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FC Bayern: Kimmich-Sperre? So clever muss ein Profi sein - der SPORT1-Kommentar

Kimmich? Bitte keine Moralpredigt

Joshua Kimmich und Michael Olise holen sich gegen Atalanta Bergamo jeweils eine Gelbe Karte ab und sind für das Rückspiel gesperrt – manche Beobachter vermuten Absicht dahinter. Selbst wenn dem so wäre, ist es keine Moraldiskussion wert. Der SPORT1-Kommentar.
Joshua Kimmich holt sich beim Stand von 6:0 des FC Bayern bei Atalanta Bergamo eine Gelb-Sperre ab und kann im Rückspiel nicht mitwirken. Auf die Frage, ob das Absicht war, weiß der Mittelfeld-Star von nichts.
Joshua Kimmich und Michael Olise holen sich gegen Atalanta Bergamo jeweils eine Gelbe Karte ab und sind für das Rückspiel gesperrt – manche Beobachter vermuten Absicht dahinter. Selbst wenn dem so wäre, ist es keine Moraldiskussion wert. Der SPORT1-Kommentar.

Der FC Bayern muss im Rückspiel des Champions-League-Achtelfinals gegen Atalanta Bergamo auf Joshua Kimmich und Michael Olise verzichten – beide sind gesperrt.

Was in normalen Zeiten für große Aufregung sorgen würde, passt den Münchnern angesichts des komfortablen 5-Tore-Vorsprungs (Hinspiel: 6:1) diesmal ganz gut in den Kram.

Dass sich beide Stars wahrscheinlich sogar absichtlich ihre Verwarnungen abgeholt haben, liegt nahe. Sowohl SPORT1-Experte Mario Basler als auch die Weltmeister Mats Hummels und Christoph Kramer äußerten den Verdacht.

Für eine moralische Diskussion reichen die Aktionen von Olise und Kimmich aber nicht aus. Man sollte sie daher unter dem Label „Clever gemacht“ verbuchen.

FC Bayern: Kimmich und Olise haben professionell gehandelt

Mit Blick auf ein mögliches Viertelfinale gegen Real Madrid oder Manchester City war es sogar nötig, sich für die kommende Woche quasi freiwillig sperren zu lassen.

In diesem Sinne haben Kimmich und Olise also professionell gehandelt – zumal es allen Kritikern und Moralaposteln schwerfallen dürfte, die mutmaßliche Absicht der beiden zu beweisen.

Wichtig ist zudem: Die Gelben Karten erhielt das Duo nicht für überhartes Einsteigen, sondern lediglich für Zeitspiel – kein Gegenspieler wurde in Gefahr gebracht. Unsportlichkeit sieht anders aus, es ist Schlitzohrigkeit.

Und so clever darf ein Profi durchaus sein – er muss es sogar.