Der Wechsel von Robin Gosens zu Inter Mailand hat sich bislang für beide Seiten noch nicht vollumfänglich ausgezahlt.
Champions League: Deshalb ist das Bayern-Spiel für Gosens so wichtig
Dieser Verein hat Gosens im Visier
Im kommenden Sommer endet das Leihgeschäft, dann ist Inter Mailand verpflichtet die Kaufoption zu ziehen und über 25 Millionen Euro an Atalanta Bergamo überweisen.
Sehr viel Geld für einen Spieler, der seit seiner Ankunft im vergangenen Jahr in 32 möglichen Pflichtspielen nur sechsmal in der Startelf stand.
Gosens: Dieser Moment hat seine Karriere verändert
Wendet sich im letzten Champions-League-Gruppenspiel beim FC Bayern München für ihn alles zum Guten? „Es ist etwas Besonderes für mich hier zu sein“, blickte Gosens vor dem für ihn so wichtigen Match zurück.
Er erinnerte sich an das EM-Spiel gegen Portugal (4:2), als er im Sommer 2021 im Münchner Stadion mit einer Energieleistung Fußball-Deutschland begeisterte: „Das war einer der größten Momente meiner Karriere. Es hat meine Karriere verändert.“
Inzwischen ist der Gosens-Express, obwohl er in der Königsklasse beim FC Barcelona traf, allerdings ins Stottern geraten. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Champions League)
Zu Jahresbeginn noch hatte der 28-Jährige mit einer Oberschenkelverletzung zu kämpfen, im Frühjahr setzten ihn leichte Adduktorenprobleme außer Gefecht. „Derzeit fühle ich mich aber fit“, betonte er.
Obwohl die Platzierungen in der Vorrundengruppe C klar sind, geht es für Gosens gegen den FC Bayern um alles: „Das ist ein wichtiger Gratmesser gegen eine der europäischen Topmannschaften. Darauf habe ich richtig Bock.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Champions League)
Gosens hofft auf das WM-Ticket
Der Linksaußen steht dabei im Fokus. Bundestrainer Hansi Flick wird kurz vor Beginn der Winter-Weltmeisterschaft in Katar genau hinsehen.
In der Nations League stand er viermal nicht im Kader, durfte nur 22 Minuten in der letzten Partie gegen England mitwirken. „Ich biete mich im Training an und probiere dann gut zu spielen. Der Rest liegt nicht an mir“, sagte Gosens zu seinen WM-Chancen. Er will sich ins Schaufenster stellen.
Allerdings wird nicht nur Flick die Augen offenhalten. Im vergangenen Sommer bemühte sich Bayer Leverkusen um einen Transfer.
Gosens gab im SPORT1-Interview zu, mit Manager Simon Rolfes telefoniert zu haben: „Ich habe ihm gesagt, dass ich bei Inter noch nicht fertig bin und attackieren möchte. Ich fühle mich bei Inter aktuell sehr wohl und bin sicher nicht gegen meinen Willen dort.“
Neben Bayer und Schalke: Auch die Eintracht beschäftigt sich mit Gosens
Die Reservistenrolle kann allerdings nicht dessen Anspruch sein. Ob sich deshalb schon im Januar ein Türchen in Richtung Bundesliga öffnet?
„Ich habe diesen großen Willen, das zu realisieren. Ich glaube, dass ich als deutscher Spieler, der in der Nationalmannschaft spielt und Auslandserfahrung hat, auch in Zukunft für Bundesliga-Klubs interessant sein kann“, hielt sich Gosens im SPORT1-Gespräch im September diese Option offen.
Ein Wechsel zum FC Schalke 04 „wäre sicherlich das perfekte Match“. Aber ob der Revierklub in der aktuellen Lage (finanziell, sportlich) reizvoll ist? Fraglich.
Oder steigt plötzlich Eintracht Frankfurt ins Rennen ein? Nach SPORT1-Informationen beschäftigen sich die Hessen mit Gosens.
Er würde genauestens in das 3-4-3-System von Trainer Oliver Glasner als linker Schienenspieler passen. Christopher Lenz fehlt zu häufig verletzt und bei Luca Pellegrini gibt es auch intern weiterhin Zweifel an der Tauglichkeit.
Paket Gosens ist kein günstiges
Gosens könnte die Rolle, die Filip Kostic vier Jahre herausragende ausfüllte, bekleiden und ein Eintracht-Problem lösen.
Doch zur Wahrheit zählt auch, dass das Gesamtpaket für die Hessen wahrscheinlich zu teuer ist. Es müssten wohl schon viele Faktoren (Weiterkommen in der Champions League, Entgegenkommen des Spielers und Inter in Form einer Leihe) zusammenkommen. Ein Schnäppchen wäre er nicht.
Die Zukunftsfrage bei Gosens – sie bleibt daher trotz langfristigen Vertrags bis 2026 mindestens so spannend wie die Frage nach dem WM-Ticket. (NEWS: DFB-WM-Kader: Wer muss zittern?)