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DFB-Frauen: Ex-Bundestrainerin verteidigt kuriose EM-Prämie

Ex-Bundestrainerin verteidigt Prämie

Der erste EM-Titel der DFB-Frauen im Jahr 1989 bleibt bis heute im Gedächtnis. Nicht nur aufgrund der sportlichen Leistung, sondern auch aufgrund der anschließenden Würdigung des DFB. Martina Voss-Tecklenburg nimmt den Verband nun in Schutz.
Vor dem Halbfinale liefern sich die deutschen und spanischen Fans bereits beim Fanmarsch ein Stimmungs-Duell.
Der erste EM-Titel der DFB-Frauen im Jahr 1989 bleibt bis heute im Gedächtnis. Nicht nur aufgrund der sportlichen Leistung, sondern auch aufgrund der anschließenden Würdigung des DFB. Martina Voss-Tecklenburg nimmt den Verband nun in Schutz.

Während das Halbfinale der DFB-Frauen bei der EM 2025 mit 14,6 Millionen Zuschauern zum erfolgreichsten TV-Ereignis des Jahres wurde, steckte der Frauenfußball 1989 noch in den Kinderschuhen.

Eine ewige Anekdote dieses Jahres bleibt jedoch das bekannte Kaffeeservice, das die DFB-Frauen für ihren ersten WM-Titel vom Verband erhielten.

Die damalige Nationalspielerin und spätere Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg äußerte sich nun zu dem Akt, der heute symbolisch für die Entwicklung des Frauenfußballs steht - und nahm dabei den DFB in Schutz.

Unvorbereiteter DFB: „Sie mussten schnell eine Idee entwickeln“

Im „City of Transformation/Der Duisburg-Podcast“ erklärte sie: „Man muss zur Ehrenrettung (des DFB, Anm. d. Red.) sagen: Es gab ja dieses legendäre Kaffee- und Tafelservice, das wir dann alle bekommen haben. Aber wir waren damals alle reine Amateure. Wir hätten gar keine Geld- oder Sachprämien in anderer Form bekommen können.“

Dem DFB sei hingegen zu spät aufgefallen, wie erfolgreich die Frauen-Nationalmannschaft war. „Sie mussten dann schnell noch eine Idee entwickeln, was sie uns denn zumindest als kleine Erinnerungsprämie schenken konnten“, fügte Voss-Tecklenburg hinzu.

Dennoch sei der EM-Titel dadurch nicht weniger „geschichtsträchtig und der Auslöser für so viel mehr“. „Er steht einfach für Pionierarbeit und eine Entwicklung, die ja heute wahnsinnig positiv ist“, erklärte die gebürtige Duisburgerin.

EM 2025: DFB-Frauen winkte Rekordpreisgeld

Im vergangenen Jahr erhielten die DFB-Frauen für ihren Halbfinaleinzug 65.000 Euro vom DFB. Beim Gewinn des Titels standen sogar 120.000 Euro in Aussicht. „Die Entwicklung des Frauenfußballs auf allen Ebenen genießt beim DFB höchste Priorität“, erklärte DFB-Präsident Bernd Neuendorf vor dem Turnier im Sommer.

Weiter erklärte er: „Wir brauchen eine nachhaltige Entwicklung der Strukturen und Bedingungen. Und wir brauchen auch mehr Leistungsanreize im Frauenfußball.“ Allein im Vergleich zur EM 2022 wurde die ausgerufene Prämie vom DFB verdoppelt.

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