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Sexismus-Debatte um Claudia Neumann: Kult-Kommentator Frank Buschmann reagiert

Sexismus-Wirbel! Buschmann reagiert

Claudia Neumann ist die erste Frau die ein Champions-League-Finale kommentiert - und wird nach dem Spiel im Internet teils übel angefeindet. Jetzt schaltet sich auch Kult-Kommentator Frank Buschmann in die Debatte ein.
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Claudia Neumann ist die erste Frau die ein Champions-League-Finale kommentiert - und wird nach dem Spiel im Internet teils übel angefeindet. Jetzt schaltet sich auch Kult-Kommentator Frank Buschmann in die Debatte ein.

Als erste Frau hatte Claudia Neumann am Samstag im ZDF ein Champions-League-Finale kommentiert - und war danach in den sozialen Netzwerken scharf kritisiert worden, nachdem ihr einige Fehler unterlaufen waren.

Unter den Anfeindungen befanden sich auch einige sexistische Meinungen.

Nun hat sich Frank Buschmann in die Debatte eingeschaltet. Der Kult-Kommentator bezog in einem Video auf Twitter Stellung zum Shitstorm gegen Neumann: „Bei Twitter war sehr viel sachliche Kritik, aber auch einiges an unsachlicher Kritik. Da kann man auch schon von Hate sprechen.“

Neben der Rückendeckung für die Kollegin erklärte Buschmann auch: „Ich würde empfehlen – so wie das Usus ist – , dass sich die Verantwortlichen des ZDF und auch Claudia die Übertragung noch mal anschauen und überlegen, was gut oder schlecht war.“

Sexismus-Debatte: Frank Buschmann bezieht Stellung

Buschmanns Ratschlag: „Wenn man sachlich Kritik übt, dass man einfach einen Gang zurückschaltet und wenn man sexistisch Kritik übt, dass man einfach die Klappe hält.“

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„Hauptsache die Frauenquote stimmt“

Auslöser des Wirbels um Neumann war unter anderem, dass die 59-Jährige Namen mancher Spieler falsch ausgesprochen oder vertauscht hatte.

Einige User machten sich darüber lustig, dass sie City-Verteidiger Kyle Walker zunächst Dennis Walker und später Kylo Walker nannte. Julian Alvarez wiederum war von Neumann als Julian Alvaro vorgestellt worden.

Fachliche Mängel, die im Internet mit teils sexistischen Einlassungen („Hauptsache die Frauenquote stimmt“ / „Unqualifizierte Labertante“) kommentiert wurden - und das ZDF hinterher empört reagieren ließ.

Unter den Kommentaren gab es jedoch auch deutlich reflektiertere Aussagen. „Es gibt genug männliche Kommentatoren, die mit ähnlichen fachlichen Problemen zu kämpfen haben wie Claudia Neumann. Aber die kommentieren dann auch keine Finalspiele“, hieß es etwa bei 11Freunde.

Neuer Wirbel um Claudia Neumann

Zudem wurden Kolleginnen Neumanns ins Feld geführt, um Fehler nicht auf das Geschlecht zu beziehen.

Ein User schrieb auf Twitter: „Ernsthaft. Nachdem Claudia Neumann jetzt so eine große Rolle bekommen hat, muss ZDF auch den Gegenwind sehen. Niemand von uns (der Großteil) hat etwas gegen Frauen in solchen Rollen, ihr fehlt es nur komplett an Fachwissen. Almuth Schult ist das perfekte Gegenbeispiel.“

ZDF-Sportchef Yorck Polus hatte Neumann angesichts des Wirbel gestützt: „Claudia Neumann ist eine professionelle und erfahrene Kommentatorin, was sie beim Champions-League-Finale einmal mehr unter Beweis gestellt hat.“

Der TV-Mann fügte weiterhin an: „Konstruktive und sachliche Kritik an ihrer Arbeit ist völlig okay. Völlig inakzeptabel ist jedoch das große Ausmaß an Hass und Beleidigung, das ihr entgegenschlägt.“