneß?

Was tuschelten Tuchel und Hoeneß?

Nach der Pokalübergabe beim Champions-League-Finale gibt es ein langes Gespräch zwischen Thomas Tuchel und Uli Hoeneß. SPORT1 fragte nach, worum es ging.
Nach der knappen Niederlage von Paris Saint-Germain im Finale der Champions League gegen den FC Bayern München äußert sich Trainer Thomas Tuchel zum Gegner und über seine Zukunft beim französischen Topklub.
Florian Plettenberg
Florian Plettenberg
von Florian Plettenberg

Es geschah fast unbemerkt.

Um 22.30 Uhr stand PSG-Trainer Thomas Tuchel am Sonntagabend im Estádio da Luz am Spielfeldrand. An seiner Seite: Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeneß.

FCB-Kapitän Manuel Neuer hatte eine halbe Stunde zuvor den Henkelpott in den Lissabonner Nachthimmel gereckt, während PSG-Star Neymar zuvor mit Tränen in den Augen an jenem heiß begehrten Pokal hatte vorbeitrotten müssen.

In einem der schwersten sportlichen Momente Tuchels führte er nun ein Gespräch mit Hoeneß. Tuchel stand auf Krücken und verzichtete darauf zu sitzen, obwohl er sich wegen seines linken Mittelfußbruchs eigentlich schonen muss. Minutenlang dauerte die Szene an.

SPORT1 fragte bei Tuchel nach, worum es bei diesem Gespräch ging.

Tuchel huldigt FC Bayern: "Absolut beeindruckend"

"Ich habe Uli Hoeneß gratuliert, aber über die Details des Gesprächs sage ich natürlich nichts", erklärte der ehemalige Trainer von Mainz 05 und Borussia Dortmund.

Dann aber ließ er durchblicken, welche Anerkennung er für die Münchner hegt, und was er auch Hoeneß mitgeteilt haben dürfte: "Es ist absolut beeindruckend, was er gemeinsam mit Karl-Heinz Rummenigge erschaffen hat und wie der FC Bayern momentan dasteht. Es war schon immer ein großer Klub, aber im Moment sind sie vielleicht auf dem Weg zu dem größten Klub der Welt."

Was Tuchel besonders beeindruckt: "Auch in komplizierten Zeiten mit Corona haben sie eine unfassbare Qualität im Kader und ihre Mannschaft schon weiter verstärkt. Der FC Bayern strahlt Qualität aus."

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Tuchel-Lob für den FC Bayern, aber da war doch was!

2018 galt er als einer der Top-Kandidaten auf die Nachfolge von Jupp Heynckes beim deutschen Rekordmeister. Heynckes hatte zum Saisonende seinen Abschied ankündigt und der Name Tuchel wurde schon Wochen zuvor heiß diskutiert. Hoeneß, damals noch Präsident, soll anfangs skeptisch gewesen sein, Tuchel als Bayern-Trainer zu installieren. Allerdings soll es in Person von Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge auch einen starken Befürworter gegeben haben.

Tuchel vernahm die Uneinigkeit, entschied sich letztlich für ein Engagement bei Paris Saint-Germain und teilte den Bayern mit, dass er bei den Franzosen im Wort stehe. Schließlich wurde Niko Kovac Heynckes-Nachfolger.

Bayern-Kontakt mit Tuchel nach Kovac-Aus?

Als dieser im vergangenen November entlassen wurde, soll Tuchel von den Bayern erneut kontaktiert worden sein. Öffentlich stellte er seinerzeit allerdings klar, dass er an einem Bayern-Job "nicht interessiert" sei. So vertrauten die Bayern Hansi Flick die Kovac-Nachfolge an, der eine turbulente Saison am Sonntagabend sensationell mit dem Triple abschloss und schon Anfang April mit einem Vertrag bis 2023 ausgestattet wurde.

Hansi Flick gerät nach dem Gewinn des Triples ins Schwärmen. Dabei lobt er die Entwicklung seiner Mannschaft in den vergangen Monaten.
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Flick schwärmt von seiner Mannschaft

Die Zukunft beim FC Bayern heißt Flick. Die von Tuchel ist hingegen unklar. Sein Vertrag beim Scheich-Klub läuft noch bis 2021. Das große Vereinsziel, erstmals die Champions League zu gewinnen, hat er erneut verpasst.

Wie geht es jetzt für ihn weiter? SPORT1 fragte nach.

"Das werden wir sehen. Das liegt nicht immer nur in der Hand des Trainers. Wir werden jetzt Gespräche führen. Nicht über meine Verlängerung, sondern darüber, wie wir die Mannschaft aufbauen und weiter verstärken müssen", meinte Tuchel und kündigte an: "Wir wollen nicht nachlassen, sondern nach vorne gehen. Das, was wir jetzt hier aufgebaut haben, soll erst der Anfang sein, nicht der Höhepunkt. Das ist das Allerwichtigste und nicht mein Vertrag. Wenn alle die gleiche Idee haben, ist der das kleinste Problem."