Champions League>

Blamage für ManCity

Blamage für ManCity

In Norwegen erwischt Manchester City einen rabenschwarzen Tag - das könnte Folgen haben.
Nach der Verpflichtung von Marc Guéhi zeigt sich Pep Guardiola, Trainer von Manchester City, zufrieden. Der Nationalspieler sei im perfekten Alter, vielseitig einsetzbar und wichtig für die Defensive.
In Norwegen erwischt Manchester City einen rabenschwarzen Tag - das könnte Folgen haben.

Fußball-Zwerg FK Bodö/Glimt hat in der Champions League für eine kleine Sensation gesorgt und Manchester City eine möglicherweise folgenschwere Pleite zugefügt.

In Norwegen verlor das Starensemble von Teammanager Pep Guardiola in Unterzahl 1:3 (0:2) und ließ damit wichtige Punkte im Rennen um die direkte Qualifikation für das Achtelfinale liegen. Eine Platzierung unter den Top-Acht der Ligaphase hat City nun nicht mehr in der eigenen Hand.

„NORDIC NIGHTMARE (Nordischer Albtraum)“, titelte The Sun in Großbuchstaben nach dem Spiel. Geblendet von den Nordlichtern", meinte auch der Mirror, der von einer erniedrigenden Niederlage schrieb.

Norwegens Presse kommt aus dem Staunen nicht heraus

Und auch in Norwegen überschlug sich die Presse. „Was Glimt hier geleistet hat, ist fast unnatürlich“, urteilte NRK. „Glimt demütigte City: Das Wildeste, was wir je gesehen haben.“ Und das Dagbladet verkündete: „Schockierender Abend für Erling Braut Haaland und Manchester City. Manchester City kam ins Aspmyra Stadion, um drei Punkte zu holen. Stattdessen endete es in Demütigung und Schande.“

Blitz-Doppelpacker Kasper Högh (22./24.) und der frühere Frankfurter Jens Petter Hauge mit einem Traumtor (58.) hatten die 8270 Fans im hohen Norden Norwegens in Ekstase versetzt. Rayan Cherki traf für City (60.), Strippenzieher Rodri sah vom deutschen Schiedsrichter Sven Jablonski die Gelb-Rote Karte (62.) und erschwerte eine Aufholjagd.

ManCity drohen die Playoffs

Manchester, das auch in den letzten vier Spielen in der Premier League nicht gewinnen konnte, droht nun der Gang in die Playoffs. Unter anderem Borussia Dortmund, das im Dezember ebenfalls gegen Bodö/Glimt gestrauchelt war (2:2), könnte nun vorbeiziehen.

Am letzten Spieltag (28. Januar) trifft City auf Galatasaray Istanbul. Bodö/Glimt hält derweil eine minimale Restchance auf die Playoffs am Leben.

Auf dem Kunstrasen im Aspmyra Stadion in Bodö erwischten die Gastgeber, die im Jahr 2026 noch kein Pflichtspiel absolviert hatten, den besseren Start. Nach ersten Annäherungsversuchen vollendete Högh zwei Konter eiskalt. City berappelte sich erst ein wenig später, Stürmerstar Erling Haaland ließ den Anschlusstreffer vor der Halbzeit jedoch liegen (35./45.).

Rodri fliegt runter

Statt einer wütenden Aufholjagd des Favoriten nach der Pause knüpfte Außenseiter Bodö/Glimt an seine starke Leistung an. Hauge schlenzte sehenswert in den rechten Winkel zum 3:0. Der Treffer von Cherki blieb auch deshalb Randnotiz, weil Mittelfeldspieler Rodri innerhalb von zwei Minuten zweimal taktisch foulte und vom Platz flog (61./62.).

Die Norweger verpassten es derweil, die Führung noch deutlicher zu gestalten: Zwei weitere Treffer von Högh wurden aufgrund von Abseits aberkannt (52./65.), Hauge scheiterte an der Latte (63.).