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"Katastrophe in Istanbul" - Juve erlebt heftige "Blamage"

„Katastrophe in Istanbul“

Juventus Turin verliert zum Auftakt der Champions-League-Playoffs deutlich. Die Kritik in der italienischen Presse lässt nicht lange auf sich warten.
Nach dem Derby d'Italia herrscht dicke Luft: Luciano Spalletti kritisiert Inter-Trainer Cristian Chivu scharf. Der Juve-Coach verteidigt Rotsünder Pierre Kalulu und verurteilt Schwalben als "Beleidigung".
Juventus Turin verliert zum Auftakt der Champions-League-Playoffs deutlich. Die Kritik in der italienischen Presse lässt nicht lange auf sich warten.

Italiens Presse brodelt nach der deutlichen 2:5-Niederlage von Juventus Turin bei Galatasaray Istanbul. Nach dem Hinspiel der Champions-League-Playoffs in der Türkei ließ die Kritik nicht lange auf sich warten.

Dabei endete die erste Halbzeit (2:1) am Dienstagabend eigentlich zufriedenstellend für die „Alte Dame“. Nach frühem Rückstand schlugen die Italiener durch einen Doppelpack von Teun Koopmeiners (16./32.) zurück, doch nach der Gelb-Roten Karte (67.) des erst zur Pause eingewechselten Juan Cabal folgte ein Debakel. Erst zum zweiten Mal kassierte Juve in einem Europapokalspiel fünf oder mehr Gegentore.

Die Gazzetta dello Sport bezeichnete die Pleite entsprechend als „historische Blamage“ und schrieb: „Juventus gewinnt nicht mehr und verlässt die Hölle von Istanbul völlig am Boden zerstört.“ Auch Tuttosport titelte: „Katastrophe in Istanbul, Zusammenbruch und Verletzungen.“

„Ein schwarzer Februar“: Juventus droht der Absturz

Juventus blieb wettbewerbsübergreifend nun viermal ohne Sieg. Auf das Ausscheiden in der Coppa Italia folgten in der Serie A ein Unentschieden gegen Lazio Rom (2:2) und eine Niederlage gegen Inter Mailand (2:3), bevor sich gegen Galatasaray der nächste Rückschlag ergab.

„Ein schwarzer Februar und ein freier Fall“, konstatierte die Gazzetta dello Sport hinsichtlich der anhaltenden Negativserie und stellte sich fest: „Nach dem Ausscheiden im Viertelfinale des Coppa Italia braucht die Mannschaft von Luciano Spalletti nächste Woche ein kleines Wunder, um Galatasaray zu schlagen und sich für das Achtelfinale zu qualifizieren. Die Champions League der Signora hängt nach der Demütigung in der Türkei am seidenen Faden.“

Dieser Einschätzung schloss sich auch der Corriere della Sera an. Dort hieß es bereits: „Das Achtelfinale ist nur noch eine Illusion.“ Ausgetragen wird das Rückspiel am nächsten Mittwoch in Turin, bis dahin benötigt Juventus einen großen Schritt nach vorne.

Spalletti: „Wir haben drei Schritte zurück gemacht“

Nach der Partie sah Trainer Spalletti aber nur einen weiteren Schritt in die falsche Richtung. „Wir haben die erste Halbzeit schlecht beendet, wir haben versucht, Ordnung zu schaffen, aber charakterlich sind wir eingebrochen. Heute Abend haben wir drei Schritte zurück gemacht“, ärgerte sich der Italiener bei Sky Italia.

Bis zu einem möglichen Wunder in der Königsklasse hat Juventus jedoch nur eine Chance, um im Vorfeld für eine positive Entwicklung zu sorgen. Am Samstag empfängt der Klub Como 1907 im eigenen Stadion. Bei einer Niederlage gegen den Tabellensiebten würde allmählich sogar der Fall von den europäischen Plätzen drohen.