Anzeige
Home>Fußball>Champions League>

Schiri-Entscheidung bei Champions-League-Finale gefallen

Champions League>

Schiri-Entscheidung bei Champions-League-Finale gefallen

Anzeige
Anzeige

Schiri-Entscheidung bei CL-Finale fix

Nach dem Wirbel um seinen Auftritt bei einer Veranstaltung eines Rechtspopulisten trifft die UEFA die Entscheidung über Final-Schiri Szymon Marciniak.
Marciniak hat sich öffentlich entschuldigt
Marciniak hat sich öffentlich entschuldigt
© AFP/SID/KIRILL KUDRYAVTSEV
. SID
. SID
von SID

Schiedsrichter Szymon Marciniak (Polen) darf trotz seines Auftritts bei einer umstrittenen Veranstaltung des Rechtspopulisten Slawomir Mentzen das Finale der Champions League nächste Woche in Istanbul pfeifen. Das gab die UEFA am Freitag bekannt.

„Ich möchte mich zutiefst für meine Teilnahme und den dadurch verursachten Kummer oder Schaden entschuldigen“, schrieb Marciniak in einer Erklärung, die die UEFA veröffentlichte.

Er sei "in die Irre geführt" worden und sich der "wahren Natur" der Veranstaltung am 29. Mai in Kattowitz "nicht bewusst" gewesen, schrieb Marciniak weiter: "Ich hatte keine Kenntnis davon, dass sie mit einer polnischen rechtsextremen Bewegung verbunden war. Wäre mir diese Tatsache bekannt gewesen, hätte ich die Einladung kategorisch abgelehnt." Der 42-Jährige verurteile "jede Form von Hass, Diskriminierung oder Intoleranz von ganzem Herzen, da sie weder im Sport noch in der Gesellschaft als Ganzes Platz haben."

Mentzen gehört zur Führungsriege des rechtsextremen und EU-kritischen Bündnisses Konfederacja. Deren Ziele hatte er vor einigen Jahren wie folgt zusammengefasst: "Wir wollen ein Polen ohne Juden, Homosexuelle, Abtreibungen, Steuern und die Europäische Union."

Marciniak war am 22. Mai durch die UEFA als Schiedsrichter für das Champions-League-Finale am 10. Juni zwischen Manchester City und Inter Mailand in Istanbul angesetzt worden. Der Pole gehört seit Jahren zu den angesehensten Referees, im vergangenen Winter pfiff er bereits das WM-Finale zwischen Weltmeister Argentinien und Frankreich in Katar.