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Reus verrät: „Erling war sauer auf sich selbst“

Reus verrät: „Erling war sauer auf sich selbst“

Borussia Dortmund verabschiedet sich mit Anstand aus der Champions League. RB Leipzig zieht durch den Sieg gegen Manchester City wie der BVB in die Europa League ein. Die Reaktionen.
Marco Rose zeigt sich zufrieden mit CL-Abschied des BVB gegen Besiktas. Eine Frage über den verletzten Manuel Akanji sorgt beim BVB-Coach für Verwunderung.
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von SPORT1

Borussia Dortmund hat am letzten Gruppenspieltag der Champions League Besiktas Istanbul mit 5:0 auseinandergeschraubt. Zuvor hatte sich RB Leipzig durch einen 2:1-Erfolg gegen Manchester City das Überwintern in Europa gesichert. Die Sachsen gehen nach der Jahreswende in der Europa League an den Start.

SPORT1 hat die Stimmen von DAZN, Amazon Prime und aus den Pressekonferenzen:

Marco Rose (Trainer Borussia Dortmund): „Die letzten Spiele haben wir ordentlich gespielt. Auch heute waren wir von Anfang an gut im Spiel, haben es seriös gegen und gut mit dem Ball gemacht. In der zweiten Halbzeit wird es in Überzahl ein anderes Spiel, aber auch das haben wir seriös gemacht. Wir haben uns gut aus der Champions League verabschiedet.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Champions League)

... über das Champions-League-Aus: „Wir sind mit zwei Siegen gestartet, hatten eine Top-Voraussetzung. In Amsterdam waren wir richtig schlecht. Dann im Heimspiel machen wir es lange richtig gut und dann kommt die Rote Karte. Hinten raus fehlt uns dann die Kraft.

Im Endspiel in Lissabon geraten wir dann durch einen individuellen Fehler in Rückstand. Unsere Champions-League-Saison ist etwas unglücklich gelaufen. Wir haben das Ziel, weiterzukommen, verpasst. Das ist nicht gut. Trotzdem war es uns heute nochmal wichtig, ein gutes Spiel zu machen. Jetzt müssen wir nach vorne schauen. Wir sind in Europa League, Bundesliga und Pokal noch dabei. Wir wollen uns verbessern.“

... über Marco Reus: „Wie in den letzten Wochen war auch heute auf Marco Verlass. Ich muss ihn gar nicht stärken, er ist stark genug. Er ist unser Kapitän und macht das seit Saisonbeginn gut. Insbesondere das zweite Tor… das machen so nicht viele. Er ist so ein feiner Fußballer, hat eine feine Technik und ein sehr gutes Gefühl für freie Räume. Es macht einfach Freude, ihm zuzuschauen.“

Reus: „Es tut immer noch weh“

Marco Reus (Borussia Dortmund): „Für unser Spiel war es wichtig, im Rhythmus zu bleiben. In der ersten Hälfte war unser Gegenpressing überragend, so haben wir uns das vorgenommen. Es muss unser Ziel für die nächsten Spiele, das auch so umzusetzen. Es ging darum, Selbstvertrauen zu sammeln, das ist uns gelungen.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Champions League)

... zum zweiten Tor: „Ich gehe schon Risiko ein, weil ich damit liebäugle, dass der erste Spieler die Beine aufmacht. Es war auch Glück dabei, weil ich den Schuss nicht richtig treffe.“

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... zur Europa League: „Ich gehe davon aus, dass alle Bock haben. Es tut immer noch weh, muss ich sagen. Die Truppe hat das Potenzial für die Champions League. Aber wenn man drei Spiele verliert, hat man es nicht verdient. Wenn wir die Europa League jetzt annehmen, haben wir gute Chancen, da was zu reißen. Es kommt darauf an, was in der Auslosung kommt.“

... über Haalands verpasstes drittes Tor: „Ich habe ihn gerade in der Kabine gesehen, er war sauer auf sich selbst.“

... ob Haalands Zukunft Thema in der Mannschaft ist: „Nee, noch nicht, das kommt noch. Es wird irgendwann das Thema werden, aber momentan hat man nicht das Gefühl, dass er sich damit beschäftigt. Momentan ist er einfach geil auf Tore und froh, dass er fit ist. Er weiß natürlich, was er hier hat. Aber am Ende muss er die Entscheidung treffen.“

... über Bellingham: „Persönlich habe ich nicht mit ihm gesprochen. Wir stehen komplett hinter ihm. Man redet immer viel von Emotionalität, dann fallen auch mal Sätze, die man im Ruhigen vielleicht  nicht sagen würde. Er ist 18 Jahre alt, sowas muss man ihm zugestehen. Aber das Spiel ist Geschichte, das Thema gegessen.“

Hummels: Hatte was von einem Trainingsspiel

Mats Hummels (Borussia Dortmund): „Für beide Mannschaften ging es heute nicht mehr wirklich um was. Nach dem 2:0 und der Roten Karte hatte es ein bisschen was von einem Trainingsspiel. Logischerweise war die Anspannung nicht mehr riesig. In der zweiten Halbzeit hatte es immer wieder Züge davon. Das ist gar nicht despektierlich gemeint. Besiktas stand dann bisschen tiefer. Das ist auch nachvollziehbar, dass sie versuchen, das Ergebnis nicht zu hoch ausfallen zu lassen.“

... über eine eventuelle Vorfreude auf die Europa League: „Wir sind traurig, dass wir aus der Champions League raus sind. Wenn ich es richtig gesehen habe, hätte das 2:3 noch gereicht, wenn wir es in Lissabon noch erreicht hätten. Aber jetzt gehen wir die Europa League an, und da gibt es logischerweise nur ein Ziel für uns: So weit wie möglich zu kommen und am Ende den Pokal zu holen.“

Achim Beierlorzer (Interimstrainer RB Leipzig): „Wir haben eine tolle Reaktion der Mannschaft gesehen, leider vor leerem Haus. So ein Spiel und so ein Gegner hätte ein volles Stadion verdient gehabt. Wir haben uns an den Matchplan gehalten und hochverdient gewonnen, taktisch extrem diszipliniert, und die Mannschaft hat gezeigt, dass sie mit und ohne Ball sehr gut agieren kann. Wichtig sind jetzt die drei Spiele in der Bundesliga, damit wir punktetechnisch in eine bessere Lage kommen.“

Dominik Szoboszlai (RB Leipzig): „Wir wollten zeigen, dass wir bis jetzt nicht das gemacht haben, was wir uns vorgestellt haben. Wir haben heute gezeigt, dass wir mit Mut und Willen alle besiegen können.

Klar fragt man sich, warum man in dieser Saison nicht jedes Spiel so gut wie heute spielen können. Wir haben gezeigt, dass wir auch schlecht spielen können. Wir wollen an das Spiel heute aber jetzt anknüpfen.“

Konrad Laimer (RB Leipzig): „Wir haben uns vorgenommen, Spaß am Fußball zu haben. Wir wollen gemeinsam auftreten, haben das gut gemacht und verdient drei Punkte geholt. Es hat auch nicht alles gut geklappt, wir haben aber eine gute Mischung gefunden und hätten sogar das eine oder andere Tor mehr machen müssen. Wir freuen uns aber über den Sieg und wollen jetzt so weitermachen.

...zu seiner Torvorlage zum 1:0: „Ich hatte ein bisschen Angst, dass es Abseits ist, weswegen ich mich erst nicht so gefreut habe. Es hat mich gefreut, dass ich Dominik so anspielen konnte. Es ist aber auch ein bisschen scheiße, dass wir gerade keine Zuschauer im Stadion haben können.“

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