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PSG vs. Arsenal: Deutscher Schiri setzt bemerkenswertes Zeichen

Siebert mit bemerkenswertem Pfiff

Der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert agiert im Champions-League-Finale konsequent - sehr zum Ärger des FC Arsenal.
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Der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert agiert im Champions-League-Finale konsequent - sehr zum Ärger des FC Arsenal.

Das dauerte Daniel Siebert offensichtlich etwas zu lang. Mit seinem Halbzeitpfiff im Champions-League-Finale zwischen dem FC Arsenal und Paris Saint-Germain (5:4 n.E.) hat der deutsche Schiedsrichter dem englischen Meister noch eine Chance durch eine Standardsituation verwehrt.

Die angezeigte Nachspielzeit von sechs Minuten war bereits abgelaufen und eigentlich hätte es noch eine Ecke für die Gunners geben sollen. Bukayo Saka schlenderte gemächlich zur Ausführung – und die Sekunden tickten weiter. Als Saka an der Eckfahne angekommen war, pfiff Siebert schließlich zur Pause, die Nachspielzeit stand da exakt bei 6:30 Minuten.

Saka stand etwas ratlos an der Eckfahne und breitete fragend die Arme aus. Siebert deutete mit einer Geste an, dass es zu lange gedauert hat.

Sieberts konsequenter Halbzeitpfiff: „Es hat ihm zu lange gedauert“

„Daniel Siebert sagt, wenn du so lange brauchst, Bukayo Saka, dann lasse ich diese Ecke nicht mehr ausführen. Nachvollziehbar aus Sicht des deutschen Unparteiischen. Es hat ihm zu lange gedauert. Da hat Arsenal etwas getrödelt und die Chance aufs zweite (Tor; Anm. d. Red.) vertrödelt“, sagte Kommentator Jan Platte bei DAZN.

Auf der Insel sorgte der Pfiff ebenfalls für Aufsehen. „Nun, ich bin verblüfft“, kommentierte BBC-Korrespondent John Murray. „Schiedsrichter Daniel Siebert schaut zu Saka, als wolle er ihm sagen: ‚Ich habe es dir doch gesagt, du hast gezögert und ich habe gepfiffen.'“

Kurz nach dem Seitenwechsel ging Siebert auch konsequent gegen Zeitspiel vor. Als Cristhian Mosquera bei einem Einwurf an der Uhr drehte, zückte Siebert Gelb.

Kinhöfer: „Das wurde Zeit“

„In der ersten Halbzeit hat ja jede Ecke, jeder Einwurf, jeder Abstoß von Arsenal teilweise über 50 Sekunden gedauert. Das wurde Zeit“, lobte Ex-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer als Experte im ZDF das Handeln des Unparteiischen.

Auch das Durchgreifen vor der Pause gefiel Kinhöfer: „Er hat das mit dem nicht ausgeführten Eckball schon sehr gut gemacht, damit hat keiner gerechnet. Er hat jetzt ein Zeichen gesetzt. Da muss er jetzt auch dranbleiben. Das Spiel wird dadurch natürlich so langsam gemacht. Aber das war jetzt ein Zeichen. Ich hoffe, dass das auch fruchtet.“

Siebert bei Elfmeterszene im Fokus

Später rückte Siebert erneut in den Fokus. Nach einem Foul von Mosquera an Khvicha Kvaratskhelia pfiff er umgehend Elfmeter (62.). Die Entscheidung war unstrittig, Mosquera hatte aber Glück, nicht mit Gelb-Rot vom Platz zu fliegen.

Für Ballack war es ein „klarer Elfmeter, er schlägt ihm von hinten in die Beine. Natürlich kannst du auch Gelb geben. Aber er hat es anders entschieden. Auf jeden Fall hat er es richtig entschieden, dass es ein Elfmeter ist.“

Ousmane Dembélé (65.) verwandelte den Strafstoß für den Titelverteidiger. Nationalspieler Kai Havertz hatte Arsenal zunächst mit einem Tor in der Anfangsphase (6.) in Führung gebracht. In der Verlängerung fielen keine Tore, das Elfmeterschießen gewann PSG mit 4:3.