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Champions League: Dortmunder Rückfall in alten Zeiten - diese Probleme muss Trainer Terzic lösen

Diese Probleme muss Terzic lösen

Die Klatsche in Leipzig war für Borussia Dortmund ein Rückfall in alte Zeiten. Trainer Edin Terzic wird gleich mit mehreren Problemen konfrontiert. Im SPORT1-Podcast „Die Dortmund-Woche“ sprechen Patrick Berger und Oliver Müller über die Baustellen.
Am Mittwoch trifft der BVB in der Champions League auf Manchester City und den abgewanderten Erling Haaland. Für Edin Terzic kein Thema.
Die Klatsche in Leipzig war für Borussia Dortmund ein Rückfall in alte Zeiten. Trainer Edin Terzic wird gleich mit mehreren Problemen konfrontiert. Im SPORT1-Podcast „Die Dortmund-Woche“ sprechen Patrick Berger und Oliver Müller über die Baustellen.

Nächster Stopp: Manchester!

Ausgerechnet mit einer 0:3-Klatsche gegen Leipzig im Gepäck geht es für Borussia Dortmund in das schwere Auswärtsspiel bei City und Ex-Stürmer Erling Haaland (zwölf Tore nach acht Spielen)! (Champions League: ManCity - Borussia Dortmund am Mi. ab 21 Uhr im LIVETICKER)

Mit der Sondermaschine EW1909 ist der BVB-Tross am Dienstag vom Dortmunder Flughafen in Richtung England aufgebrochen. Und Trainer Edin Terzic hat nach dem desolaten Leipzig-Auftritt ein paar Sorgenfalten mehr auf der Stirn. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Champions League)

In einer neuen Folge des SPORT1-Podcasts „Die Dortmund-Woche“ sprechen die beiden BVB-Reporter Patrick Berger und Oliver Müller über die aktuellen Probleme beim Vizemeister, an denen letztlich Ex-Coach Marco Rose (jetzt Leipzig) verzweifelte. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Champions League)

Wackel-Auftritte wie unter Marco Rose

Die vielen Wackel-Auftritte waren am Ende einer der Hauptpunkte, wieso Rose im Sommer gehen musste. Geht das auch unter Terzic so weiter? Neben den Cup-Siegen gegen 1860 München und Kopenhagen (je 3:0) und den Ligasiegen gegen Leverkusen, Hertha, Hoffenheim (je 1:0) und Freiburg (3:1) gab es zwei unerklärliche Pleiten gegen Bremen (2:3) und Leipzig (0:3). (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

In Leipzig gab es am Wochenende kaum Gegenwehr, zudem fehlte die Bereitschaft völlig, füreinander in jeden Zweikampf zu gehen. „Wir hatten ein paar Dinge, die uns nicht gefallen haben, die hatten wir auch in der Vergangenheit häufig“, kritisierte Terzic: „Wir müssen daran arbeiten, dass wir mehr Konstanz reinbekommen.“

Bestes Beispiel: Kapitän Marco Reus hatte schon einige Top-Auftritte (wie gegen Kopenhagen), tauchte dann aber gegen Leipzig ab. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Dortmund wird von Verletzungen geplagt

Wie schon unter Rose reißt die bittere Verletztenmisere nicht ab. Und das, obwohl der neue Sportchef Sebastian Kehl viel Personal ausgetauscht hat. Mit Gregor Kobel, Mahmoud Dahoud, Jamie Bynoe-Gittens, Mateu Morey, Sébastien Haller, Donyell Malen, Thorgan Hazard und Karim Adeyemi fehlten zuletzt gleich acht (!) Stammspieler.

  • „Die Dortmund-Woche“, der SPORT1 Podcast zum BVB: Alle Infos rund um Borussia Dortmund - immer dienstags bei SPORT1, auf meinsportpodcast.de, bei Spotify, Apple Podcasts und überall, wo es Podcasts gibt

Zwischenzeitlich waren auch Niklas Süle und Salih Özcan angeschlagen. „Das ist extrem viel“, sagt BVB-Experte Müller, die Ursachenforschung im Verein laufe längst.

Reporter Berger findet allerdings: „Man muss die Niederlage gegen Leipzig, die natürlich nicht akzeptabel war, trotzdem ein wenig einschränken. Wenn dir so viele wichtige Spieler wegfallen, wird es für jede Mannschaft schwer. Zudem waren auch viele unglückliche Verletzungen dabei.“

Terzic muss mit seinem gesamten Team und den Spielern dennoch dafür sorgen, dass die Verletzungen minimiert werden.

Einst Haaland und Sancho: Dortmund hat keinen X-Faktor mehr

Hatte der BVB in den vergangenen Jahren mit Erling Haaland und Jadon Sancho zwei Top-Torjäger, auf die jederzeit Verlass war, fehlt diesmal der X-Faktor. Nach der Hodenkrebs-Diagnose von Haller wurde Anthony Modeste verpflichtet. Mit dem Franzosen (erst ein Tor) läuft das Angriffsspiel aber noch überhaupt nicht.

Der Ex-Kölner, der für das teure Gesamtpaket von rund elf Millionen Euro (Gehalt und Ablöse) geholt wurde, ist bislang ein Fehleinkauf. „Aktuell klappt das nicht“, findet Berger. „Er wird von den Mitspielern oft gesucht, aber nicht richtig gefunden. Er hat noch überhaupt keine Bindung zum Spiel.“

Und Müller ergänzt: „Ich verstehe dieses Festhalten an Modeste nicht. In der Form hilft er aktuell nicht wirklich weiter.“ Problem aber: Von Top-Talent Youssoufa Moukoko wird zurzeit im Training offenbar zu wenig Druck ausgeübt.

Der Offensive fehlt es an Tempo

Dem BVB fehlt aktuell das Tempo. Stürmer Modeste ist zu langsam, durch die Ausfälle von Adeyemi und Malen lahmt das BVB-Spiel. „Wenn du mit Brandt, Wolf und Reus spielst, fehlt dir natürlich Geschwindigkeit“, sagt Müller mit Blick auf die Leipzig-Pleite: „Gerade für den Terzic-Fußball ist Tempo ein ganz wichtiges Kriterium.“

Adeyemi habe man beispielsweise auch deshalb geholt, weil man nach dem Abgang von Sancho ein Vakuum habe. Es wird Zeit, dass die schnellen Flügelspieler wieder zurückkommen.

Im Podcast „Die Dortmund-Woche“ sprechen SPORT1 Chefreporter Patrick Berger und SPORT1 Reporter Oliver Müller über die aktuellen Themen bei Borussia Dortmund. Folge 39 steht im Zeichen des CL-Krachers bei Manchester City und des Revierderbys gegen Schalke. Welche Probleme Edin Terzic vor diesem Spiel lösen muss, wie die Verletztensituation aussieht und wie der Abschied von Erling Haaland damals wirklich ablief! Der SPORT1-Podcast „Die Dortmund-Woche“ ist immer dienstags auf podcast.sport1.de, in der SPORT1 App und auf den gängigen Streaming-Plattformen Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, Deezer und Podigee abrufbar.

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