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FC Bayern: Bitterer Patzer! Neuer erklärt sich

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FC Bayern: Bitterer Patzer! Neuer erklärt sich

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Bitterer Patzer: Neuer erklärt sich

Manuel Neuer spielt im Halbfinale des FC Bayern bei Real Madrid lange groß auf. Der Superstar lässt die eigenen Fans jubeln - und patzt dann böse.
Manuel Neuer hält gegen Real Madrid erst überragend, patzt dann aber folgenschwer. Nach dem Spiel erklärt der Torhüter des FC Bayern seine Sicht auf die Szene zum 1:1.
SPORT1
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von SPORT1
Manuel Neuer spielt im Halbfinale des FC Bayern bei Real Madrid lange groß auf. Der Superstar lässt die eigenen Fans jubeln - und patzt dann böse.

Erst Held, dann tragische Figur! Manuel Neuer hat beim bitteren Halbfinal-Aus des FC Bayern in der Champions League gegen Real Madrid in der ersten Halbzeit die Zeit zurückgedreht. Der Torhüter des deutschen Rekordmeisters glänzte gleich mehrfach wie zu seinen besten Zeiten und hielt sein Team im Spiel - und in der zweiten Halbzeit patzte er entscheidend!

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Beim Stand von 1:0 unterlief dem Kapitän des deutschen Rekordmeisters in der 88. Spielminute ein technischer Fehler, als er einen vergleichsweise harmlosen Schuss von Vinicius Jr. beim Fangversuch nach vorne abprallen ließ. Der Abstauber landete beim eingewechselten Joselu, der sich nicht lange bitten ließ. Wenig später netzte der Real-Joker dann erneut zum späteren 2:1-Endstand ein.

Manuel Neuer unterläuft ein böser Patzer
Manuel Neuer unterläuft ein böser Patzer

Neuer erst gefeiert - und dann dieser Patzer!

Beim zweiten Gegentreffer war Neuer chancenlos. Bis zu seinem folgenschweren Fehler hatte er ein fantastisches Spiel abgeliefert. Die bittere Szene erinnerte an das WM-Finale 2002, als Oliver Kahn im Tor der deutschen Nationalmannschaft erst unüberwindbar war und dann einen haltbaren Ball nicht festhalten konnte. Der Fehler bedeutete damals die Pleite gegen Brasilien.

„Jeder, der Fußball spielt, weiß, wie es einem da geht“, sagte ein sichtlich geknickter Neuer nach dem Spiel bei DAZN: „Dass man so ausscheidet, ist extrem bitter. Wir waren schon mit einem Schritt in London. Da fehlen einem echt die Worte.“

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Er habe den entscheidenden Ball „anders erwartet. Er ist dann einen Tick höher gegangen. Damit habe ich nicht gerechnet, dass da ein minimaler Maulwurf drin war im Platz. Dann war Joselu einfach schneller, dann wird es schwer, das zu verteidigen. Dieses 1:1 ist brutal.“

Trainer Thomas Tuchel sprach von einem in Fehler, „der Manuel Neuer in 100 Jahren nicht passiert. Die Jungs sind sehr enttäuscht. Wir waren schon fast durch, es war ein voller Fight. Nichts, was ich sage, kann das irgendwie lindern. Sind auch alle entsprechend sauer, ganz bitter.“

Tuchel leidet mit Neuer

Auf der Pressekonferenz fasste er seine Emotionen dann noch mal so in Worte: „Gerade hat mich jemand gefragt, ob Manu den von 100 Mal 99 Mal hält. Von 10.000 hält er den 10.000 Mal. Das ist der 10.001.“

Es sei „ausgeschlossen, dass Manu diesen Fehler macht. Und er macht ihn ausgerechnet heute nach diesem Weltklasse-Spiel. Das ist so bitter.“

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Wenn es jemand gebe, „der das nicht verdient hat, ist es Manu. Wir wissen, wo er herkommt, wie er geschuftet hat. Ich weiß, was er getan hat dafür, kenne seine Persönlichkeit. Man denkt immer, das passiert für einen höheren Sinn. Aber ich weiß nicht, ob der sich noch erschließt in den nächsten 50 Jahren.“

Neuer sei der Unglücklichste von allen.

Es fing alles so gut an

Für Neuer hatte im Bernabéu alles so gut angefangen: In der 13. Minute packte der Routinier eine erstaunliche Doppelparade aus, als Madrids Superstar Vinícius Júnior plötzlich frei stehend am Fünfmeterraum seines Kastens auftauchte.

Den ersten Schuss aus spitzem Winkel lenkte er gerade noch so an den Innenpfosten, dann warf er sich in den Nachschuss von Rodrygo, ehe er den Ball auf dem Boden sitzend fangen konnte.

In der 38. Minute musste sich Neuer dann nach einem Ball von Vinícius - der wohl als Flanke gedacht war - lang machen. Gerade so drehte er die Kugel noch um den Pfosten.

Im Netz wurde der Torhüter von den eigenen Fans entsprechend gefeiert - während einige Real-Anhänger eher gequält reagierten: „Manuel Neuer ist 38 und immer noch einer der besten Keeper der Welt. Geisteskrank“, schrieb ein User bei X: „Und für mich als Torwart immer ein Vorbild gewesen. Auch wenn er bei Bayern spielt, es tut gut zu sehen, wie krass er auch in diesem Alter noch ist.“

„Wird zum Giganten“: Neuer erst noch gefeiert

Weitere Reaktionen gefällig? „Vini versuchte es mit dem ersten und Rodrygo mit dem zweiten, aber Neuer vollbrachte das WUNDER!“, titelte TNT Sports. Movistar Plus ergänzte: „Neuer wird im Bernabéu zum Giganten.“

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Ein X-User, der es wohl eher mit den Königlichen hält, meinte: „Neuer, du bist 40, hör auf!“ Ein anderer meinte: „Neuer, nicht heute.“ Und auch diesen Zuschauer ließ Neuer leiden: „Ich kann nicht glauben, dass er nicht reingegangen ist.“

Zur Halbzeit hielt Neuer das 0:0 fest, im Hinspiel hatten sich die beiden Teams mit 2:2 getrennt. In Durchgang zwei machte er dann munter weiter, hechtete sowohl einen Freistoß von Rodrygo als auch einen strammen Schuss von Vinicius weg. Bis zur 88. Spielminute, als sein Fehler alles änderte.