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Irre Konstellation vor VfL-Endspiel

Irre Konstellation vor VfL-Endspiel

Der VfL Wolfsburg kassiert gegen den FC Sevilla die erste Pflichtspielniederlage unter Trainer Florian Kohfeldt. Am letzten Spieltag geht es für die Wölfe nun um Alles oder Nichts.
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von SPORT1

Der VfL Wolfsburg musste unter Florian Kohfeldt die erste Pflichtspielniederlage hinnehmen.

Die Wölfe verloren gegen den FC Sevilla mit 0:2 (0:1) und haben damit am letzten Spieltag ein echtes Endspiel um die Qualifikation für das CL-Achtelfinale vor der Brust. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Champions League)

Die Wolfsburger vergaben damit die Chance, bereits am vorletzten Spieltag einen großen Schritt Richtung Champions-League-Achtelfinale zu machen.

Dementsprechend enttäuscht zeigte sich Lukas Nmecha bei Amazon Prime nach Abpfiff.

„Die haben gut gespielt und wir halt nicht. Wir haben nicht gut genug Druck draufgepackt und zu oft den Ball verloren. Wir waren heute einfach nicht gut. Sie sind eine gute Mannschaft und dann wird man bestraft.“

Verrückte Konstellation vor Endspiel

Vor dem Endspiel gegen OSC Lille gibt es für den VfL nun eine hochinteressante Konstellation. Bei einem Sieg wäre das Team von Kohfeldt für das CL-Achtelfinale qualifiziert, da der VfL punktgleich mit dem französischen Klub wäre und den direkten Vergleich gewinnen würde.

Zudem klauen sich der Tabellenzweite - und Dritte gegenseitig die Punkte.

Sollte Wolfsburg jedoch verlieren oder auch nur Remis spielen, wäre die Chance auf Europa vertan.

Bedeutet: Der VfL Wolfsburg kann sich am letzten Spieltag nur für die Champions League qualifizieren - oder als Gruppenletzter ausscheiden. Eine Qualifikation für die Europa League ist dadurch bereits ausgeschlossen.

Sevilla beginnt druckvoll

Der Gastgeber aus Sevilla kam gegen den VfL gut in die Partie und drängte Wolfsburg von Beginn an die Defensive.

Die Quittung folgte prompt: Nach einer gefühlvollen Flanke von Ivan Rakitic verschätzte sich Joshua Guilavogui fatal und Joan Jordan nickte den Ball aus kurzer Distanz zur Führung ein (12.)

Das frühe Gegentor wirkte wie ein Weckruf und die Wölfe investierten von nun an mehr in die Offensive.

Wolfsburg mit Endspiel am letzten Spieltag

Zuerst knallte Lukas Nmecha den Ball aus rund 18 Metern nur an die Latte (18.), kurz darauf verfehlte erneut Nmecha mit einem abgefälschten Schuss nur knapp den Kasten (22.)

Dennoch blieb Sevilla die spielbestimmende Mannschaft und stellte die Wolfsburger Hintermannschaft regelmäßig vor Probleme. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Champions League)

Die Wolfsburger Probleme nahmen auch nach dem Seitenwechsel nicht ab. Wie schon in den ersten 45 Minuten krankte das Spiel des von 400 Fans nach Spanien begleiteten Bundesliga-Sechsten an ungenauem Passspiel und Ideenlosigkeit in der Offensive.

Sevilla-Coach Julen Lopetegui konnte das Geschehen im Stadion Ramon Sanchez-Pizjuan durchaus gelassen verfolgen.

Kohfeldt hingegen wurde immer unruhiger und reagierte in der 66. Minute: Yannick Gerhardt, an dem die Partie zumeist vorbei lief, wurde durch Maximilian Philipp ersetzt, um den Druck auf Sevilla zu erhöhen.

Doch auch diese personelle Maßnahme fruchtete zunächst nichts. Angetrieben von 30.000 Zuschauern war Sevilla einem zweiten Tor deutlich näher als der VfL dem Ausgleichstreffer.

In der Nachspielzeit war es schließlich soweit und Rafa Mir erhöhte für Sevilla auf 2:0. (90.+7)

Durch die Niederlage gegen Sevilla stürzte Wolfsburg auf den letzten Platz ab und hat am letzten Spieltag gegen OSC Lille nun ein Endspiel vor der Brust.

Der VfL muss dann allerdings auf den gelbgesperrten Nationalstürmer Lukas Nmecha verzichten.

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