Antonio Rüdiger besiegelt irrwitziges Real-Comeback in Rom!

Sein letzter DFB-Auftritt hatte es in sich
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Sein letzter DFB-Auftritt hatte es in sich

Antonio Rüdiger lässt Real Madrid spät jubeln - der einstige deutsche Nationalspieler krönt eine kaum noch für möglich gehaltene Aufholjagd.

Antonio Rüdiger hat Real Madrid in einem irrwitzigen Spiel zum ganz späten Comeback-Sieg geführt. Der ehemalige deutsche Nationalspieler traf beim Duell mit der AS Roma in der Champions League in der 90. Spielminute zum 4:3-Erfolg – es war der dritte Eckball-Treffer für Real innerhalb von sieben Minuten.

Marten de Roon hatte die italienischen Hausherren in der 20. Minute in Führung gebracht, ehe Kylian Mbappé fünf Minuten später auf Vorlage von Yan Diomande den Ausgleich besorgte. Dann erzielte der ehemalige BVB-Profi Donyell Malen einen Doppelpack (51. und 57.), die Partie schien entschieden.

Antonio Rüdiger trifft ganz spät
Antonio Rüdiger trifft ganz spätAntonio Rüdiger trifft ganz spät© IMAGO/Action Plus

Doch zunächst sorgten Madrids Joker für die Wende: Carlos Espi in der 83. Minute und Endrick zwei Minuten später trafen zum 3:3. Und dann kam Rüdiger: Nach einer Ecke hielt er den Fuß rein, Madrid durfte doch noch jubeln. „Das unsterbliche Madrid kehrt zurück“, schrieb die As in Spanien. „Madrid erhebt sich von der Ecke“, meinte die Marca.

Vinícius-Fehler sorgt für Gegentreffer

Dabei sah es zwischenzeitlich nach dem nächsten Rückschlag für den kriselnden Klub aus Spanien aus. Spätestens mit dem Gegentreffer zum 1:2 musste den Real-Fans Übles schwanen.

Ein leichtfertiger Ballverlust von Vinícius Júnior im Stadio Olimpico in der 51. Minute wurde umgehend bestraft und führte zum Rückstand – von dem sich die Königlichen lange nicht mehr erholten.

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Vinícius, der sich jüngst eine Vier-Spiele-Sperre für LaLiga eingehandelt hat, wollte in der verhängnisvollen Szenen einen Pass von Thibaut Courtois in zentraler Position mit der Hacke lässig auf Jude Bellingham weiterleiten. Der Ball landete im Fuß eines Gegenspielers, zwei Pässe später war Malen frei vor dem Real-Tor – und nahm das Geschenk dankend an.

Madrids Trainer José Mourinho war nicht amüsiert: „Wir haben ein Tor kassiert, das wir nicht kassieren dürfen. Wir dürfen im Mittelfeld nicht so spielen wie da.“ Zum Comeback seines Teams sagte er: „Es war eine organisierte, emotionale Rebellion.“

Real habe sich mit einer Intensität durchgesetzt, sein Ex-Team aus Italien nicht habe mitgehen können: „Wir waren überrascht, aber im Fußball gibt es keine Wunder. 90 Minuten bei dieser Intensität sind einfach nicht möglich.“ Mourinho weiter: „Beim Stand von 3:1, war das Spiel für alle tot, aber diejenigen, die wirklich tot waren, waren die Roma-Spieler.“

Eckball-Irrsinn um Rüdiger und Co.

Malens zweites Tor für die Roma offenbarte dann erste Auflösungserscheinungen bei den Madrilenen. Bellingham kam im gegnerischen Strafraum zu Fall, die halbe Real-Mannschaft blieb stehen und beschwerte sich. Das defensive Mittelfeld war verschwunden, die Roma hatte im Konter gegen die letzte Kette des Teams von José Mourinho leichtes Spiel.

Der VAR checkte auf ein mögliches Foul an Bellingham, doch das Tor hatte Bestand. Espi kam für Yan Diomande (der das Tor von Mbappé vorbereitet hatte) in die Partie. „Maximaler Wahnsinn“, sagte der Stürmer nach der Partie bei Movistar.

Endrick hatte nach knapp einer Stunde Vinícius ersetzt.

Die Youngster machten für das Star-Ensemble einen Punkt klar. Beide trafen nach Eckbällen. Wie auch Rüdiger, der dem Spektakel die Krone aufsetzte.