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FC Bayern: Ein absurder Gedanke

Warum Kompany nichts ändern wird

Nach dem berauschenden 5:4 zwischen Paris St. Germain und dem FC Bayern diskutiert die Fußballwelt, ob nicht zumindest die Münchner wieder mehr auf Sicherheit spielen sollten. Die Antwort ist eindeutig.
Der FC Bayern hat im Champions-League-Halbfinalhinspiel gegen Paris Saint-Germain fünf Tore kassiert - ist die Spielweise von Vincent Kompany schuld daran?
Nach dem berauschenden 5:4 zwischen Paris St. Germain und dem FC Bayern diskutiert die Fußballwelt, ob nicht zumindest die Münchner wieder mehr auf Sicherheit spielen sollten. Die Antwort ist eindeutig.

Irgendwann wirkte Max Eberl genervt. Als er nach der Partie der Bayern bei PSG zum dritten Mal gefragt wurde, ob man angesichts von fünf Gegentoren im Rückspiel nicht doch lieber etwas defensiver denken sollte, wurde der Sportvorstand des FC Bayern deutlich: „Warum sind wir hier? Weil wir bisher so Fußball gespielt haben. Jetzt auf einmal das ganze Spiel zu ändern, wäre völlig absurd.“

Eine klare Ansage, doch es gibt nicht wenige Kritiker dieser Spielweise – obwohl die Partie für viele das spektakulärste und vielleicht beste Spiel der Geschichte war. Clarence Seedorf, Wayne Rooney sind die prominentesten Stimmen. Doch mit einer Abkehr vom Hurra-Fußball ist nicht zu rechnen.

„Ich glaube, es wäre absurd zu glauben, dass Vincent Kompany das will. Hinter den Kulissen im Verein gibt es durchaus Leute, denen das in Paris zu offensiv war, aber der Trainer hat seinen Weg und will ihn durchziehen“, sagt SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger in der aktuellen Folge des Podcasts „Die Bayern-Woche“.

FC Bayern: Eberl nimmt Offensive in die Pflicht

Der Insider ließ dabei auch seine Sympathie für die bayerische Spielweise durchblicken: „Beide Mannschaften haben wie glückliche Kinder gespielt.“

Interessant an Eberls Auftritt in der Mixed Zone war derweil, dass er nicht die Defensive für die fünf Gegentore kritisierte, sondern stattdessen die Offensivleute in die Pflicht nahm. „Die vielen, vielen, vielen Chancen müssen wir sauberer zum Ende und zum Abschluss bringen“, sagte der 52-Jährige.

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Es ist ein Mantra, das er bereits in der Frühphase der Ära Kompany mehrmals wiederholte: Zum Beispiel nach dem wilden 3:3 im Oktober 2024 in Frankfurt und der deftigen 1:4-Pleite beim FC Barcelona zweieinhalb Wochen später. Und das, obwohl CEO Jan-Christian Dreesen bereits nach der 0:1-Niederlage bei Aston Villa noch davon gesprochen hatte, der Trainer habe ihm „heute ausnahmsweise Kummer bereitet“.

Kompany blieb standhaft – was mit Blick auf seine bisherige Trainerkarriere nicht verwunderlich ist. Den FC Burnley ließ er in der Premier League bis zum bitteren Abstieg radikalen Offensivfußball spielen, obwohl ihm vorgeworfen wurde, stur zu sein.

Bayern-Offensive: „Was wollt ihr denn noch?“

Dass Eberl in Paris den Stürmern noch mehr abverlangte, ist für Kumberger trotz der Erfolge ein zweischneidiges Schwert: „Die Offensive wird sich vielleicht irgendwann mal denken: ‚Freunde, jetzt haben wir vier Tore in Paris geschossen. Was wollt ihr denn noch?‘“, sagt der SPORT1-Chefreporter im Podcast.

Aus seiner Sicht könne man nicht immer davon ausgehen, drei, vier oder noch mehr Treffer zu erzielen.

Für das Rückspiel am kommenden Mittwoch darf die Fußballwelt übrigens erneut ein denkwürdiges Spiel erwarten. Kompany deutete bereits am späten Dienstagabend an, dass es noch verrückter werden könne.

Die ganze Diskussion sowie alles zu den anderen aktuellen Brennpunkt-Themen rund um den Rekordmeister hören Sie in der neuen Ausgabe des SPORT1-Podcasts „Die Bayern-Woche“ mit Moderatorin Madeleine Etti und Chefreporter Stefan Kumberger.

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